Der Super-Aggregator: Ein Gedankenspiel

Wenn man über das Twitter-Angebot des »Newsmän« nachdenkt – wie ich das kürzlich getan habe – und sich schon nur seine Instacurate-Seite ansieht, also eine Art Magazin mit Anrissen von all den Links, die er verschickt, dann liegt ein Gedankenspiel nahe:

Warum nicht einen Super-Aggregator entwickeln? Eine Seite, die auf eine Vielzahl von per Link abrufbaren Texten verweist, die mit Kategorien, Tags und Ressorts geordnet werden könnten. Viele Arbeitsschritte wären auslagerbar oder automatisierbar (z.B. das Extrahieren aller Links aus den entsprechenden digitalen Angeboten). Mit Werbung könnte der Aufwand wohl locker finanziert werden; zumal eine schlau gemachte Seite (auf Bedürfnisse der User anpassbar, mobil nutzbar, mit Archiv- und Später-Lesen-Funktion) siche viele Stammleserinnen und Stammleser finden dürfte.

Selbst wenn die Möglichkeiten, eigentlich kostenpflichtige Artikel auf Social Media zu teilen drastisch eingeschränkt werden sollten, wäre das Angebot attraktiv. Fast alle Texte werden leicht verzögert online publiziert und wären mit entsprechenden Kategorien leicht auffindbar oder gar abonnierbar; zudem könnte die Seite leicht auch Vorschläge von Userinnen und Usern aufgreifen (z.B. den Twitter-Feed gewisser Konten direkt auf entsprechende Texte überprüfen und diese aufnehmen).

Ein solcher Aggregator ist in der Schweiz wohl legal und für die Anbieter der Texte wohl nicht einmal schädlich – geht es ja darum, dass ihre Texte leichter gefunden werden können.

Meine Frage also: Wäre das denkbar oder übersehe ich etwas Entscheidendes?

Bildschirmfoto 2013-01-20 um 19.54.23

6 thoughts on “Der Super-Aggregator: Ein Gedankenspiel

  1. Solch einen Aggregator Newsletter mit IT-News (alle 30 wichtigen Meldungen d. Tages) hatte ich einmal entwickelt und liess um 9.00, 13.00 und 17.00 Uhr den Newsletter mit Filterfunktion nach Software, Hardware, Neu im Internet, Kommunikation und Firmen-News täglich raus. Im Jahr 2005 hatte ich damit auf der Plattform newsbyte.ch eine Reichweite von 25’000 täglichen Lesern. Im Fazit war der Aufwand obwohl Simpel doch für die Katz, 90 Prozent der Leser wollten alle Meldungen.
    Es gab schon viele solche Ansätze, das grosse Problem dabei ist aber der Faktor Wiederholung. Wenn ich NZZ, Tagi und Tageswoche in einen Newsaggregator nehme habe ich viele Meldungen dreifach und das ist nur von einem Mensch erkennbar, womit das ganze System Human-abhängig ist. Da müsste also noch ein Tiefenfilter dazu, der auch die erkennbaren Wiederholungen filtert und es müsste einstellbar sein ob ich der NZZ, dem Tagi oder der Tageswoche den Vorzug gebe.

    Im Prinzip alles machbar und Web 3.0-Standard, ich glaube aber nicht an den Erfolg.

    • Ja, die Frage hab ich mir auch gestellt.
      Ich stelle es mir halt wie eine persönliche Zeitung vor (in der auch bei Google nicht gelistete Artikel auftauchen). Es ginge zudem nicht von der Suche aus, sondern von Ressorts etc. Eher Google Currents, aber eben auch mit nicht öffentlich einsehbaren Links…

      • Gibt der User die „nicht öffentlich einsehbaren Links“ das erste mal selber ein und jedes weitere mal holt sich die Plattform selbst die Updates?

      • Die müssten aus iPad-Apps etc. gezogen werden. Weiß nicht, wie einfach sich das automatisieren lässt. Outsourcen wohl sehr leicht.
        (Ich meine: Jeden Artikel aus der Tagi/NZZ/AZ etc.-App befreien…)

      • Aha, ok jetzt verstehe ich. Eigentlich keine schlechte Idee, aber NZZ & Co. haetten da wohl keine Freude, da sie dann selbst nicht mehr „die Accounts“ in der Hand haben und so Freunde/Gruppen sich einen Account teilen koennten.

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