In eigener Sache: Mamablog und Gaggia

1.
Ich habe einen Papablog auf dem Mamablog geschrieben: Er findet sich hier. (Mehr für mich gibt es hier noch ein pdf ohne Kommentare).

2.
Ich habe mich hier über Espressomaschinen ausgelassen. Gekauft habe ich nun die Gaggia Classic. Für 270 Euro inklusive Versandkosten und Gebühren, gestern Nachmittag bestellt, heute geliefert durch Amazon. Ersten Espresso hergestellt - mit Kaffee von Noir (nicht selber gemahlen). Resultat: Ich will nie mehr eine Kapselmaschine. Aufwand: Erträglich, bis jetzt. (Aber ich habe sie noch nicht entkalkt.)

 

Findet sich auf Wikipedia die Wahrheit?

Karl-Marx-Alee, Berlin (Quelle: Wikimedia)

Man versteht viel über Wikipedia, wenn man sich diese kuriose Geschichte anhört: 2009 hat der Journalist Andreas Kopietz (nach dem zweiten Glas Rotwein, notabene) den Wikipedia-Artikel zur Karl-Marx-Allee mit dem Zusatz versehen:

Wegen der charakteristischen Keramikfliesen wurde die Straße zu DDR-Zeiten im Volksmund auch ,Stalins Badezimmer‘ genannt.

Kurios ist, was im Anschluss passierte: Ein erfahrener Wikipedia-User bestätigte die Änderung, so dass der Artikel diesen Zusatz fortan anzeigte. Der Begriff »Stalins Badezimmer« tauchte auf immer mehr Webseiten auf, schließlich im April 2010 im Stern und daraufhin in verschiedenen Zeitungen.

Kopietz löschte dann seinen Zusatz am 17. März 2011, nachdem ein Leser sich bei einer Zeitung beschwert habe, er habe als Berliner diese Bezeichnung noch nie gehört. Die Änderung von Kopietz wurde aber von einem erfahrenen Wikipedia-User wieder rückgängig gemacht - d.h. das System Wikipedia verhindert, dass offensichtlicher Unfug aus der Wikipedia gelöscht werden konnte. Kopietz lakonisch dazu:

Und seitdem ist es die Wahrheit, dass die Karl-Marx-Allee zu DDR-Zeiten im Volksmund Stalins Badezimmer genannt wurde.

Damit sollte er nicht Recht behalten. Auf Wikipedia steht heute nämlich:

Im Februar 2009 ergänzte ein anonymer Autor diesen Wikipedia-Artikel zur Karl-Marx-Allee um die Behauptung, die Straße sei zu DDR-Zeiten im Berliner Volksmundwegen der Fassadenfliesen auch als „Stalins Badezimmer“ bezeichnet worden.[7] Diese Bezeichnung griffen in der Folgezeit mehrere Medien auf und wiederholten, es handele sich um einen in der DDR gebräuchlichen Ausdruck.[8][9][10] Ein Beleg für die tatsächliche Verwendung dieses Begriffes in der DDR konnte nicht gegeben werden.

Nachdem ein Leserbriefschreiber in der Berliner Zeitung die Verbreitung dieses Ausdrucks im Volksmund bezweifelt hatte,[11] gab ein Journalist dieses Blattes an, er habe die Formulierung „Stalins Badezimmer“ erfunden und als im Volksmund üblich in diesen Wikipedia-Artikel eingefügt.[12]

Nun könnte man aus dieser Geschichte ableiten, dass auf Wikipedia nicht die Wahrheit steht. Ich wage es aber, genau das Gegenteil zu behaupten: Was auf Wikipedia steht, ist die Wahrheit.

Diese These möchte ich kurz ausführen. Charles Sanders Peirce definiert Wahrheit verkürzt als das, was übrigbleibt, wenn alle Einwände vorgebracht worden sind. Eine Aussage ist so lange wahr, bis jemand eine Einwand dagegen vorgebracht worden hat - und wird wieder wahr, wenn dieser Einwand entkräftet werden kann.

Wikipedia lässt uns nun genau diesen Mechanismus technisch abbilden: Ich mache eine Aussage auf Wikipedia (wie z.B. Kopietz eine gemacht hat) - und diese bleibt so lange wahr, bis jemand einen Einwand vorbringt.

Ich würde also behaupten, dass im Jahr 2010 wahr war, dass die Berliner den Begriff »Stalins Badezimmer« verwendet haben. Ich kann mir vorstellen, dass hier einige LeserInnen etwas einzuwenden haben, da sie davon ausgehen, dass Wahrheit etwas Unveränderliches darstellt, etwas, was sich nicht ändern kann, nur weil jemand auf Wikipedia eine Aussage hinzufügt oder wegnimmt.

Dabei geht aber vergessen, dass Wahrheit verschiedene Komponenten hat:

  1. Meine eigene Erfahrung und Wahrnehmung.
  2. Soziale Faktoren (was meine Familie oder mir wichtige Menschen für wahr halten, halte ich auch für wahr).
  3. Autorität (was ExpertInnen für wahr halten, halte ich auch für wahr).

Diese Punkte geben der Wahrheit etwas Dynamisches, bewirken, dass sie verändert werden kann. Das ist nichts Problematisches, bewirkt aber ein Umdenken. Nehmen wir an, wir streiten mit jemandem darüber, ob wahr sei, dass

a) Ottawa die Hauptstadt von Kanada sei
b) Charles Dickens der Autor von Moby Dick sei
c) der Schmelzpunkt von Gold bei über 1000 Grad Celsius liege.

Nun können wir das zwar versuchen durch unsere Erfahrung oder Wahrnehmung nachzuweisen - werden aber meistens scheitern und uns auf eine Art Quelle beziehen müssen.

Nun gibt es statische Quellen (z.B. das Buch Moby Dick, auf dessen Titelseite Herman Melville steht oder das Chemiebuch) und es gibt dynamische Quellen wie die Wikipedia. Die Wikipedia hat den Vorteil, dass dort statische Quellen eingebunden werden und jede Person, die mit dem Artikel nicht einverstanden ist, einen Änderungsvorschlag machen kann.

Mit anderen Worten: Wikipedia vereint alle Prinzipien der Wahrheit und ermöglicht gerade ein Gleichgewicht von Erfahrung, Wahrnehmung, sozialen Faktoren und Expertenwissen. Was auf Wikipedia steht, ist die Wahrheit - und die Wahrheit ist, was auf Wikipedia steht.

Von diesem Grundsatz mögen gewisse Artikel kurzzeitig abweichen - nur um dann angepasst zu werden.

* * *

Diese Diskussion schließt an an ein Gespräch, das ich mit Michèle Binswanger und Viktor Giaccobo auf Twitter zu den Verschwörungstheorien um 9/11 geführt habe. Ich bin z.B. nicht in der Lage, statische Aussagen zum Einstürzen verschiedener Türme in New York zu beurteilen. Und meine GesprächspartnerInnen sind das in den meisten Fällen auch nicht. Wahr ist für mich das, was bei der Lektüre eines Wikipedia-Artikels nach Abzug aller - dort formulierten - Einwände übrig bleibt. Wer etwas anderes für wahr hält, soll - so meine vielleicht etwas pointierte Meinung - doch bitte den entsprechenden Artikel anpassen.

Zu den Verschwörungstheorien um 9/11

Äußere Verformung des WTC7-Gebäudes

Äußere Verformung des WTC7-Gebäudes, vgl. Wikipedia (Wiki-Media Commons)

Dass sich die Terroranschläge vom 11. September 2001 zum zehnten Mal jähren, ist Grund genug für viele Menschen, Verschwörungstheorien wieder aufzuwärmen und abstruse Behauptungen zu wiederholen, die längst falsifiziert worden sind. So z.B. der Historiker Daniele Ganser, der gestern im Tages-Anzeiger eine falsche Darstellung der 9/11-Untersuchung als eine lückenhafte Form der Aufarbeitung präsentieren konnte und Theorien der zweifelhaften Truther-Bewegung unkritisch wiederholte.

Ich möchte nicht auf Details eingehen (auch nicht in den Kommentaren), sondern lediglich darauf hinweisen: Es gibt auf Wikipedia für jede der so genannt »offenen Fragen« eine klare Erklärung und einen Untersuchungsbericht. Die Frage, was am 11. September 2001 passiert ist, ist nicht offen: Terroristen haben in den USA verheerende Anschläge verübt.

Verlockend an Verschwörungstheorien sind mehrere Aspekte der menschlichen Psyche (vgl. auch den Wikipedia-Eintrag dazu):

  1. Grundsätzlich sind wir wohl alle Verschwörungstheoretiker - in dem Sinne, als dass wir einfache Erklärungsmodelle haben, mit denen wir uns Zusammenhänge unterkomplex erklären und an die wir auch dann glauben, wenn es Evidenz für das Gegenteil gibt. William Gibson schrieb:

    Conspiracy theories are popular because no matter what they posit, they are all actually comforting, because they all are models of radical simplicity.

  2. Was die Geheimdienste der USA im Zusammenhang mit den Kriegen in Afghanistan und im Irak getan und verbrochen habe, ist Anlass zu großer Beunruhigung und kann moralisch und staatsrechtlich nicht gerechtfertigt werden. Diese Tatsache wird mit dem scheinbaren Anlass für diese Taten verschmolzen - mit 9/11.
  3. 9/11 führte zu einem Perspektivenwechsel in der westlichen Welt - nach den etwas orientierungslosen 90er-Jahren gab es plötzlich wieder ein Feindbild. Solche Feindbilder sind immer Konstruktionen und wer diese Konstruktionsmechanismen versteht, könnte sie so stark verallgemeinern, dass plötzlich auch massive Terroranschläge in New York zu dieser Konstruktion beigetragen haben könnten.
Wenn man zugibt, dass islamistische Terroristen vor 10 Jahren Anschläge in den USA verübt haben, dann billigt man weder die amerikanischen Kriege noch ist man unkritisch, lässt sich manipulieren oder Ähnliches. Vielmehr ist man bereit, differenziert zu denken und glaubwürdige Beweise zu akzeptieren.

Gibt es eine schweizerdeutsche Rechtschreibung?


reeto von gunten
und nein: es gibt keine berndeutsche rechtschreibung.

Wen man (junge) Menschen fragt, warum sie für persönliche Kommunikation in SMS, Mails etc. Mundart vorziehen, antworten sie meist, weil es keine Rechtschreibung gebe. Stimmt das?

Nein. Und: Ja. Der Reihe nach.

Nein, es stimmt nicht: Es gibt eine Rechtschreibung für Dialekt.

Es gibt sogar mehr als eine. Grundsätzlich kann man zwei Tendenzen unterscheiden:

  • Eine Orientierung an der Standardsprache (z.B. »viel« statt »viil«). Diese Richtung wird von Werner Marti vertreten, das Standardwerk ist seine Bärndütschi Schrybwys.
  • Eine Orientierung an der Aussprache. Diese Richtung wurde von Eugen Dieth vertreten, sein Standardwerk ist die Schwyzertütschi Dialäktschrift von 1938.

Dieths Regeln sehen dann wie folgt aus:

Schryyb wie de schwäzesch! (Ooni ùf di hoochdydsch Räächdschryybig gluegd)

  1. Zwische lange ùn chùùrze Sälbschdlud wird ùnderschiide.
  2. Zwische gschlosene ùn ùfige Sälbschdlud wird ùnderschiide.
  3. Zwische schwache ùn schdaarge Midlud (Lenes ùn Fortes) wird ùnderschiide.

Die Regelung hat durchaus praktische Auswirkungen: In vielen Büchern von Schweizer Schriftstellern (z.B. von Dürrenmatt oder Mundartdichter wie Werner Marti), gibt es Passagen in Mundart, welche verschriftlicht werden müssen. Dafür braucht es eine Regelung.

Ja, es stimmt: Es gibt keine Rechtschreibung fürs Schweizerdeutsche.

Rechtschreibung ist eine Norm. Gesellschaften brauchen Normen, um die Vielfalt von Verhaltensweisen einzuschränken und mit Erwartungen koppeln zu können (wüsste ich nicht, wie man sich in einer Gesellschaft begrüßt, könnte ich kein Begrüßungsritual erwarten und wäre damit überfordert, auf eine der möglichen Gesten zu reagieren).

Normen gibt es auf drei Ebenen:

  1. Als Regelwerk (Kodex, z.B. das ZGB oder das OR).
  2. Dadurch, dass sie von jemandem durchgesetzt werden (einer Instanz, z.B. der Polizei).
  3. Dadurch, dass sie gebraucht werden (von Gruppen, z.B. Begrüssungen oder Mode).

Nun gibt es zwar mehrere Regelbücher für die schweizerdeutsche Schriftweise, aber in der privaten Kommunikation weder eine Instanz, die sie durchsetzt, noch ein normierter Gebrauch. Wer von der Norm abweicht, wird weder darauf aufmerksam gemacht noch »bestraft«. Christiane Stieger schreibt als Fazit einer Untersuchung zum Umgang mit verschriftlichtem Schweizerdeutsch (Zeitschrift Schweizerdeutsch, pdf):

[Es] wird doch deutlich, dass sich «Laien»-Schreiber nicht um festgelegte Schreibregeln, wie sie Marti oder Dieth aufstellen, kümmern; ohne Kenntnis derselben halten sie sich rein intuitiv mal an das eine, mal an das andere Prinzip, wechseln hin und her oder mischen sie, manchmal sogar innerhalb eines Wortes – wichtig scheinen lediglich Dialektsignale und Lesbarkeit.

Oder anders gesagt: Es gibt eine Rechtschreibung für Schweizer Dialekte - aber sie wird im Alltagsgebraucht nicht beachtet.

(Wer sich dafür interessiert, kann hier nachlesen, wie der Bund die Schreibweise von Ortsnamen auf geographischen Karten regelt - und sehen, dass es durchaus Verwendung für Regeln gibt.)

Hier die Rechtschreibungsregeln von Marti in der Übersicht, ebenfalls aus der Zeitschrift Schweizerdeutsch (pdf):

Das Problem der Stimmbeteiligung - und das Beispiel Opfikon

Das ist Opfikon (»ein neuer Stadtteil für die ganze Welt«, schreibt Ümit Yoker in der NZZ). Und das auch:

Opfikon hat rund 15’000 EinwohnerInnen. Davon sind 6’500 AusländerInnen, stimmberechtigt sind 7’500. Davon haben an der heutigen Abstimmung nicht mal 1’500 teilgenommen:

Ergibt, wie man sehen kann, eine Stimmbeteiligung von unter 20%. Unter 20% der Stimmberechtigten - unter 10% der EinwohnerInnen.

Im Kanton Zürich gab es heute eine Gemeinde, bei der mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten eine Stimme abgegeben hat - und das war Zumikon, wo eine kontroverse Schulhausabstimmung auf lokaler Ebene stattfand.

Es ist nichts Neues, dass in der Schweiz die Stimmbeteiligung tief ist. Und es soll auch nicht darüber lamentiert werden. Halten wir einmal fest, welche Reaktionsmöglichkeiten es auf dieses Problem gibt:

  1. Nichts tun.
    Sich an politischen Prozessen nicht beteiligen, ist eine Freiheit, welche Demokratien ihren BürgerInnen gewähren sollten. Deshalb haben sie auch das Anrecht davon Gebrauch zu machen - ohne das begründen zu müssen. Wenig Stimmbeteiligung kann ja auch bedeuten, dass viele zufrieden sind mit dem, wie die Gemeinschaft sich organisiert.
  2. Positive oder negative Anreize schaffen.
    Man könnte - z.B. via Steuern - diejenigen belohnen, die sich beteiligen oder aber diejenigen bestrafen, die sich nicht beteiligen. Das könnte insbesondere für junge Stimmberechtigte ein Anlass sein, sich für politische Prozesse zu interessieren.
  3. Die Hürden senken.
    Was hindert Menschen daran, ihre Stimme abzugeben?
    a) Die Komplexität der Vorlagen. Im Kanton Zürich kommt es regelmäßig zu Vorlagen mit einem oder mehreren Gegenvorschlägen. Das bedeutet eine intensive Lektüre welche pro Vorlage für geübte LeserInnen zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch nehmen kann, wenn man sich nicht schon per Tageszeitung eine Meinung gebildet hat. Wer nicht beruflich regelmäßig komplexere Texte liest, ist mit Abstimmungsunterlagen überfordert.
    b) Logistische Probleme: Man muss brieflich gewisse Termine einhalten, einen Briefkasten finden, das Couvert richtig füllen, die Karte unterschreiben etc. Oder aber ein Wahllokal aufsuchen zu bestimmten Zeiten. E-Voting könnte da (z.B. auch mit SMS-Remindern etc.) mehr Leute dazu bringen, ihre Meinung kundzutun.
  4. Stimmzwang einführen.
    Man könnte BürgerInnen (wiederum durch Strafandrohung) dazu zwingen, sich an Abstimmungen und Wahlen zu beteiligen.

Mir liegt besonders der Punkt 3. am Herzen. Eine Volksbefragung ergibt nur dann einen Sinn, wenn die Bevölkerung versteht, wozu sie befragt wird. Wer das Couvert öffnet, sich einlesen will und kapituliert, weil alles so schwierig erscheint, hat meine Sympathie. Wer das Couvert nicht öffnet sondern sogleich ins Altpapier befördert, könnte wohl durch einen finanziellen Anreiz dazu gebracht werden, sich mindestens pro forma für ein »ja«, ein »nein« oder ein Kreuz zu entscheiden.

Noch einmal: Ich will nicht in Klagen ausbrechen und keine revolutionären Änderungen propagieren. Aber man sollte sich zumindest häufiger fragen, warum immer wieder von den sagenumwobenen Möglichkeiten der direkten Demokratie in der Schweiz geredet wird, gleichzeitig aber vergessen geht, dass im Kanton Zürich rund 15% aller EinwohnerInnen bestimmen, wer wie viel Steuern bezahlen muss. Und diese Steuern betreffen letztlich alle Menschen, die im Kanton wohnen - sie bestimmen, ob es für Neugeborene genug Hebammen gibt und ob SeniorInnen Biogemüse essen dürfen oder nicht.

Ernsthafte Espressomaschinen, preiswert - und eine Bemerkung zu sozialen Netzwerken

Gestern hab ich auf Twitter, G+ und FB nachgefragt, mit welchen preiswerten Maschinen man denn einen leistungsfähigen Espresso machen könne. (Idee: Weder Kapseln noch Automaten.)
Auf Twitter habe ich mehr als 10 Reaktionen erhalten, auf FB 3 und auf G+ - wait for it - 0.
Hängt natürlich damit zusammen, dass ich auf G+ wohl etwas weniger Kontakte habe; lässt aber darauf schließen, dass Twitter ein Netzwerk ist, wo man wirklich brauchbare Tipps bekommen kann. Es ersetzt auf eine Art den Modus »ein Freund hat mir empfohlen« durch »viele Internetbekanntschafen haben mir empfohlen« - was durchaus zu besseren Resultaten führen kann.

Hier also die Topvorschläge für Espressomaschinen mit den Eigenschaften:

  • machen einen italienischen Espresso, den auch Italienerinnen trinken würden
  • benutzen weder Kapseln noch sind es Vollautomaten
  • sind preiswert und relativ kompakt
  • sind so genannte Siebträger-Maschinen.

1. La Scala Butterfly. Preis: ca. 1300 Euro.

Hat eine E61 Brühgruppe (Experten sagt das etwas), scheint also das günstigste Modell zu sein, das wirklich Profiansprüchen genügt. Es dauert 20-30 Minuten, bis man damit einen trinkbaren Espresso herstellen kann. Wohl nicht meine erste Wahl.

2. Ascaso Dream. Preis: 545 Euro.

Ein spanisches Fabrikat. Sieht hübsch aus. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen.

3. Rancilio Silvia. Preis: 700 Franken - 490 Euro.

Scheint sehr kompakt zu sein und kann mit einem Gestell und einer passenden Mühle kombiniert werden.

4. Gaggia Classic. Preis: 270 Euro.

Sehr preiswert und ebenfalls sehr kompakt. Falls ich eine Maschine kaufe, werde ich wohl diese wählen. Darf man den Testberichten auf Amazon glauben, kann man damit trinkbaren Kaffee herstellen.

5. Bialetti Moka Express. Preis: 25 Euro.

Die Maschine ist offenbar einer Waschmaschine nachempfunden. Ich nutze sie heute schon, finde das Ergebnis aber etwas fade. Kann aber auch am Pulver liegen, das ich nutze (Coop Max Havelaar Espresso).

Über weitere Inputs freue ich mich!

Zur »Sexualisierung der Volksschule«

Heute bin ich auf »Petition zum Schutz unserer Kinder« gestossen, mit welcher ein Komitee die »Sexualisierung der Volksschule« verhindern will. Das Komitte fordert Folgendes:

Die Grundannahmen des Widerstands gegen eine geplante »Sexualisierung« sind folgende:

  1. Kinder seien grundsätzlich asexuell und frei von sexuellen Gefühlen, Fragen oder Interessen.
  2. Sexualität sei ein Bereich, der nur von den Eltern beeinflusst und gesteuert werden dürfe.
  3. Die sexuelle Orientierung sei beeinflussbar.
  4. Die »traditionelle Familie« sei in ihrer Existenz gefährdet, wenn Homosexualität in der Volksschule thematisiert würde.
  5. Die Darstellung von nackten Menschen und sexuellen Praktiken sei grundsätzlich pornographisch.
  6. Sexualkundeunterricht mit Kindern sei von Pädophilie nicht klar abzugrenzen.

Diese Annahmen halte ich aus einem einfachen Grund für hoch problematisch - und für falsch: Sexuelle Gefühle, Neigungen und Praktiken begleiten die menschliche Entwicklung automatisch. Es gibt keine Phase des menschlichen Lebens, in der es keine Sexualität gäbe. Die bewusste Aufnahme von Sexualität als Thema und das Reden und Nachdenken darüber ermöglicht eine differenzierte Wahrnehmung von Sexualität sowie eine Abgrenzung gegen Übergriffe.

Die Vermischung von pädagogischer Vermittlung mit Beeinflussung ist eine perfide Unterstellung. Zudem wird ignoriert, dass gerade das Sprechen über ein tabuisiertes Thema nach gewissen Standards und abgesicherten pädagogischen Methoden erfolgt. Wer über sexuelle Praktiken spricht, befindet sich immer auf einer anderen Ebene als jemand, der sexuelle Praktiken ausübt. Ein Telefongespräch über Sex ist nicht Telefonsex.

Die Voraussetzung, dass es etwas, worüber man nicht spreche - z.B. Homosexualität - nicht gebe, ist kindlich-naiv. Mit anderen Worten: Die Volksschule ist nicht nur heute schon sexualisiert - sie ist schon sexualisiert, seit es sie gibt. Die einzige Frage ist, ob Pädagogen, Eltern und SchülerInnen darüber sprechen können, dürfen und müssen - oder ob sie weiterhin Sexualität verdrängen.

Widersprüche der Schweizer Zweiklassengesellschaft

Auf dem Newsnetz-Politblog beschreibt Nina Merli heute, welche Auswirkungen die Konzeption einer Zweiklassengesellschaft mit privilegierten SchweizerInnen und AusländerInnen mit eingeschränkten Rechte hätte:

  • sie verhindere Integration, weil AusländerInnen permanent in Erinnerung gerufen werde, nicht dazuzugehören; Gäste zu sein
  • sie schafft zwei verschiedene Rechte, was bedeutet, dass nicht jede Tat für alle Menschen die gleichen Konsequenzen hat
  • sie fördert ein Machtgefälle, das die Gefahr mit sich bringt, ausgenutzt werden zu können.

In vielen Kommentaren zu diesem Blogpost wird die Konzeption der Zweiklassengesellschaft vehement verteidigt. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es hoch problematisch ist, wenn nationalkonservativ eingestellte SchweizerInnen mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit abgestempelt werden und ihre Argumente und Ansichten so auch entwertet werden. Ich halte das deshalb für problematisch, weil es zu einer Radikalisierung führt: Die Positionen werden umso starrer und heftiger vertreten, je uniformer und starrer die Kritik daran ist. Ich halte es für nötig, sie ernst zu nehmen und sachlich auf Widersprüche und Schwierigkeiten hinzuweisen. Dieser Post soll ein Beispiel dafür sein.

Ich zitiere zunächst einige Kommentare und fasse dann die Schlüsselargumente zusammen.

Ausländer müssen nicht integriert werden, die Integration muss jeder selber anstreben. […] Auf den Punkt gebracht, wer der Gesellschaft Schaden beifügt, keinen Nutzen bringt, soll einfach sein Köfferchen ohne Wenn und Aber packen müssen. Silvie Blake
In vielen Ländern würde nach einem Kiosk-Einbruch auch nicht eingebürgert. Dies ist ein gutes Gesetz.
Siehe auch Tagesscau vom 30.8.: Einbrüche, Gewalt und Drohungen sind in der Schweiz seit 2004 gestiegen. Werner Brupbacher
In der weltoffenen urbanen Schweiz sind Schweizer Kinder längst in der Minderheit … Sie Guter Sie Oder gehören Sie auch zu den lieben Linken, die Multikulti predigen um dann wenn ihre Kinderlein ins Schulalter kommen, den Wohnort in die dumpfe SVP-Hinterwäldler-Welt zu verlegen, damit ihre Kinderlein nicht in Ghettoschulen zur Minderheit gehören?! Werner Zimmermann
Mein Vater war ebenfalls aus Zürich und ging im Chreis Cheib in die Schule (dort wo man jetzt schweizer Kinder mit der Lupe suchen muss). Parallel mit der Ankunft der Ausländer südlich von Zagreb und Afrikanern hat auch die Dumpfbackendichte im Viertel stark zugenommen! Ich kann in meiner eigenen Stadt nicht mehr frei ausgehen, die Langstrasse ist ein Irrenhaus geworden. Roger
Mir geht das noch viel zu wenig weit. Ich fordere ein Einbürgerugnsmoratorium von so langer Dauer, bis keine Flüchtlingstouristen mehr in die Schweiz kommen und der Schweiz wieder 5,4 Mio. Menschen lebten wie 1960. Mit 8 Mio Menschen ist die Schweiz nämlich hoffnungslos überbevölkert. Die CH-Landwirtschaft kann gerade noch 2,5 Mio Menschen ernähren. Und wie geht es weiter? Roland K. Moser

Grundsätzlich sehe ich folgende Feststellungen, Zusammenhänge und Forderungen:

  1. Die Einteilung von Menschen nach ihrer Herkunft ist richtig und legitim, weil SchweizerInnen grundsätzlich früher hier waren und zudem unter der Zuwanderung leiden.
  2. Die Zuwanderung basiert auf Freiwilligkeit, die Regeln für AusländerInnen müssen sich nicht an Prinzipien der Gerechtigkeit, Solidarität oder Menschlichkeit orientieren - weil niemand in die Schweiz kommen muss.
  3. Grundsätzlich muss die Situation von AusländerInnen in der Schweiz mit derjenigen von AusländerInnen in anderen Ländern verglichen werden, es muss eine Art Markt herrschen, bei dem der Preis in der Schweiz konkurrenzfähig ist.
  4. AusländerInnen müssen den SchweizerInnen etwas nützen (Menschen müssen generell anderen etwas nützen). Ihre Anwesenheit ist direkt an ihre Nützlichkeit zu koppeln.
  5. Integration ist ein falscher Begriff, im Wesentlichen geht es um Angleichung von AusländerInnen an die SchweizerInnen. Diese kann mit 2. problemlos gefordert werden.
  6. Zentrales Problem ist die Sicherheit, welche wegen der Zuwanderung abgenommen hat.
  7. Härtere Strafen und höhere Hürden bei der Einbürgerung haben einen positiven Effekt auf den Nutzen der AusländerInnen, ihren Willen sich anzugleichen und die Sicherheit.

Lassen wir den grundsätzlichen Einwand beiseite, dass wir hier von Menschen sprechen und es keinen Grund gibt, Menschen auf ihre Nützlichkeit zu reduzieren - und gehen akzeptieren wir diese Prämissen, so ergibt sich für mich folgender logische Widerspruch:

Es gibt keine Evidenz dafür, dass tiefere Einbürgerungsquoten, härtere Strafen oder weniger Integrationsbemühungen den Nutzen von AusländerInnen, ihre Anzahl oder die Sicherheit aller in der Schweiz lebenden Menschen verbessern könnten. Kurz gefasst: Die Massnahmen widersprechen den zu erreichenden Zielen fundamental.

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, die ich nicht alle durchgehen müsste. Nur zwei Punkte:

  • Die Vorstellung, in die 60er-Jahre zurückkehren zu können und eine neue Anbauschlacht zu beginnen, mag romantische Aspekte haben - realitätsferner könnte man kaum denken. Die Schweizer Wirtschaft ist auf AusländerInnen angewiesen. Die einzige Massnahme, die ihre Zahl reduzieren würde, wäre der Verzicht auf Wirtschaftswachstum und wirtschaftlichen Wohlstand.
  • Härtere Strafen (auch Entzug der Möglichkeit, eingebürgert zu werden) schaffen nie mehr Sicherheit. Nie. Menschen werden nicht deshalb straffällig, weil die Strafen zu gering bemessen sind, sondern weil sie keine anderen Perspektiven in ihrem Leben haben.

Wozu wir Social Media brauchen

Die Diskussionen um die Frage, welches soziale Netzwerk sich durchsetzen wird, hat etwas ungeheuer Ermüdendes (wie auch Guy Kawasaki, von dem die Grafik stammt, festgehalten hat): Man übertrifft sich in Mutmassungen, entwickelt Zusammenhänge, blickt auf die Vergangenheit zurück - und diskutiert etwas, was letztlich niemand wissen kann und worüber zu diskutieren sich meist nur dann lohnt, wenn man damit Geld verdient. Ich nehme mich nicht aus - auch ich habe my fair share von Spekulationen abgeliefert.

Letztlich kann man sich darauf besinnen, wofür man Social Media eigentlich braucht - um zu sehen, dass man immer wieder andere Dienste einsetzen wird, um diese Funktionen auszuüben. Letztlich wird es auch immer wieder Tendenzen geben, diese Funktionen zu bündeln oder neu zu definieren. Viel ändern dürfte sich daran aber wohl nicht - seit Briefe geschrieben werden, gibt es wohl diese sechs Funktionen. Seit sie hauptsächlich in die digitale Sphäre verlagert worden sind, ändern sich die Dienste schneller, welche man benötigt. Aber etwas wirklich Neues entsteht nicht - auch wenn man Begriffe benutzt, welche klingen, als gäbe es immer wieder etwas Neues.

  1. Wir wollen mit den uns nahe Stehenden kommunizieren.
  2. Wir wollen mit Menschen in Kontakt kommen, von denen wir etwas benötigen.
  3. Wir informieren uns über Geschehnisse in der Welt.
  4. Wir lassen uns unterhalten und unterhalten andere.
  5. Wir wollen Aufmerksamkeit erregen und Aufmerksamkeit verteilen.
  6. Wir wollen zeigen, dass wir dazugehören und Medien- bzw. Technikkompetenz beweisen.

Wenn wir nun zum Schluss doch noch Google Plus als Beispiel nehmen, dann tritt man dort einmal als early adopter bei, um Funktion 6 zu erfüllen: Ich bin dabei. Und nun? - Die Frage ist, ob eine der anderen Funktionen anschlussfähig ist: Werde ich unterhalten? Bekomme ich Aufmerksamkeit? Kann ich Informationen erhalten? Treffe ich die Leute, von denen ich etwas will? Oder die, die mir etwas bedeuten?

Nun könnte man als technikaffiner Mensch denken, dass Google innerhalb von Wochen erreichen muss, dass all das, was ich sonst mit anderen Dienstleistungen tue, auch in Google Plus möglich ist - sprich: Dass alle meine Kontakte auch bei Google Plus sind. Das halte ich aber für falsch. Google kann durchaus auch über eine andere Funktion Menschen ansprechen. Es wird sich letztlich nicht das durchsetzen, was die early adopter adopted haben: Sondern das, womit man das machen kann, was man machen will.

Auch in den Zeiten des Internets dauert es Jahre, bis sich ein Dienst oder eine Technologie durchsetzt. Wie lange ging es, bis man auch ältere Menschen per Mail erreichen konnte? Wie lange ging es, bis es Standard war, dass Menschen ein Mobiltelefon mit sich tragen? Wie lange wird es noch dauern, bis es Standard ist, dass Menschen das Internet mobil nutzen? Wann werden mehr als 10% aller Menschen wissen, was Twitter ist?

Die schöpferische Identität - oder warum wir Steve Jobs überschätzen

1967 hat Roland Barthes seinen einflussreichen Text »Der Tod des Autors« erstmal veröffentlicht (pdf). Er beschreibt darin folgendes Problem:

Unsere heutige Kultur beschränkt die Literarur tyrannisch auf den Autor, auf seine Person, seine Geschichte, seinen Geschmack, seine Leidenschaften. […] Die Erklärung eines Werkes wird stets bei seinem Urheber gesucht - als ob sich hinter der mehr oder weniger durchsichtigen Allegorie der Fiktion letztlich immer die Stimme ein und derselben Person verberge, des Autors, der Vertraulichkeiten preisgibt.

Obwohl Barthes Text bekannt ist, seine Analyse einleuchtet und ihre Konsequenzen bekannt sind, fallen wir immer wieder hinter ihn zurück. Auch wir glauben, hinter einem Werk stehe eine Person, ihr Urheber. Wir mystifizieren kreative Menschen.

Ein Beispiel dafür ist Steve Jobs: Apple wurde von einem Hersteller von Computern für Liebhaber und Spezialisten zu einem Hersteller von Mainstream- und Lifestyle-Unterhaltungselektronik, zu einer Designikone, einem Vorbild für Innovation.

Diese Innovation, dieses Designs, diese Konzepte und dieser wirtschaftliche Erfolg werden nun einer Person zugeschrieben. Es ist unvorstellbar, dass Jobs verantwortlich für diese Geräte oder ihren Erfolg ist. Sie sind das Resultat eines unvorstellbar komplexen Prozesses und der Zusammenarbeit von Tausenden von Menschen. Die Mystifikation, Jobs habe die totale Kontrolle (selbst über Menupläne) beansprucht, ist genau das Resultat unseres Unvermögens, kreative Prozesse unabhängig von einem einzelnen, genialen Individuum zu denken (und natürlich auch ein Resultat der Marketing-Inszenierung von Apple und ihre Aufnahme durch die Medien).

Noch einmal Barthes:

Der Text ist ein Gewebe von Zitaten aus unzähligen Stätten der Kultur. […] [D]er Schreiber [kann] nur eine immer schon geschehene, niemals originelle Geste nachahmen. Seine einzige Macht besteht darin, die Schriften zu vermischen und sie miteinander zu konfrontieren, ohne sich jemals auf eine einzelne von ihnen zu stützen. […] Als Nachfolger des Autors birgt der Schreiber keine Passionen, Stimmungen, Gefühle oder Eindrücke mehr in sich, sondern dieses riesige Wörterbuch, dem er die Schrift entnimmt, die keinen Aufenthalt kennt. Das Leben ahmt immer nur das Buch nach, und das Buch ist immer nur ein Gewebe von Zeichen, eine verlorene, unendlich entfernte Nachahmung.

Was Barthes als »Text« bezeichnet, kann jede Form von kreativer Produktion meinen. Der Grund, weshalb wir so starke Mühe mit der Sichtweise von Barthes haben, ist unsere eigene Angst davor, nicht mehr die Kontrolle über unsere Produktion zu haben. Allgemeiner: Unsere Angst davor, unsere Identität zu verlieren.

Michael Seemann beendet seinem neuesten Post auf seinem Kontrollverlust-Blog mit folgendem Fazit:

Die neue „Katastrophe”, die des Computers und des Interntets wird erfordern, diese Identität als Referenzpunkt für Realität wieder ein Stück weit aufzugeben – zumindest zu öffnen. Identität – das Zusammenfassen und Rückführen aller Eigenschaften, Daten und Kommunikationen auf seinen Austrittskörper – wird nur eine unter vielen möglichen Queries sein. Die neuen Queries werden Aspekte, Beobachtungen, Empfehlungen, Erlebnisschnipsel und Gedanken von vielen, vielen Absendern individuell bündeln, rekonfigurieren, bei Bedarf simultan übersetzen, in eine spezielle Reihenfolge bringen und so eine komplexe Sicht auf Realität ermöglichen: die “Distributed Reality“.

Mt anderen Worten: Wir lesen Schriften, die wiederum Vermischungen von Schriften sind. Wir können diese Schriften versuchen, ihren UrheberInnen zuzuordnen - aber wir müssen nicht. Wir können ganz andere Betrachtungsweisen wählen (z.B. nicht alle Blogeinträge von einer bestimmten Person lesen, sondern alle zu einem bestimmten Thema etc.). Weiter noch: Eine Person erklärt, wenn sie als Urheberin eines Texte gesehen wird, diesen Text nicht. Genau so wenig kann eine Person wie Steve Jobs erklären, weshalb heute auch ältere Menschen nicht nur stolz darauf sind, sondern auch Anerkennung dafür bekommen, wenn sie endlich ein iPhone haben (mit dem sie vielleicht nicht mal besonders gut umgehen oder telefonieren können).