Die Weltwoche als KMU – eine iApp als Geschäftsmodell

Apps sind – wie die FAZ im »Netzökonom«-Blog darlegt – ein »Übergangsphänomen«: In der Zukunft werden Inhalte nicht in Programmen dargestellt, die nur auf spezifischen Plattformen laufen, sondern im Internet – so dass man von jeder Plattform darauf zugreifen kann.

Gleichwohl steigt die Weltwoche ins App-Business ein und lanciert nach dem Tages-Anzeiger, dem Blick und der NZZ auch eine iPhone-App. Das Spezielle daran: Während der Blick alle Inhalte gegen eine Monatsgebühr zur Verfügung stellt (inklusive pdf-Download), der Tagi eine Gratis-App anbietet und die NZZ zwar nicht die ganze Ausgabe in der App abbildet, aber sehr viel Content in der App abrufbar ist – hält die Weltwoche ihren Paywall auch in der App aufrecht: Obwohl die App stolze 5.50 kostet. Sprich: Für 5.50 kann ich die wenigen schlechten online-Texte lesen und zusehen, wie Köppel seine »Eloquenz«  seinen Nonsense (immer wieder lustig und so »bloggig«, das Durchstreichen von Wörtern, oder?) in Videokommentaren verbreitet. Alle anderen Texte sind nur Abonnenten zugänglich – die also zusätzlich zu ihrem Abo 5.50 zahlen müssen, um ihr Abo auch aufs iPhone auszudehnen.

Nicht, dass irgendjemand die Weltwoche lesen möchte, der sie nicht jetzt schon liest, also handelt es sich auch um kein Problem. Aber die wirtschaftliche Logik ist zumindest fragwürdig. Auf meine Nachfrage schreibt die Weltwoche per Twitter:

Weil wir als KMU uns diesen Kanal nur leisten können, wenn er auch Einnahmen hat, und die iApp ein grosses Kundenbedürfnis ist.

Offenbar hat da jemand einen Auftrag bekommen, das Kundenbedürfnis abzuschätzen und dann gerechnet, wie viel einen Informatiker die iApp kostet, dividiert und voilà: 5.50. (Eine iPad-App wird es nicht geben, weil eben: Kein Kundenbedürfnis oder sich das nicht rechnet. Wie einfach es gewesen wäre, gleich auch ein Angebot in groß, sprich eine universale App zu basteln, kann ich nur vermuten: Sehr einfach.)

Aber die finanziellen Nöte der Weltwoche haben mich dann doch noch etwas zum Schmunzeln gebracht, vor allem weil es in der Beschreibung der App heißt:

Die Weltwoche ist das einzige unabhängige Polit- und Themenmagazin der Schweiz.

So unabhängig, dass sie nicht einmal sagen muss, welcher SVP-Exponent Köppel das Geld gegeben hat, um die Weltwoche ideologisch ganz nach rechts-außen zu rücken.

Update: Um noch etwas Konstruktives anzumerken – so würde ich vorgehen:

  • Die Kosten für die App auf die Abogebühr vom nächsten Jahr daraufschlagen – und eine Gratis-App veröffentlichen (Mehrwert für Abonnenten, viele Downloads von Interessierten).
  • Die App gratis anbieten und einzelne Ausgaben (oder Texte) für Nicht-Abonnenten als In-App-Purchase anbieten und die Sache so finanzieren.

Der iPad als Brettspiel – Medici und Carcassonne

Während Leute wie Frank A. Meyer und Roger Schawinski immer noch wahnsinnig Geistreiches über Sinn und Zweck des iPads verbreiten, warten die iPad-User auf gleichermassen originelle wie sinnvolle Applikationen, mit denen man das iPad für Dinge brauchen kann, die man weder mit einem Laptop noch einem Smartphone tun kann.

Ein solches Beispiel sind Brettspiele: Der iPad übernimmt dabei die Funktion des Spielbrettes, der Computer erledigt Aufgaben wie das Zählen der Punkte, Mischeln von Karten etc. Nun kann man sagen, damit falle eine wichtige Komponente eines Brettspiels weg: Das Anfassen von Kärtchen, die physische Präsenz des Spiels. Andererseits entwickelt auch das iPas eine sinnliche Präsenz – »die Finger gleiten lustvoll über das glänzende Schwarz des Screens«, stand in »Z«.

Beispiele für gelungene Brettspielumsetzungen sind:

  • Carcassonne: Die Umsetzung für das iPhone (die iPad-Version wird erst noch erstellt, die iPhone-Version ist aber auf dem iPad bestens spielbar) ist absolut gelungen. Nicht nur kann man sich an einen Tisch setzen und mit Freunden spielen, man kann beliebig auch Computerspieler dazunehmen und es gibt einen Solitär-Modus, der sehr knifflig ist und alle Carcassonne-SpielerInnen herausfordert.
  • Medici: Von Reiner Knizia gibt es eine Reihe von Spielen fürs iOS, aber die meisten davon spielt man am besten alleine (eine Ausnahme ist Money). Medici ist aber sehr gelungen umgesetzt und eignet sich für Reisen, weil es sehr schnell gespielt ist. Wenn alle Spieler zügig verfahren, hat man eine Runde in 10 Minuten gespielt. Auch hier bietet es sich an, zusätzliche Computer-Player einzubeziehen.

Pressdisplay und PressReader – die Schweizer Zeitungen auf dem falschen Fuss erwischt

Wie der Beobachter meldet, kann man mit dem Dienst von Pressdisplay die wichtigen Schweizer Zeitungen (u.a. die NZZ, die NZZ am Sonntag, den Tages Anzeiger, die Bilanz, Finanz und Wirtschaft) komplett im Internet und auf dem iPad oder iPhone lesen (dafür gibt es die Anwendung PressReader [iTunes-Link]; die Anwendung gibts aber auch für Blackberry und Windows Mobile – also für alle mobilen Geräte, praktisch).

Pressdisplay bietet eine Economy-Option an, die pro Monat $10 kostet – also rund 120 Franken pro Jahr. Der Beobachter schreibt dazu:

Doch Newspaper Direct hat die Möglichkeiten der digitalen Ver­marktung der Produkte konsequenter umgesetzt als die Schweizer Verlage. Auch der neue Leiter Digitale Medien bei der NZZ, Peter Hogenkamp, bezeichnet das Angebot als «in der Tat zu günstig». Kein Wunder: Allein für die Online-Ausgabe der NZZ müssen Leser heute 368 Franken im Jahr bezahlen, wenn sie das Abo bei der NZZ kaufen. Bei News paper Direct erhalten sie für 120 Dollar noch eine Sonntagszeitung nach Wahl dazu.

Offenbar meinten die Schweizer Verlage, die Newspaper Direct würde nur den Druck ihrer Zeitungen in Hotels anbieten – der Vertrag erlaubt aber offenbar auch die Distribution übers Internet.

Ich habe das Abo gelöst und bin begeistert. Hier noch ein Screenshot der Anwendung auf dem iPad:

iPad – eine Art Bilanz

Ich habe einen Vorschlag für einen Blogartikel: Du bist nun doch schon seit ein paar Wochen iPad Besitzer. Das wäre doch ein Zeitspanne, nach der man ein erstes Resümee ziehen könnte. Wie hat sich das iPad bewährt? Wozu nutzt du das iPad? Was gefällt dir? Wie unterscheidet sich deine iPad Nutzung  von den Erwartungen, die du vor dem Kauf hattest?

Diese Aufforderung habe ich kürzlich erhalten – und da ich momentan etwas sporadisch blogge, was entweder der beruflichen Auslastung oder der WM oder beidem zuzuschreiben sein mag, nehme ich die Idee gerne auf.

In aller Kürze: Das iPad hätte ich nicht gebraucht. Ich trage es zwar fleißig mit herum, ertappe mich aber immer dabei, wie ich sowohl iPhone als auch MacBook Pro auch immer dabei habe. Grundsätzlich habe ich zwei Tendenzen festgestellt:

  • Medien (Zeitungen, Webseiten, RSS-Feeds, EBooks, Instapaper etc.) konsumiere ich kaum noch auf dem iPhone, sondern verwende immer das iPad.
  • Sobald ich die Tastatur brauche, und sei es auch nur, um ein Formular auszufüllen, benutze ich nie das iPad, sondern immer das MacBook. Nicht, weil die Tastatur schlecht wäre, sondern weil ich selten in einer Situation bin, wo ich das iPad hinlegen will und kann, um zu tippen.

Wozu brauche ich das iPad?

  1. Zum Lesen von Zeitungen (v.a. Newsnetz, obwohl man kaum von einer Zeitung reden kann). Generell würde ich gerne mehr Zeitung auf dem iPad lesen, v.a. die NZZ oder auch deutsche Zeitungen – bin aber nicht bereit, wie für den Spiegel gleich viel für eine Printausgabe zu zahlen. Ich würde für ein komplettes Jahresabo mit allen Inhalten 100 – 150 Franken zahlen (für die FAZ, die Süddeutsche oder eben die NZZ).
  2. Zum Lesen von Büchern, v.a. Klassikern. Total ärgerlich ist hier, dass Apple in der Schweiz noch keine kostenpflichtigen Titel bereitstellen kann.
  3. Zum Schauen von Videos. Im Gegensatz zum iPhone sehr gutes und großes Display, das aber bei Tageslicht unmöglich spiegelt.
  4. Während der WM schaue ich oft auch TV drauf (z.B. als Zweitscreen neben dem PC, oft auch für Twitter), aber generell schaue ich kein Fernsehen, also kein wirklich bedeutender Punkt.
  5. Als mobiles Internet- und Mailgerät; v.a. für einen Wochenendausflug, auf dem mir der Laptop zu schwer ist. Störend ist dabei, dass man gezwungen wird, Safari zu brauchen – ich benutze sonst Chrome und ab und zu Firefox, habe alle Passwörter darin abgelegt und lasse die Werbung blocken. Diesen Komfort vermisse ich auf dem iPad.

Fazit aber generell: Hätte ich es nicht mehr, das iPad – ich würds kaum vermissen. Neues iPhone oder iPad kaufen – meiner Meinung nach hands down das neue iPhone; schon nur wegen der Kamera. Soweit diese Bilanz – die noch um das ergänzt sein soll, was das Luxusmagazin «Z» so wundervoll formuliert hat (klicken, dann wirds schön groß):

Anleitung: iPhone und iPad jailbreaken

Anleitung: Jailbreaken

Was ist jailbreaken? Grundsätzlich die Modifikation der Software auf Apple-Geräten (iPhone, iPod touch, iPad), so dass Programme und Dateien geladen werden können, die Apple nicht im AppStore zulässt.

Mit gewissen Methoden ist es zudem möglich, die Bindung des iPhones an bestimmte Mobilcarrier (Swisscom, Orange) zu umgehen, und das iPhone mit einer beliebigen SIM-Karte zu benutzen. — Diese Anleitung wurde auf Wunsch von Anonymous erstellt.

  1. Methode für einen dauerhaften Jailbreak aller Apple-Geräte inklusive iPad, unabhängig von der Firmware-Version:
    a) Voraussetzungen: iTunes Version 9, aktiviertes Gerät (iPhone), kein Jailbreak installiert
    b) Gerät synchronisieren mit iTunes
    c) Hier die richtige Version runterladen: http://spiritjb.com/ (Windwos, Mac oder Linux) und installieren
    d) Gerät anschließen und auf den Knopf drücken.
  2. Methode um iPhone unter einem anderen Carrier laufen lassen zu können:
    a) ist eine komplizierte Geschichte, abhängig von der aktuellen Firmware (geht einfacher mit Firmware 3.1.2 als 3.1.3) und vom Gerät (neueste Modelle 3GS erschweren den Jailbreak)
    b) deshalb: Möchte ich keine Verantwortung übernehmen und verlinke auf:
    c) Redsnow: http://wikee.iphwn.org/howto:rs9
    d) Pwnage-Toold: http://blog.iphone-dev.org/post/376648600/pre-game-show
    e) Kommentar: Beide ermöglichen m.E. brauchbare, aber aufwändige Jailbreaks. Mit jedem Update der Firmware sind aufwändige Updates verbunden, ich brauchte mit diesen Methoden jeweils bis zu einem Tag, um das Gerät wieder voll funktionstüchtig hinzukriegen.

Diese Informationen sind heute, 17. Juni 2010 aktuell. Das Erscheinen von OS 4.0 für mobile Apple-Geräte wird das ganze Spiel verändern.

…ob ich ein iPad kaufen werde

Die Frage, ob ich ein iPad kaufen werde, dürfte von Leuten, die mich kennen, kaum ernst genommen werden: Die Frage dürfte nur sein, wann ich denn eines kaufen werde.

Dennoch möchte ich diese Frage kurz erörtern, da sie fast symbolischen Gehalt hat – und einfach mal kurz auflisten, was denn dagegen spricht.

1. Infantilisierung der User.
Cory Doctorow, eine Art Internetlegende, hat energisch Gründe präsentiert, warum man kein iPad kaufen soll. Bottom Line: Apple behandle die Konsumenten, als entsprächen sie der sprichwörtlichen eigenen Mutter, also einer Person, welche in Bezug auf Technik unwissender und lernunwilliger nicht sein könnte. Man verstehe bzw. besitze, so Doctorow, ein Gerät erst dann, wenn man es öffnen könne; und lernen würde man ohnehin nur, wenn man selber Software für ein Gerät schreiben könne.
Natürlich musste ich an die Zeiten zurückdenken, als ich auf einem Intel-268er-Gerät jeweils die autoconfig.bat und andere Dateien im Texteditor mit kryptischen Befehlen modifizieren musste, um die Ram-Struktur dahingehend zu gestalten, dass ein Stück Software auch funktionierte – und kann gerne zugeben, dass ich dabei etwas gelernt habe.
Aber wenn Doctorow gerade den Tech-Bloggern vorwirft, Geräte deshalb euphorisch zu besprechen, weil es Geräte seien, die nur Tech-Blogger bräuchten: Dann kann man wohl auch sagen, dass die wenigsten Leute beim Gebrauch eines Gerätes etwas über Informatik oder sonstwas lernen wollen, sondern einfach das Gerät zu einem bestimmten Zweck einsetzen wollen.
Fazit: Ein iPad kaufte ich um Medien zu konsumieren – und nicht, um es aufzuschrauben. (Doctorow wirft dem iPad insbesondere vor, es mache die Benutzer zu Konsumenten…)

2. Widerstand gegen die Allmacht Apples.
Apple (und natürlich auch Google) sind so starke Player, dass befürchtet wird, sie könnten das Internet in eine Art restaurative Phase zwängen: Da man Inhalte nur noch via Apple und Google verbreiten und bewerben und und und kann, bestimmen diese Firmen, wie das Internet auszusehen hat. Darum geht es tatsächlich teilweise: Während Google die Werbung teilweise monopolisiert hat, schuf Apple einen attraktiven Weg, Content zu bezahlen und zu verkaufen; was vor iTunes und dem AppStore nicht geklappt hat. Wenn nun mit dem iPad noch die Printmedien dazukommen, dann müssen Inhalte nach den Richtlinien von Apple gestaltet und verkauft werden.
Doch auch diese Befürchtung ist etwas kurzsichtig. Mit jeder Innovation, welche Kunden dazu gezwungen hat, sich beispielsweise Software nur kostenpflichtig anzueignen (Disketten, CD-Roms, Kopierschutz), entstand sofort auch eine Umgehung dieser Pflicht. Heute sind digitale Inhalte aller Art auf verschiedenen Wegen kostenlos erhältlich – auch Printmedien (ich kann beispielsweise jede Ausgabe des Spiegels am Tag seines Erscheinens runterladen, ohne einen Cent zu zahlen). Diese Tendenz können weder Google noch Apple aufhalten, zumal Browser noch immer die zentrale Technologie sind und es ermöglichen, Inhalte ohne jede Form von Zensur anzubieten und aufzufinden.

3. Zensur.
Apple schliesst gewisse Apps aus, aus Gründen, die nicht immer nachvollziehbar sind. Also – so sagen viele Leute – hat Apple die Zensur beim iPhone und iPad eingeführt.
Falsch, sage ich: Zensur ist, wenn die Verbreitung von Programmen und oder anderen Inhalten nicht möglich ist. Apple sagt lediglich, innerhalb des AppStores dürften die nicht angeboten werden. Niemand hat je einen Grossverteiler der »Zensur« bezichtigt, weil er kein Kokain im Angebot hat und es auch nicht aufnehmen will – und genau so agiert Apple. Der AppStore garantiert den Benutzern, dass ein gekauftes Stück Software sich problemlos installieren lässt und dass man sein Geld zurück erhält, wenn es das nicht tut. Zudem ermöglich es, Software mit minimalen Vertriebskosten an die Kunden zu bringen.
(Wie absurd der Vorwurf der Zensur ist, wird dann deutlich, wenn die Bedeutung von Internetpornographie und Apples strikter Ausschluss pornographischer Produkte bedacht wird.)

4. Preis/Leistung I.
Apple-Laien begegnen mir immer wieder mit dem Argument: »Mein krasses Windows Y-Tablet-irgendwas hat imfall 300 Speicher und 700 Geschwindigkeit und erst noch eine 15 Megairgendwas-Kamera, während dein Apple – wie viel hat das überhaupt ? Und gekostet hat es auch viel weniger.« Antwort: I couldn’t care less. Mein Apple-Dings kostet vielleicht viel, aber es poppen nicht alle zehn Sekunden Fehlermeldungen auf, ich muss keine Software installieren, wenn ich einen Memory-Stick anschliesse und es tut generell das, was ich von ihm erwarte. Daher ist es so viel wert, wie es kostet.

5. Preist/Leistung II.
Vielleicht haben mir die geduldigen LeserInnen, die bis hier ausgeharrt haben, nicht zugetraut: Aber es gibt tatsächlich ein Argument gegen den Kauf eines iPads, und es geht um den Preis und um die Leistung.
Mit dem iPad kann ich nichts, was ich mit meinen Geräten jetzt nicht auch schon könnte – vielleicht nicht so praktisch, aber ich kann. Und ein iPad kostet so viel wie eine Tonne Reis kostet. Natürlich will ich keine Tonne Reis, aber vielleicht gibt es auf der Welt 1000 Leute, die gerne je ein Kilo hätten. Und zwar lieber, als ich ein neues iPad. Und das ist, wie ich finde, ein ziemlich gutes Argument.

Sollte ich – und diese Bemerkung ist eine Art Versicherung – nun doch bald ein iPad haben, so zeigt dies ein weiteres Mal, wie schwach Menschen sind, wie wenig ihnen grundlegende Einsichten bedeuten und wie wenig Moral es gäbe, wenn man das Verhalten von Menschen als Maßstab für ihre Überzeugungen nehmen dürfte.