Who is this man?

Das Bild sollte Omar Basseo zeigen (der mit dem grünen Polo Shirt und den schlecht sitzenden Hosen), einen 29-jährigen Schmied aus der Schweiz, der nie weiter als 50 Kilometer von seinem Wohnort weggereist ist.
Beim ersten Mal spielen auf dem Internet hat er einen Jackpot gewonnen, den er in London abholen durfte (bei einem Model, einem Leibwächter und einem als Slotmachine verkleideten Nerd, wie das Bild zeigt).
Das Problem dabei wird wohl sein, dass es den Mann gar nicht gibt – einfach mal so behauptet. Die Story erschien in der Schweiz nur in heute, obwohl sie von irgendwelchen Marketingleuten übers ganze Netz gespamt worden ist. Promo als Newsstory, ein alter Trick, immer mal wieder angesagt.

Add-on: In 20minuten wurde der gute Herr auch erwähnt und abgebildet (das Lachen lässt erst recht auf einen zweitrangigen Pornostar schliessen, der Eindruck des Gurtes wird vollumfänglich bestätigt.)

Tammi

Nun bin ich noch davon abhängig: http://4chan.org/

Da müsste man mal eine kleine Forschungsarbeit darüber schreiben: Ein anonymes Forum, das eine Art Verhaltenskodex aus subsistenten Normen erarbeitet hat, der sich einerseits rapid schnell verändert, andererseits dokumentiert wird, und zwar auf eine Weise, die zwar klar, aber doch wieder nicht erlernbar ist. Möchte gern aufhören.

Apropos aufhören: Mit heute, Seite 2 muss man auch aufhören. Fabienne schreibt eine schweizerdeutsche Einladung (wusst ichs doch, dass heute bals auf Schweizerdeutsch erscheinen wird) an eine Party (wer ist Fabienne schon wieder?) und Nora Hesse (wer ist das?) besucht eine Party, an der Beyoncé war. Aufhören, aufhören, aufhören.

Mika: Life in Cartoon Motion


An dem Album ist alles unmöglich: Angefangen vom Cover über die Falsettstimmen, die Kinderchöre, die Lyrics („sucking too hard on my lollipop“; „relax, take it easy“) und die Zitate, die immer und überall vorhanden sind – und eigentlich auch der Typ selbst, seine Biographie – nichts entspricht dem, was man für möglich halten würde. Deshalb ein eigentlich recht erstaunliches Album, das ich mir unerwarteterweise schon mehrmals angehört habe – und mich immer noch ein wenig schäme (gut, wenn ich dazu heute lese, gehts eigentlich noch mit dem Schämen).

Mal wieder

So, nach längerer Stille, mal wieder was hier.
Kutti MC hat war einen unschlagbaren Artikel im züritipp über Snoop Dogg (der heute in Zürich ist) geschrieben und dann war ich auch noch in den Bergen, mit 55 Jugendlichen, einem Mietwagen und ein paar Dutzend Schokoeier – aber ich muss mich doch aufs Wesentliche konzentrieren: Auf Murat Yakin. Hab mir grad mal seine Homepage angesehen, dann auch gleich die von Haki und die von Muris Freundin Anja Müller (die Homepage hat die URL anjam.ch und trägt den Fenstertitel „layout“). Bin beeindruckt.
Aber zur eigentlichen Story: Muri schreibt in seiner Kolumne im heute, «Vogel ist ein kleiner, bösartiger Intrigant». Die Weltwoche schreibt daraufhin, 1. habe Yakin das nicht selbst geschrieben und 2. wisse er gar nicht, was in seiner Kolumne steht.
Worauf Yakin in heute dazu Stellung nimmt und dabei 1. zugibt, die Kolumne nicht selber zu schreiben und 2. sie auch nicht zu lesen, wenn sie fertig gedruckt ist. Er segne aber jedes Wort persönlich ab. Yakin ist ein gutes Beispiel für das Mass von Intelligenz, das nötig ist, um in Fussballkreisen Karriere zu machen. Man schaue sich mal Trainer vom Kaliber eines Ciriaco Sforza oder eines Rene van Eck an. Nicht zu vergessen Köbi Kuhn, sympathischerweise graubehaart, aber deswegen nicht schlauer, kommunikativer oder strategisch innovativer als oben Genannte.

Ausrichtung dieses Blogs

Die Frage, ob keine Ausrichtung der Ausrichtung aller Blogs entspreche, ob ich quasi den heute-Durchschnittsmix repräsentiere (ein bisschen Meinung über irgendwas, etwas Promitalk, Tech-Buzz und ab und zu ein Zitat), lässt mir keine Ruhe.
Was ich mache, muss doch irgendwie originell, einmalig, lesenswert sein – könnte man denken. Eventuell denkt man dann falsch, befürchte ich gerade. Dem sagt man wohl eine Blogkrise.

Soweit musste es kommen

Mit diesen Worten wird auf meinen Blog verlinkt:
„Habt ihr einen Blog, aber euch fehlen die Leser? Dann hackt ein bisschen auf «heute» herum. Dies kann nun doch jeder, nicht wahr?“
Hab mir schon fast gedacht, das heute-Bashing müsse eine Ende nehmen, aber dann liegts halt doch wieder so verführerisch in der S-Bahn und ich ertappe mich beim Tippen.

Der homosexuellste Mann

heute berichtet gestern (S. 18) über den „homosexuellsten Mann“ im Supermarket, der sich am Wochenende angeblich schamlos an eine Blondine rangemacht hat. Nun wissen wir auch, dass sexuelle Präferenzen graduell zu sehen sind. Man fragt sich, was wohl der heterosexuellste Mann an diesem Anlass getrieben hat und wie es wohl den wenig homosexuellen Frauen ergangen ist.