T-Shirts – Dummes und Bedenkenwertes

Der Student Stefan Steiner hatte Ende des letzten Jahres eine tolle Idee: Er bietet an, gegen Geld ein T-Shirt mit einem Werbeaufdruck zu tragen. Das begründet er auf seinem Blog wie folgt:

Anstatt mich über die schlechte Wirtschaftssituation zu beklagen oder gegen die Bolognareform und die Studiengebührenerhöhung zu protestieren, ergreife ich selbst die Initiative mit der Idee “Ich trage Ihr T-Shirt”.

Man mag von seiner Idee halten, was man will – viel dümmer kann man sie nicht präsentieren. »Selbst die Initiative ergreifen« heißt so viel wie – die Initiative eben nicht ergreifen, sondern einfach mal ein bisschen Geld verdienen und die Vorurteile gegenüber Studierenden der BWL gleich auch noch bedienen. (Versteuert man eigentlich so eingenommenes Geld?)

Ich schlage daher Stefan Steiner vor, sämtliche Einnahmen seiner Aktion zu spenden – und zwar an die Aktion »Zehn Rappen für ein würdiges Leben« der Erklärung von Bern. Warum?

Weil die Frauen, welche die T-Shirts nähen, mit denen Stefan Steiner ab jetzt über 200 Franken pro Tag verdient, $2 Dollar pro Tag verdienen – und dafür 16 Stunden arbeiten.

P.S.: Falls Stefan Steiner bereit ist, die Einnahmen des Monats Januar an die Erklärung von Bern zu spenden, spende ich gleich viel an eine wohltätige Organisation seiner Wahl.