Ein kleiner Jahresrückblick

Auch dieses Jahr habe ich viel gebloggt. Um genau zu sein habe ich auf dieser Seite 135 Artikel publiziert, auf schulesocialmedia.com noch etwas mehr. Zeit, fünf Aspekte kurz rauszugreifen; Bilanz zu ziehen und allen Leserinnen und Lesern zu danken.

  1. Der Erklärbär: Die meistgelesenen Artikel.
    Dieses Jahr habe ich ACTA, SOPA, robots.txt und die US-Präsidentschaftswahl kurz erklärt. Offenbar kommt das an, gerade bei Netzthemen finde ich Blogs ein sehr geeignetes Medium, um Zusammenhänge verständlich darzustellen und so auf Probleme aufmerksam zu machen.
  2. Der meistkommentierte Artikel: Der Mode-Atheismus.
    Im März habe ich die Vereinigung der Freidenker in der Schweiz für ihren Umgang mit gläubigen Menschen kritisiert, daraus resultierten 73 Kommentare. Das Thema blieb aktuell, im so genannten »Gretchengate« zeigte sich, dass es im populären religionskritischen Diskurs an Bewusstsein, Reflexion und Respekt mangelt.
    (»gate« bezeichnet in Anlehnung an Watergate ein politisches Problem mit hohem Aufregungspotential in der Netzszene, »Gretchen« verweist auf völlig konfuse Art und Weise auf Faust I).
  3. Der persönlichste Artikel: Meine Liebe zur Schweiz.
    Im November habe ich über meinen Grossvater und mein Verhältnis zur Schweiz geschrieben, persönlicher, als ich das sonst tue.
  4. Die Weltwoche.
    Über die Weltwoche habe ich zu oft geschrieben und intensiv diskutiert. Mit wenig Erfolg. Die Zeitschrift und ihre Macher haben sich nicht geändert und sind auch etwas stolz drauf.
  5. Von der Politik zur Sache.
    Ich habe mir vorgenommen, von konkreten politischen Fragen etwas wegzukommen und Gegenstände zu diskutieren, die ideologisch (noch) nicht blockiert sind. Davon zeugt auch dieser Post mit einem Bild von mir

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Ich blogge gerne. Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen, sie auch später noch nachlesen zu können, Diskussionen zu führen, neue Perspektiven kennen zu lernen. Ich werde weiterhin bloggen und die Kadenz wohl ähnlich hoch halten. Aber ich möchte mich etwas aus unfruchtbaren Debatten entfernen, auch auf Twitter. Thematisch etwas breiter werden, mehr vermitteln. Weniger meine Meinung verteidigen und mehr mehrere Meinungen darstellen. Ob mir das gelingt, wird sich zeigen. Bloggen ist oft ein Reflex, der einem erlaubt, die Deutungshoheit zu erlangen. Gerade in der Auseinandersetzung mit Reda el Arbi hat sich das schön gezeigt, wie wir beide auf unseren Plattformen mehrmals versucht haben, unsere Position auszubreiten. Natürlich hatte nur ich Recht, wie immer, eigentlich. Aber man muss nicht auf jeden Unsinn, den jemand ins Netz geschrieben hat, reagieren.

Mein Vorsatz ist also: Viel bloggen, aber gelassen bleiben. Mal sehen.

Mir bleibt zu danken: Es freut mich, wenn meine Texte gelesen werden. Oft erhalte ich Rückmeldungen von Personen, die nicht aktiv kommentieren, sondern hier immer wieder vorbeischauen. Danke dafür. Danke auch für Kritik, für Anregungen, für die Bereitschaft, mitzudenken.

6 thoughts on “Ein kleiner Jahresrückblick

  1. Nochmals: Korrekt diesmal:
    Danke zurück für dein anregendes und thematisch vielfältiges Gedanken-Netz im Netz. Du webst es so, dass man sich nicht darin verfängt, sondern eigene Netze zu spinnen beginnt: Web-Arbeit vom Feinsten!

  2. Pingback: Ein Jahresrückblick. Oder so. | abhijit bossotto

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