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Beiträge vom Mai 2010

Die WAP-Abzocke - die TEDs von SF (auch eine Anleitung)

Mai 12, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Sportübertragungen des Schweizer Fernsehens blenden regelmäßig Aufforderungen ein, man solle sich an TEDs beteiligen, bei denen auch attraktive Preise verlost würden, beispielsweise ein Auto. Die Teilnahme kann auf zwei Arten erfolgen: Die zweite Möglichkeit muss Usern angeboten werden: Denn man darf nur Gewinnspiele anbieten, wenn eine kostenlose Teilnahmemöglichkeit besteht.

Diese Gewinnspiele (oder TEDs) dienen natürlich als Einnahmequelle für SF. Deshalb wurde und wird ein Weg gesucht, wie man die Gratisteilnahme möglichst unattraktiv gestalten kann. WAP ist dieser Weg: Wer erinnert sich schon an diese Bananenhandys von Nokia, die sowas wie Internet hatten? Genau, das war WAP.

***

Und jetzt kommt die Anleitung, wie man in einem normalen Browser (ich gehe mal von Firefox aus) WAP-Links öffnen kann - um so gratis an diesen Gewinnspielen teilzunehmen:

  1. Firefox installieren.
  2. Die Erweiterung wmlbrowser hier installieren.
  3. Firefox neu starten, WAP-Links wie z.B. wap.wm.sf.tv können nun direkt im Browser geöffnet und bearbeitet werden.

[Auch die Idee zu diesem Beitrag ist nicht von mir, sie sei herzlich verdankt. Die Anleitung ist von mir.]

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Von Feiertagen, Tradition und Religion - oder: Was tut man am Pfingstmontag?

Mai 12, 2010 · 4 Kommentare

Eine meiner Ideen, die zwar nicht besser werden, wenn ich sie oft wiederhole (aber vielleicht kann das Niederschreiben diesen Wiederholungszwang ja zumindest einschränken) betrifft Feiertage. An denen einfache Arbeitnehmer wie ich und Christoph Blocher frei haben.

Beginnen wir dort, wo alles beginnt: In der Waschküche.

[D]er Waschküchenschlüssel hat Bedeutung über seine bloße Funktion hinaus, eine Tür zu öffnen; er ist ein Schlüssel für demokratisches Verhalten und ordnungsgerechte Gesinnung. — Hugo Loetscher, Der Waschküchenschlüssel

Diese »ordnungsgerechte Gesinnung« sieht also beispielsweise so aus:

Man erkennt unschwer: Im Monat Mai darf zwar am 1. gewaschen werden, nicht aber am 13. (Auffahrt) und auch nicht am 24. (Pfingstmontag). Das alles wird festgelegt von einer anonymen Verwaltung und einer keineswegs anonymen Hauswartin.

Ein leicht naiver Mieter wie ich fragt sich immer, was denn genau am Pfingstmontag passiert. Muss man sich da von dem erholen, was der Heilige Geist am Pfingstsonntag mit einem angestellt hat? Warum kann man da nicht arbeiten? Und warum kann man am Mittwoch vor Auffahrt ab vier Uhr nicht mehr arbeiten? Muss man da Vorbereitungen treffen für die verschiedenen Zelebrationen des Hinscheidens von Jesus?

Solche Fragen stelle ich am liebsten auch meinen Mitmenschen und empfehle allen, es auszuprobieren: Was ist Pfingsten genau? Und warum kann man an Auffahrt nicht arbeiten? Und - das ist der Joker, geht leider nur in katholischen Gebieten: Erklären Sie mir mal Fronleichnam so, dass ich es verstehe. Und: Warum ist Ostern eigentlich immer an einem Sonntag, Weihnachten aber nicht?

Wenn ich mir solche Fragen stelle, dann komme ich als konstruktiver Mensch auch immer auf Lösungsvorschläge: Es mag ja einleuchten, dass man an Weihnachten einen Baum aufstellen möchte und an Ostern ins Tessin fahren. Also können wir diese ehemals religiösen Feiertage gerne beibehalten. Aber alle anderen sollte man einziehen und sie gleichmäßig und sinnvoll übers Jahr verteilen. Mal ein verlängertes Wochenende im Oktober/November platzieren oder einen Dienstag im August frei machen. Dass an diesen Tagen alle frei machen, mag ja einleuchten, und dass wir ohnehin zu viel arbeiten auch. Aber diese sinnlose Kopplung von Freitagen an pseudo-religiöse Feste - damit könnte man, schon nur dem Waschfrieden zuliebe, aufhören.

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Abschluss der Burkaverbotswoche: Odds and Ends

Mai 11, 2010 · 3 Kommentare

So, vorerst sei einmal genug über eine Verbotsidee gesagt. Verwiesen sei allerdings noch auf:

  1. die exzellenten Artikel von Jonas Schaible zur rechtlichen Willkür, die Justizministerin Widmer-Schlumpf anstrebt, einerseits und zur (fehlenden) Logik hinter den Verbotsargumenten andererseits
  2. den von Schaible verlinkten Post von Felix Neumann zur »Burka der anderen«, aus dem ich eine Perle zitieren möchte:

    Eine sehr koloniale Vorstellung: Der Buschneger soll seine Blöße bedecken, die Frau vom Muselman ihr Haar entblößen.

  3. auf die Zensur auf Alexander Müllers Seite Daily Talk, zu deren heuchlerischem und falschen Beitrag ich gerne einen Kommentar hinterlassen hätte - der allerdings zwei Mal nicht freigegeben worden ist (vielleicht liegt es daran, dass Müller selbst Krawatten trägt oder an dem Gewicht, das er einer »liberalen Grundhaltung« und der »freien Meinungsäußerung« zugesteht):

[Zur Erläuterung: Das Argument »ich will in 'unserem' Land x nicht sehen, also unterstütze ich ein Verbot von x« stammt von Müller selbst und wurde von mir einfach adaptiert. Es ist so schlicht und brauchbar.]

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Für ein allgemeines Krawattenverbot in der Schweiz

Mai 10, 2010 · 2 Kommentare

Als Gründer von Facebook-Gruppen trete ich nur bei wirklich wichtigen Anliegen in Erscheinung, so z.B.
Nun aber habe ich zum dritten Mal die mühsamen Schritte durchlaufen, die es braucht, um eine FB-Gruppe zu gründen: Voilà.
Hier die wichtigsten Argumente:
1.
Krawatten sind ein französisch-kroatischer Import und als solches mit der Schweizer Tradition der funktionalen und schlichten Kleidung und unserer Kultur unvereinbar.
2.
Niemand trägt freiwillig Krawatten, vielmehr handelt es sich um eine subtile Form von Zwang durch das Wirtschaftssystem, insbesondere Banken. Schlingen um den Hals sind unbequem und tangieren die Menschenwürde in erheblicher Art und Weise. Man muss den so unterdrückten Männern helfen, ein individuellen Ausdruck durch Kleidung zu finden - Krawatten verhindern das in jeder Form.
3.
Ein Verbot von Krawatten schränkt keinerlei Freiheiten ein, zumal niemand Krawatten für irgendetwas braucht; sie sind generell nutzlos.
4.
Krawatten sind für ihre Träger und für die Öffentlichkeit gefährlich. Man hat schon viel über die Gefährlichkeit von Capes an Anzügen von Superhelden gesprochen, genau so gefährlich sind Krawatten: Wie leicht verfängt sich eine in einer Zugtüre und führt zum Schleiftod ihres Trägers, wie oft wurden unschuldige Menschen unzüchtig von Krawatten berührt.
Mit einem Verbot von Krawatten macht die Schweiz einen wichtigen Schritt in Richtung auf die Besinnung auf die eigene Kultur und Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen in der Schweiz.
Für die Idee sei Andreas Kyriacou Dank ausgesprochen!

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Die Freiheit, die wer meint? - über links und rechts oder über rasierte Beine und Burkas

Mai 9, 2010 · 2 Kommentare

Es gibt zwei gängige Vorurteile gegenüber »Linken« (die generell in einer Art Ideologiehaft genommen werden: »Weil du x findest, bist du konsequenterweise ein Linker, und es gibt einen anderen Linken, der findet y, also findest du auch y, und y geht ja wohl gar nicht…«):

  • sie wollen deshalb einen starken resp. großen Staat, weil sie damit dessen BürgerInnen bevormunden wollen
  • dies ist Teil ihrer generellen Strategie, alles besser als andere zu wissen, und ihnen, also den anderen - ergo - vorschreiben zu wollen, was für sie das beste ist

Dadurch, so die Konsequenz dieser Kritik an »Linken«, sind sie bereit, die Freiheit der BürgerInnen beliebig einzuschränken (je nach Niveau der Diskussion folgt dann der Hinweis auf den Gulag o.Ä.).

Beliebte Beispiele sind dabei das Rauchverbot in Restaurant (mit dem Argument, das Restaurant gehöre schließlich dem Wirt und er dürfe also bestimmen, was er mit seinem Eigentum tun darf, also es beispielsweise berauchen zu lassen) sowie das Verbot von herkömmlichen Glühbirnen (das Argument kann leicht abgewandelt übernommen werden, hier eine gar poetische Eloge auf die Glühbirne aus der NZZ). Dabei, so dann der letzte Vorwurf an die Linke, werden wissenschaftliche Studien herangezogen, die per se zweifelhaft sind, weil

  • Intellektuelle, insbesondere linke Intellektuelle, sagen, was sie sagen, nur deshalb, weil ihnen, das, was sie sagen, etwas nützt - kurz: Intellektuelle, die nicht rechte Haltungen vertreten, sind generell unglaubwürdig und korrupt.

Die sich so gegen eine Linke abgrenzende Rechte hingegen kann leicht zu einem Blick in den Spiegel aufgefordert werden: Zwar möchten sie gerne weiterhin energieineffiziente Glühbirnen brennen lassen und in Restaurants rauchen und sehen in entsprechenden Verboten eine Bedrohung ihrer Freiheit, haben aber ihrerseits kein Problem, Ausländern die Einreise, den Aufenthalt, die Arbeitsgenehmigung oder das Stimm- und Wahlrecht zu verweigern (ohne allerdings ihrerseits entsprechende Verbote in anderen Ländern zu akzeptieren), stimmen gerne mal gegen Parallelimporte und sind auch nicht bereit, den Bauern die Freiheit zu gewähren, den Milchpreis unabhängig vom Staat festzulegen - oder den Konsumenten.

Darüber hinaus haben dann sich selber freiheitlich nennende Kreise kein Problem, Bekleidungs- und Turmverbote zu unterstützen, Leute präventiv oder unwiderruflich einzusperren, den Konsum von Alkohol, den Aufenthalt im Freien und vieles mehr zu verbieten - mit Argumenten, die denen von Bundesrätin Widmer-Schlumpf gleichen:

Die Freiheit einer Burka-Trägerin hört dort auf, wo sich andere dadurch bedrängt oder verunsichert fühlen. [Quelle: Tagi]

Wer auch immer sich durch »andere« bedrängt, verunsichert, bedroht, irritiert fühlt, scheint so einen guten Grund zu haben, die Freiheit dieser Leute radikal einzuschränken.

Es bleiben deshalb im Grunde zwei Gruppierungen übrig, welche einen unbedingten Begriff von Freiheit vertreten: Eine tendenziell anarchistische, welche insbesondere auch die Freiheit fordert, ein Risiko eingehen zu dürfen und können, Lebensräume zu haben, in denen Leben ab- und jenseits von Regeln möglich ist - und eine libertäre, für die Freiheit bedeutet, unbeschränkt über sein Eigentum verfügen und wirtschaftlich aktiv sein zu dürfen. Beide dieser Gruppierungen sind extreme.

Zu wünschen wäre, das Thema gäbe auch für die Mainstream-Politik zu reden - und zwar im Sinne einer positiven Freiheit, bei der nur deshalb über ihre Begrenzungen gesprochen wird, um diese Begrenzungen einzureissen; nicht aber, um diese Begrenzungen zum Anlass zu nehmen, alles Störende und Provozierende an der Freiheit der Menschen - und damit diese Freiheit selbst - eliminieren zu wollen.

Wer auch immer nach Verboten verlangt und gewillt ist, die Freiheit einer bestimmten Gruppe zu beschneiden, sollte sich sehr gut überlegen, ob er bzw. sie auch bereit wäre, sich die eigene Freiheit in ähnlicher Art und Weise beschneiden zu lassen. Wer also die Burka verbieten möchte, könnte sich fragen: Würde ich auch rasierte Beine verbieten wollen? Make-Up? Schuhe mit Absatz?

Und um die Klammer zu schließen, welche am Anfang geöffnet worden ist: Der Vorwurf an die Linke, eine Diktatur ihrer Meinung anzustreben, ist gerade deshalb lächerlich, weil a) jede Diskussion aus dem Austausch von Argumenten besteht, bei denen ein Gesprächspartner jeweils der Ansicht ist, seine seien die besseren, ob links oder recht und weil b) egal welche Meinung die Linke vertreten mag, diese nur dann zu einer verbindlichen Regelung führt, wenn die entsprechenden, demokratisch legitimierten politischen Organe diese Meinung mittragen. Ein weiteres Beispiel, wie manipulativ die populistische Rechte mit dem Konzept der »Demokratie« umgeht.

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Burka-Verbot: Ein Argumentarium

Mai 5, 2010 · 3 Kommentare

Fellow-Blogger Flo hat einen erhellenden Blogpost zum Thema verfasst und darin ein Argumentarium gegen ein Verbot von Burkas in der Schweiz entwickelt, das ich zusammenfassen und ergänzen möchte (Flos Post enthält aber Pointen, die unbedingt im Original gelesen werden sollen und hier nicht abgedruckt werden):

  • systematisches Argument: Spezialrecht (e.g. Minarette, Burkas) gehört nicht in die Bundesverfassung
  • populistisches Argument: es wird Politik auf Kosten extremster Minderheiten betrieben, mit denen man keine WählerInnen verärgern kann, die aber keinerlei Nutzen für diese WählerInnen generiert
  • Ressourcenargument: das politische System setzt seine Ressourcen für Anliegen ein, die keine Probleme lösen, und belastet dadurch sich selber und den Verwaltungsapparat (der, so monieren die gleichen Kreise, ineffizient arbeite), vgl. dazu auch meine Stellungnahme auf Politnetz
  • Freiheitsargument: [nicht von Flo, von mir, siehe unten] Freiheit kann nur entstehen, wenn Freiheiten gewährt werden und wenn man eine Kultur der Freiheit entwickelt; nicht aber durch Verbote irgendwelcher Art (zudem geht es ja offenbar auch darum, möglichst gute Personenkontrollen und Videoüberwachungen durchzuführen, also generell nicht um Freiheit, sondern Kontrolle und Disziplinierung); selbstverständlich auch im Kontext von Religionsfreiheit.

Das Argumentarium kann gerne erweitert werden.

Zusatz am 6. Mai: Diesen exzellente Kommentar von Niklaus Nuspliger aus NZZ will nicht niemandem vorenthalten.

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Burka-Verbot: Danke, Aargau, auch für dieses relevante Thema

Mai 4, 2010 · 2 Kommentare

Man könnte die Schweizer Demokraten schon vergessen haben: Alle ihre Qualitäten und Tugenden wurden von der SVP aufgenommen und weiterentwickelt. Aber es gibt Lebenszeichen: René Kunz, Schweizerdemokrat aus Reinach, Aargau, schaffte es, dass folgender Direktbeschluss heute im Grossen Rat in Aarau gefasst worden ist:

0513 Antrag auf Direktbeschluss René Kunz, SD, Reinach, betreffend Einreichung einer Standesinitiative für ein nationales Burka-Verbot im öffentlichen Raum; Einreichung und schriftliche Begründung

Von René Kunz, SD, Reinach, wird folgender Antrag auf Direktbeschluss eingereicht:

Text:
Der Grosse Rat möge in einer Standesinitiative die Bundesversammlung einladen, ein nationales Burka-Verbot im öffentlichen Raum zu beschliessen.

Begründung:
Die Ganzkörperverschleierung der Frau hat keine religiöse Bedeutung, sondern ist ein äusserliches Zeichen, welches die Herabsetzung, Diskriminierung und den Identitätsverlust der Betroffenen beinhaltet. Einer total verschleierten Frau werden somit gar in unserer freiheitlich demokratischen Welt die elementarsten Freiheitsrechte vorenthalten. Diese Frau hat nicht einmal ein „Gesicht“. Sie lebt in einem „Gefängnis“, in welches sie meist hineingeboren wurde. In diesem Kontext kann davon ausgegangen werden, dass das Tragen einer Burka auch als Machtsymbol, d.h. die Dominanz des Mannes über die Frau angesehen werden muss.

Wenn die Ganzkörperverhüllung als Mittel der Unterdrückung der Frau angewandt wird, geraten die von der schweizerischen „Charta für die Rechte der Frauen“ geforderten Frauenrechte in Gefahr. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau und somit auch entsprechende Menschenrechte dürfen jedoch nicht einer dogmatischen Ideologie wegen geopfert werden.

Verhüllte Frauen im öffentlichen Raum lassen sich mit unseren hiesigen Traditionen und Wertvorstellungen nicht vereinbaren. Die Problematik einer Ganzkörperverhüllung zeigt sich auch in einer modernen Gesellschaft ganz krass. Wie sollen z.B. polizeiliche Personenkontrollen im Strassenverkehr oder an der Landesgrenze durchgeführt werden? Kann eine verhüllte Frau im Verkaufs- oder Beratungsbereich beruflich tätig sein? Auf mögliche Gefahren, welche von verhüllten Personen ausgehen könnten – die Behörden wissen ja nicht einmal, wer in diesen Kleidern steckt – möchte ich hier nicht genauer eingehen. Da hilft auch eine Überwachungskamera im öffentlichen Raum nichts mehr!

Durch ein nationales Burka-Verbot werden weder die Religionsfreiheit noch das Diskriminierungsverbot verletzt. Somit bleibt auch die Ausübung einer jeden anerkannten Religionspraktik – ohne Ganzkörperverschleierung – gewährleistet. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sogar der „Verein von Ex-Muslimen“ ein Verbot des Ganzkörperschleiers unterstützt!

Hinweis: Bekanntlich gilt seit Dezember 2009 in Grenchen ein Burka-Verbot, wo komplett verhüllte Personen von den Behörden nicht mehr bedient werden.

Grundsätzlich interessiert mich, wer die 33 vernünftigen Grossräte im Aargau gewesen sind, die sich den 89 unvernünftigen entgegengestellt haben. Da diese Information aber noch nicht verfügbar ist, möchte ich ein paar Punkte der Begründung herauspflücken und zu Bedenken geben:

  • Warum überlasst man »in unserer freiheitlichen demokratischen Welt« nicht den Frauen selbst, wie sie sich anziehen möchten - und gesteht ihnen auch die Freiheit zu, sich warum auch immer zu verhüllen?
  • Woher weiss René Kunz aus Reinach, ob die Burka eine religiöse Bedeutung - und welche, allenfalls - hat?
  • Hilft ein Verbot bei der Bekleidung, Frauen der Selbstbestimmung zuzuführen?
  • Wissen die Behörden (und sollen sie das?) bei allen Menschen, »wer in diesen Kleidern steckt«?
  • Finde nur ich diesen Satz ironisch? »Somit bleibt auch die Ausübung einer jeden anerkannten Religionspraktik – ohne Ganzkörperverschleierung – gewährleistet.«
  • Sollte man allenfalls auch Alkoholkonsum in der Schweiz komplett verbieten, weil gewisse Religionen ihre Anhänger resp. ihre Amtsträge dazu zwingen, Alkohol zu trinken - und sollte man dann sagen, damit sei die Religionsfreiheit nicht tangiert, weil »die Ausübung einer jeden anerkannten Religionspraktik - ohne Alkoholkonsum - gewährleistet« sei? Und dann auch noch das Tragen von Kreuzen, das Wachsenlassen von Bärten etc.?
  • Und was ist genau daran bemerkenswert, dass ein Verein der »Ex-Muslime« ein solches Verbot unterstützt? Wie geil finden die »Ex-Katholiken« eigentlich den Papst?

Grundsätzlich stört mich, dass sich erstens hier Leute heuchlerisch für Frauen einsetzen, welche sonst gegen Frauenrechte an allen Fronten kämpfen, und dass zweitens mit Verboten eine Form von Freiheit erreicht werden soll, welche man durch diese Verbote gerade verhindert, und dass drittens Muslime wöchentlich als Sündenböcke für ein diffuses Gefühl von Bedrohung hinhalten müssen - ohne dass es dafür gute Gründe gibt.

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1112 Game for iPhone - Episode 2 Walkthrough

Mai 4, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

For my walkthrough for Episode 1 I keep getting a lot of hits.

I was actually working on a walkthrough for Episode 2, when I found this complete walkthrough by Flakessp - I think I won’t need to write another one.

Here are a few general hints:

  • the scenes and possible interaction will change in the course of the game - you will find objects later on that weren’t there in the beginning
  • always click on green words and use them as conversation topics
  • you can die - that means the game can be over, that is, however, not a reason to worry: you can go back to the scene right before your death and try again
  • generally: everything that can be done once can be done again, so again: no reason to worry

I will gladly answer questions posted in comments.

For regular readers of my blog: 1112 is a unique adventure game for the iPhone. It so far consists of two Episodes, i.e. parts. More information can be found on TouchArcade.

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