Bump bumb bump

Mein last.fm-quilt.

So, das muss mal wieder sein.

Mika: Life in Cartoon Motion


An dem Album ist alles unmöglich: Angefangen vom Cover über die Falsettstimmen, die Kinderchöre, die Lyrics („sucking too hard on my lollipop“; „relax, take it easy“) und die Zitate, die immer und überall vorhanden sind – und eigentlich auch der Typ selbst, seine Biographie – nichts entspricht dem, was man für möglich halten würde. Deshalb ein eigentlich recht erstaunliches Album, das ich mir unerwarteterweise schon mehrmals angehört habe – und mich immer noch ein wenig schäme (gut, wenn ich dazu heute lese, gehts eigentlich noch mit dem Schämen).

Valeska

Ein Tipp: Valeska und ihre Band. Auf myspace kann man sich ein paar Songs anhören – gestern war das letzte von drei Konzerten im Fjord in Baden und man kann nur hoffen, bald mehr und öfter von Valeska zu hören. Die Frau kann singen, dichten und steht auf der Bühne, als ob sie das schon jahrelang täglich gemacht hätte. Zudem eine ganz starke Band. Schnell, schnell, ein Album!

Bright Eyes: I’m Wide Awake It’s Morning

Habe schon lange kein Album mehr so intensiv gehört wie diese Platte von Bright Eyes, zuletzt vielleicht noch das von Gnarls Barkley.
Die Songs haben so einen lockeren Country-Folk-Groove, der einen nicht so mitreissen könnte. Zwei Dinge faszinieren mich besonders: Erstens die Lyrics, die ungefähr das Intelligenteste sind, was ich Amerikaner schon zur politischen Situation habe sagen hören. Die Verbindung von Privatem und Politischem, die immer unsichtbarer wird, so scheint mir, wird wunderbar hervorgehoben, vor allem in „If You Walk Away, I’ll Walk Away“ (nicht ganz sicher, ob der Song so heisst), aber auch in anderen Texte. Die Motive wandern durch die Texte, der Radiowecker kommt immer mal wieder vor, die Fernsehbilder – und die Geschichte wird immer mitgetragen.
Zweitens entgleisen die Songs auch mal ganz leicht, sie fallen aus dem Schema, der Beat wird zu hart, die Silben passen nicht in den Rhythmus, immer dort, wo der Song auch inhaltlich entgleist. Selten ist mir bei Liedern ein solch lyrisches Moment bewusst geworden.
Bevor ich zu stark ins Schwärmen komme, stöpsle ich mir die Kopfhörer rein.