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Die Frage, ob Blogs in der Schweiz für den Journalismus relevant sind, hängt meiner Meinung nach davon ab, ob Blogs Resonanz erzeugen können - d.h. ob sie Debatten auslösen, Reaktionen provozieren und für reichenweitenstarke Medien interessante Inhalte produzieren.Diese Frage habe ich in einer kurzen Anfrage auf Twitter aufgeworfen und mit Storify bearbeitet. (Die Petardengeschichte habe ich bewusst außen vor gelassen - ihre Resonanz gründet m.E. alleine in der Beschwerde beim Presserat.)
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Gesucht:
Geschichten aus Schweizer Blogs, die Resonanz erhalten haben (z.B. in anderen Medien, Debatten ausgelöst etc.).
Ab 2010 z.B.0
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Selbstverständlich gibt es zunächst zwei Definitionsprobleme: Was ist genau ein »Schweizer Blog« und was meint man damit, eine Geschichte erhalte »Resonanz«? Beide Fragen habe ich kurz angedacht:
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Warum Angestellte von Medienunternehmen keine Blogs betreibenGeschrieben am 16. Mai 2012 @Jeduta @thbenkoe @mazluzern Ehrlich gesagt haben Blogs in der Schweiz keine journalistische Relevanz.- Phili…0
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@julianschmidli @ivinfo @jeduta Relevanz heißt für mich: Erzeugt Reaktionen. Gibt es 10 Bloggeschichten, die 2011 Resonanz erzeugt haben?0
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Fazit: Blogger sind in einem gewissen Sinne Amateure - und Resonanz heißt, dass in irgend einer beschreibbaren Form darauf reagiert worden ist (außerhalb des Blogs und damit verbundenen sozialen Netzwerke).
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@phwampfler Vom fröhlichen Sesselrücken und einer Punktlandung http://arlesheimreloaded.ch/vom-frohlichen-sesselrucken-und-einer-punktlandung/ zum beispiel die landete in der baz0
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arlesheimreloaded “ Vom fröhlichen Sesselrücken und einer Punktlandung “ arlesheimreloaded
Vom fröhlichen Sesselrücken und einer Punktlandung Andere Länder gehen wählen, wie beispielsweise die Griechen oder die Franzosen (man be…0
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@aline_wanner @phwampfler lokalteil BaZ, AZ-BZ, Sonntag zb. Fraktionsewchsel im Landrat und andere :-)0
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Das wohl treffendste Beispiel ist der Blog von Manfred Messmer. Er zeigt, dass eine erfahrene, gut informierte und sehr engagierte Person zumindest lokal (und lokal heißt immerhin: im Raum Basel) Geschichten anbieten kann, welche von etablierten Lokalmedien aufgenommen und übernommen werden.
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Ein ähnliches Beispiel: Die Betreiber des Blogs »Nation of Swine« sind engagierte Journalisten, die einige Nischen abdecken, die sonst wenig Aufmerksamkeit erfahren. Sie erhalten so auch Informationen, die sie auf ihrem Blog publizieren und so ebenfalls lokal aufgegriffen werden.
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@aline_wanner @phwampfler Mir kommt noch der da in den Sinn, so spontan: http://infam.antville.org/stories/2063245/0
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@phwampfler Es gab die Story über die träumende Schweizer „Astronautin“, die weiterverfolgt wurde vom Tagi und drr Journi Preis dafür bekam.0
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Ach ja? Dann nenn uns „KEINER“. Weil ihre Geschichte so gut ist, fragt keiner genau nach. … noch geiler. Wart’s ab, bis ppp seinen Kaff…0
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Abt. Journalistische Glaubwürdigkeit
Freude herrscht! infamy ist Träger des Zürcher Journalistenpreises, Kategorie Nachwuchs! Nun nicht ganz, um ehrlich zu sein. Und auch nic…0
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Diese Geschichte ist nicht gleich gelagert: Ein Blogpost vom Januar 2010 wurde im August von Mauricie Thiriet im Tages Anzeiger aufgegriffen und mit weiteren Recherchen vertieft. Der Blogpost wurde nicht erwähnt, war aber sicher ausschlaggebend für die Geschichte um die Lehrerin Barbara Burtscher, die sich als potentielle Astronautin ausgab, obwohl dies weit von der Wahrheit entfernt war.
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Auch hier handelt es sich um eine Geschichte von einem Profi: David Bauer ist ein vielseitiger Journalist, der sich Gedanken zur Musikförderung in der Schweiz macht und einen Blick auf das Erfolgsmodell Sophie Hunger geworfen hat, der über 130 Kommentare erhalten hat und damit eine tiefschürfende Diskussion ausgelöst hat.
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@phwampfler Ironischerweise fällt mir dazu ausgerechnet die Batz/Neininger-Urheberrechtsdiskussion ein.0
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batz.ch ungefragt in den Schaffhauser Nachrichten | Batz
„Vielen herzlichen Dank für Ihren Beitrag in der gestrigen Ausgabe der Schaffhauser Nachrichten“, schrieb mir eine Leserin der Schaffhaus…0
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Im Selbstbedienungsladen “ Die MEDIENWOCHE - Das digitale Medienmagazin
Die Schaffhauser Nachrichten drucken einen Blogbeitrag ab, ohne dafür die Autorin um Erlaubnis gebeten zu haben. Skandal! schallt es durc…0
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@phwampfler natürlich der Blog von @ConstSeibt , worauf ihn dann #Schawinski ins Radio einlud. Und der Blog zu #Bausparen von @BatzMonika0
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Monika Bütler ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der HSG in St. Gallen - ihre Blogposts werden in der NZZ am Sonntag abgedruckt. Aus diesen Gründen kann man also zunächst nicht davon sprechen, dass es sich um einen Blog handelt, viel eher um ein Portfolio, wo Bütler ihre Texte präsentiert. Allerdings geht es gerade im Fall Neiniger um eine Debatte, die durch einen Blogpost von Bütler ausgelöst worden ist - der wiederum eine Reaktion auf einen ungefragt und verändert in den Schaffhauser Nachrichten abgedruckten Text von Bütler (ebenfalls ein Blogpost) zum Bausparen ist.
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@phwampfler EIn Beispiel für Resonanz: Dieses Blogpost http://bit.ly/JQp3NI wurde 2011 vom Radio aufgegriffen http://bit.ly/JijDOX0
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bobby california: Tücken des SBB-TageskartenkaufsEine SBB-Tageskarte kaufen? Das klingt einfach. Doch die Automaten halten einen fiesen Fallstrick bereit, wie das folgende Beispiel zeigt…0
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Hier wird eine Beobachtung eines bloggenden Journalisten vom Konsumentenschutzmagazin Espresso vom Schweizer Radio aufgenommen.
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@phwampfler was dabei? http://bit.ly/LSoD9I http://bit.ly/LSp2Jn http://bit.ly/LSpWFH http://bit.ly/LSqgo40
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Warum Hanspeter Thür Sony in Ruhe lässt (Digital, NZZ Online)
25. Mai 2011, 15:13, NZZ Online 430’000 Schweizer Konten gestohlen - Piratenpartei fordert Kontrollen Hanspeter Thür sieht keine rechtlic…0
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20 Minuten Online - „Wir sind lernfähig“ - News
Denis Simonet ist empört: „Das SECO scheint an sich selbst zu zweifeln. Man hätte eine neue Medienmitteilung verschicken sollen, in der m…0
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Der ehemalige Präsident der Pirtatenpartei, Denis Simonet, hat mit zwei Anliegen, die er per Blogpost angerissen hat, eine Reaktion etablierter Medien hervorgerufen. Die Piratenpartei ist gerade das politische Gefäss, das Blogposts und Twitter als Medium nutzt, um politische Anliegen zu vermitteln - und damit darauf angewiesen ist, damit Reaktionen hervorzurufen.
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@phwampfler #Shitstorm Skala war u.a. Thema in FAZ, ZEIT, 20min http://www.feinheit.ch/blog/2012/04/24/shitstorm-skala/0
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Daniel Graf, 24.04.12 Wie überlebt man einen Shitstorm? Die kurze Antwort: Ruhig bleiben und sich Zeit nehmen, die Dynamik auf Social Med…0
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Zum Schluss auch ein sehr webaffines Thema: Die Frage, wie man mit »Shitstorms« umgeht, also negativen Reaktionen in Sozialen Netzwerken. Die schöne Grafik vom Feinheit-Team wurde bei einem Tagungsreferat vorgestellt und danach für den Blog ausgearbeitet - und hat so viele Reaktionen provoziert.
Fazit -
@Jeduta @thbenkoe @mazluzern Ehrlich gesagt haben Blogs in der Schweiz keine journalistische Relevanz.0
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Ich bleibe bei meinem Urteil. Es gibt zwar Geschichten in Blogs, die relevant sind - die jedoch in den hier diskutierten Fällen von einer Expertin, einigen Journalisten, einem Politiker und von PR-Profis verfasst worden sind. Es gibt kein Beispiel aus den letzten zwei Jahren, bei denen ein klassischer Blogger ein Thema aufgegriffen hat, das bedeutsam war.
Das heißt nicht, das Blogs kein sinnvolles Medium sein können - sie können die eigene Arbeit dokumentieren, können wichtige Kommentare enthalten oder als Gefäss für Diskussionen in den Kommentaren dienen. Aber journalistische Relevanz genießen sie in der Schweiz nicht.
Das ist oft schade - es gibt sehr gute Bloggeschichten, die aber oft einseitig und nur angedacht sind. Gleichzeitig erhalten sie nicht die nötige Aufmerksamkeit, es gibt kaum Medien, die auf Blogs verlinken.
Und eine letzte Bemerkung: Ich denke, die Schweizer »Alphablogger« haben der Schweiz ein problematisches Blogkonzept vorgelebt. Sie betrieben Lifestyle-, Technik- und Erlebnisblogs, sie waren das Tummelfeld für das Kind im Manne. Bloggen war etwas, womit man Spass haben sollte oder womit man zeigen sollte, wie viel Spass man sonst so hat. Es waren Wohlfühlblogs, in denen allenfalls ein wenig Konsumentenschutz betrieben worden ist. Das ist wohl ein Grund dafür, warum sich Blogs im journalistischen Bereich in der Schweiz nicht behaupten können.
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