Warum Angestellte von Medienunternehmen keine Blogs betreiben

Meine Meinung zur Bedeutung von Blogs in der Schweiz hängt damit zusammen, dass Blogs, die von bezahlten Journalistinnen und Journalisten verfasst werden, meiner Meinung nach keine Blogs sind. Selbstverständlich gibt es oft gelesene »Blogs« auf den Plattformen von Newsnet – so z.B. der exzellente neue »Blog« von Constatin Seibt, Deadline – und die lösen auch Diskussionen aus, präsentieren attraktive Themen und sind eine Bereicherung für das Internet.

Dennoch sind es nur Blogs in Anführungszeichen. Blogger reden für sich. Wenn sie »ich« sagen, meinen sie sich selbst als Privatperson. Sie sprechen nicht in einer Rolle als Angestellte oder Angestellter eines Medienunternehmens, sie orientieren sich an den eigenen Meinungen, Interessen, Erfahrungen. Sie schreiben aus verschiedenen Gründen ins Internet – aber nicht primär deshalb, um Geld zu verdienen. Sie diskutieren mit ihren Leserinnen und Lesern – und lassen nicht Kommentare auf ihre Post niederprasseln, die von Praktikantinnen und Praktikanten noch halbwegs gelesen werden können. Sie nehmen sich den Themen an, die sie selbst interessieren. Sie sind verantwortlich für ihren Content – er gehört ihnen, kann gelöscht werden, verändert, bewegt.

One thought on “Warum Angestellte von Medienunternehmen keine Blogs betreiben

  1. Pingback: Relevante Geschichten aus Schweizer Blogs | Warum alles auch ganz anders sein könnte.

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