Das LaTeX-Prinzip – und warum ich noch bei Apple bleibe

Ich bin ein technik-affiner Mensch, aber kein Informatiker. Als ich in meinem MacBook Air kürzlich die Batterie ersetzen ließ, meinte der Apple Shop Mitarbeiter, er habe noch kein Gerät mit so vielen Ladezyklen gesehen. Heißt: Ich nutze Laptop und Smartphone recht intensiv. Mehr brauche ich nicht. Aus Komfortgründen habe ich mir zu Weihnachten ein Kindle-Lesegerät gekauft, bisher lese ich aber Kindle-Bücher auf dem iPhone und am Laptop, geht für mich bestens.

Heute habe ich mich entschlossen, mich nach einer Alternative zu Apple umzusehen. Ich nutze mehr und mehr Google Produkte und bin von neuen Google Apps begeistert: Die neue Maps-App für iOS ist hervorragend, die Entwicklungsschritte bei Google+ und bei Google Drive sind beeindruckend. Logisch wäre also, Geräte zu nutzen, welche die Google Tools noch stärker integrieren können.

Von Geräten erwarte ich eigentlich zwei Dinge:

  1. Sie sollen möglichst zuverlässig sein: Gute Akkus, hochauflösende Geräte, gute Kameras, robuste Gehäuse, zuverlässige Eingabeinstrumente.
  2. Sie sollen mir wenig bis gar keinen Aufwand machen. Ich will automatische Syncs, Updates mit einem Klick und keine Abstürze, Neu-Installationen, kein Gebastel. Ich will Default-Einstellungen, die funktionieren. Ich will einfach nicht an Dingen rumschrauben müssen, die andere für mich einstellen können.

Dieser zweite Punkt ist nicht eine Apple-Mentalität, sondern eine LaTeX-Mentalität. Als Textverarbeitung setzt LaTeX-Dokumente so, dass sie gut aussehen. Die Benutzer müssen sich ums Layout überhaupt nicht kümmern, weil sie das auch nicht gut können.

Ein mit LaTeX gesetztes Dokument.

Ein mit LaTeX gesetztes Dokument.

Genau dasselbe erwarte ich von einem Betriebssystem – mobil und auf dem Laptop. Es soll das für mich machen, was ich nicht kann. Speicher optimieren, Updates installieren, das System stabil und schnell halten. Files so indizieren, dass ich finde, was ich suche – und zwar schnell. Mir Menus und Strukturen anbieten, die sich selbst erklären, die so einfach wie möglich sind und trotzdem funktional.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass es in Bezug auf meine Erwartungen momentan keine besseren Geräte als ein MacBook Air und ein iPhone gibt. Beide habe ich nun schon seit über zwei Jahren. Ich pflege sie nicht. Ich trage das MacBook Air in meiner Tasche rum, ohne Schutzhülle. Ich lasse das iPhone fallen, trage es in meiner Hose, ohne Schutzhülle, ohne Folie. Die Geräte zeigen kaum Gebrauchsspuren, die Systeme laufen stabil und schnell. Es gibt keinen Müll, keine spürbare Verlangsamung.

Ich will mit diesem Post niemanden überzeugen, sondern die Frage stellen: Welche Geräte wären es denn, die ich in Betracht ziehen solle als Alternative? Macht Apple wirklich so viel falsch? Oder geht es hier einfach um Modeströmungen und Vorlieben?

2 thoughts on “Das LaTeX-Prinzip – und warum ich noch bei Apple bleibe

  1. Da bin ich Punkt für Punkt ganz deiner Meinung: Ich arbeite mit diesen Geräten und sie sollen gut funktionieren und allem voran: miteinander gut kommunizieren können. – Wenn mir etwas stinkt und zwar gewaltig stinkt, ist dieser ganze Community-Kindergarten, den die Giganten mitverantworten. – Diese Geräte sollen funktionieren und miteinander reibungslos kommunizieren können.

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