Waldbrand

Das ist mein neues T-Shirt (zum Glück sieht man auch meine Muskeln so gut). Es macht mich glücklich und zufrieden und ist sowas von politisch korrekt.
(Und geschenkt hab ichs auch bekommen, dankedanke.)

Schmerzhaft


Nun ist er also tätowiert, mein Arm, ach, was sag ich, meine beiden Arme, mein ganzer Oberkörper und selbst die Regionen, über die es mein Anstand zu sprechen verbietet, mit Farbe getränkt, vollbusige Weiber, düstere Piratenschiffe und derbste Sprüche überziehen mich. Wer das auch möchte, soll sich doch hier mal umsehen; ist also auch gleich ein Kauftipp.

(Dabei ist mir noch das in den Sinn gekommen, das gehört ja auch mal in diesen Blog:<) (Klammer geschlossen, nämlich).

Das ganze Blogspiel

„Wotsch en Brief, so schribsch en Brief“, hiess es doch mal. In einer Zeit, wo mich 16-jährige fragen, was A-Post sei, ist ein solches Diktum natürlich schon etwas passé. Aber wenn man im ganzen Blogspiel bestehen möchte, d.h. eine treue Schar Lesende um sich versammeln möchte, so müsste man andere Blogs lesen, kommentieren und so seinen Blog anpreisen; das gleiche Prinzip wie ehedem also, mein meine Blogberatung. Da es für solche Angelegenheiten an Zeit nie mangelt, gibt es nur ganz prinzipielle Probleme – wie will man sich mit seinen Kommentaren positionieren? Kommentiert man Dutzendblogs auf der Jagd nach Aufmerksamkeit, oder wagt man sich an die herausragenden Prachtsexemplare, wo sich die „Weisheit der vielen“ tummelt?

Kaffeesorgen


Aufgrund einer leichten Unpässlichkeit verzichte ich heute auf Kaffee – und habe in meine Thermoskanne Tee gefüllt, der aus zwei Gründen kaum trinkbar ist: Erstens hab ich den Beutel zu lang dringelassen, zweitens war bisher nur starker Kaffee drin und nun schmeckt der Tee (Pfirsichschwarztee) wie ein Kaffeemischgetränk. So was trink ich während der Fahrt in der S-Bahn.
Und ich glaube auch vermelden zu können, dass sich an kaffeelosen Tagen eine Art Schleier über mein Hirn und meine Wahrnehmungsorgane legt. Alles kommt mir etwas gedämpft vor, wie wenn ich ganz lang oder ganz kurz geschlafen hätte. Kaffee kann einem kaum gut tun.

Turbohaler

Ich inhaliere nun jeden Morgen, da ich ab gestern offiziell Asthmatiker bin. Nach meiner Arztvisite weiss ich nun auch, welche Phänomene sich unter die „Asthmasymptomatik subsumieren lassen“, was der Unterschied zwischen „extrinsischer und intrinsischer Asthma“ ist und wie man etwas „ex iuvantibus“ diagnostiziert. Das wird an meinem Beispiel nun durchgeführt, ich inhaliere am Morgen und am Abend. Und der Inhaler, man wagts fast nicht zu sagen, gleicht einem Phallussymbol (einem sehr kleinen aber). Ich muss da mal ein Bild posten.
(Fast vergesse ich, meine tiefschürfenden Meinungen zu den Kosten im Gesundheitswesen und zur Ausbildung von Ärzten einzufügen, aber das vielleicht ein ander Mal.)

Ausrichtung dieses Blogs

Die Frage, ob keine Ausrichtung der Ausrichtung aller Blogs entspreche, ob ich quasi den heute-Durchschnittsmix repräsentiere (ein bisschen Meinung über irgendwas, etwas Promitalk, Tech-Buzz und ab und zu ein Zitat), lässt mir keine Ruhe.
Was ich mache, muss doch irgendwie originell, einmalig, lesenswert sein – könnte man denken. Eventuell denkt man dann falsch, befürchte ich gerade. Dem sagt man wohl eine Blogkrise.

Demokratie im Test

Churchills Bonmot, wonach die Demokratie unter den schlechten Regierungsformen die am wenigsten schlechte sei, wird von verschiedenen Tests immer wieder infrage gestellt.
Gewisse Abstimmungen sind grundsätzlich nur Überprüfungen, ob die Stimmberechtigten mit ihren Rechten zurecht kommen. Das ist nicht immer der Fall. Ein weiteres Beispiel wird die Abstimmung über das sog. Offroader-Gesetzt bieten. Welcher vernünftige Mensch kann wollen, dass solche Gefährte auf unseren Strassen verkehren? Gewiss, man kann eine gewisse Grundfreiheit (ich darf alles besitzen, was ich will, brauchen, was ich will) ins Feld führen, doch scheint eine Form der Freiheit, die in der Bodenfreiheit und im Hubraum meines motorisierten Gefährts begründet liegt, etwas leer zu sein. Gesucht wäre also ein vernünftiges Argument gegen ein solches Gesetz. Wie z.B. (das ist einer meiner Klassiker) ein vernünftiges Argument dagegen, dass alle Autos, die in der Schweiz verkauft werden, bei 120 km/h abgeriegelt werden – oder gegen eine Einheitskrankenkasse (ganz grundsätzlich) – oder gegen den Abzug der Steuern direkt vom Lohn – oder gegen, ein grundsätzliches Verbot von Haustierhaltung aus Tierschutzgründen, oder einer obligatorischen CO2-Abgabe auf Flugtickets… Ich wage gar nicht an all die Verbesserungen zu denken, die ich der Schweiz in einem politischen Amt bringen könnte.