»links« – Gedanken zu einem Begriff

Ich mag es nicht, als »Linker« bezeichnet zu werden. Das hat drei Gründe: Erstens erscheint es mir als eine Abwertung meiner Haltungen und meiner Denkweise, weil sie als Resultat einer Art politischen Infektion betrachtet werden. Zweitens werden die Haltungen auf finanzielle Interessen reduziert: »Linke« sind staatsgläubig, weil sie vom Staat finanziell abhängig sind. Diese Reduktion ärgert mich natürlich besonders, weil ich meinen Lohn tatsächlich vom Staat beziehe. Gleichwohl ist es ein unredliches Argument, weil es nicht meine Aussagen, sondern meine Person in den Blick nimmt. Drittens ist der Begriff negativ konnotiert: »Linke« sind »Nette« und damit auch naiv, weltfremd, ignorant. Sie haben, so scheint es, gute Absichten, handeln aber so, dass sie das Gegenteil bewirken. Diese Konnotation geht zurück auf eine der ersten vielbeachteten SVP-Kampagnen, das so genannte »Messerstecher-Plakat« von 1993:

Betrachten wir der Vollständigkeit halber noch eine politologische Definition. In den Erläuterungen zur Parlamentskarte von Michael Hermann steht [pdf]:

«Links» steht für ein Staatsverständnis, das Wohlfahrt und Ausgleich ins Zentrum stellt, im «rechten» Staatsverständnis stehen dagegen Ordnung und Sicherheit im Fokus. Die Links-Rechts-Achse kann dabei nicht auf den Nenner «mehr oder weniger Staat» reduziert werden. Die Parlamentarier im rechten Spektrum des politischen Raums setzen jedoch die Prioritäten anders als jene des linken. Statt für den Ausbau des Wohlfahrtstaats setzten sie sich für die Stärkung von Armee und Polizei ein. Entlang der Links-Rechts-Achse verlaufen ausserdem Abstimmungen zu Umweltschutz und zum Asylwesen. Die Parlamentarier auf der linken Seite des Raums stimmen dabei für mehr Umweltschutz und für ein an humanitären Prinzipien ausgerichtetes Asylwesen.

Auch diese differenziertere Begriffsverwendung ist für mich nicht befriedigend. Ich habe den Anspruch, Probleme zu analysieren, sie aus mehreren Perspektiven zu sehen und verschiedene Lösungsvorschläge zu prüfen. Den Haltungen, die ich dann einnehme, wird eine solche Klassifikation nicht gerecht. Was sagt es aus, wenn ich in einigen Fällen dafür bin, dass die Polizei gestärkt wird, in anderen Fällen dagegen? Was sagt es aus, wenn ich dafür plädiere, dass der Staat Armen dabei hilft, ein menschenwürdiges Leben zu führen, aber gleichzeitig auch sehe, dass es in einem sinnvollen Rahmen finanzielle Anreize braucht, um Leistungen zu erbringen?

Letztlich stört mich auch, dass in der Diskussion über politische Meinungen und die Gesellschaftsordnung oft ein falsches Dilemma eingesetzt wird: Wer sich an den Auswüchsen und Auswirkungen eines globalisierten, durch staatliche Eingriffe nur unzureichend gesteuerten Kapitalismus stört, fordert nicht eine politische Ordnung, wie sie im real existierenden Kommunismus herrscht und geherrscht hat. Es gibt nicht den einen, reinen Kapitalismus – und es gibt auch nicht nur eine Alternative. Es wäre wünschenswert, in Diskussionen auf der Ebene der Argumente zu bleiben: Nicht ideologische Verkürzungen einsetzen, nicht persönliche Umstände ins Spiel bringen und nicht historische Gegebenheiten heranziehen, die sich nicht direkt auf die Argumente beziehen.

* * * 

Anmerkung vom 24. Januar, 13.30:
Die folgende Passage war der ursprüngliche Schlussabschnitt des Posts. Ich finde ihn – nach der Diskussion in den Kommentaren – unglücklich. Ich hätte gerne Beispiele für beeindruckende gesellschaftspolitische Analysen, die zu einem Ergebnis geführt haben, das niemand als »links« bezeichnen würde.

Aber die Frage ist, ob eine präzise, auf Fakten beruhende, intelligente Analyse der gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten nicht automatisch zu einer »linken« Position führt, wie das gestern auf Twitter diskutiert worden ist:

Diese Frage ist echt: Immer wieder wird debattiert, ob es rechte Intellektuelle gibt. Damit meine ich insbesondere Denkende, die unabhängig sind und aus ihrer Ideologie keinen Profit schlagen, sondern mit und in ihrem Denken begründen. Vorschläge nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen.

24 thoughts on “»links« – Gedanken zu einem Begriff

  1. „Erstens erscheint es mir als eine Abwertung meiner Haltungen und meiner Denkweise, weil sie als Resultat einer Art politischen Infektion betrachtet werden.“

    Hm, also ein Abwertung deiner Haltung ist es nur dann, wenn du selbst „Links“ als Schimpfwort betrachtest. Dass in der Schweiz „Links/Linke“ für viele Leute negativ konnotiert ist, muss noch lange nicht heissen, dass man diese Konnotation auch übernehmen muss. Ich persönlich finde die Deklaration „Links“ weder als abwertend noch als das Resultat einer politischen Infektion. Es ist ein Label, eine Etikette, die hilft eine politische Position zu kategorisieren. Was vor langer, langer Zeit geheissen hat „Links“ zu sein (Arbeiterbewegung usw.), scheinen in der Schweiz viele Leute vergessen zu haben. Womit wir beim zweiten Punkt wären :)

    „Zweitens werden die Haltungen auf finanzielle Interessen reduziert: »Linke« sind staatsgläubig, weil sie vom Staat finanziell abhängig sind. “

    Linke sind nicht staatsgläubig, weil sie vom Staat finanziell abhängig sind. Staatsgläubig ist ein Begriff aus dem Vokabular der Neoliberalen Schule (nicht wertend gemeint). Genauso gut könnte man sagen: Linke glauben, dass der Staat in unserer Gesellschaft eine wichtigere Rolle einnehmen muss, als – heute vor allem – neoliberale Gruppierungen und Rechte Parteien dies propapgieren. Macht sie das automatisch vom Staat finanziell abhängig? Ich sehe nicht wie. Auf jeden Fall nicht mehr, als rechte Parteien.

    Dann noch zu Hermann’s Linkebegriff. Bitte aufhören damit. Ich verstehe nach wie vor nicht, weshalb die ganze Zeit diese Kategorisierung herumgereicht wird. Wen eine wissenschaftliche Sichtweise auf die Linke wirklich interessiert sollte sich zuerst Hanspeter Kriesis Analyse der Parteienlandschaften Europas zu Gemüte führen. Das trägt mehr zur Klärung dieses „Problems“ bei, als Hermann’s unsinnige Parteienlandkarte.

  2. Dass man diese Frage ernsthaft stellen kann, zeigt das Hauptproblem der linken Intelligentsia: Ein naiver und unbeabsichtigt arroganter Glauben an die eigene Erleuchtung. Schön zu beobachten auch bei den von Strauss beeinflussten Neocons (die interessanterweise ursprünglich Trotzkisten waren).

    „What is lost on the collectivists [… ]is the prime importance of individual freedom for societies to flourish and economies to thrive. This is the core insight of true liberalism: All individual freedoms are part of an inseparable whole. Political and economic liberties cannot be bifurcated.“ (Mario Vargas Llosa)
    http://tinyurl.com/7s8t543

    • Wäre Llosa also ein rechter Intellektueller? Er schreibt einen Abschnitt weiter oben:

      Then there are those who have coldly reduced all questions of humanity to a matter of economics and see the market as a panacea. In doing so they ignore the role of ideas and culture, the true foundation of civilization. Without customs and shared beliefs to breathe life into democracy and the market, we are reduced to the Darwinian struggle of atomistic and selfish actors that many on the left rightfully see as inhuman.

      http://online.wsj.com/article/SB10001424052970203687504577005983807718496.html
      — Könntest du etwas genauer ausführen, warum du die Frage so dezidiert zurückweist?

  3. Ein (im ursprünglichen Sinne) liberaler Denker zumindest. Und mit der Warnung vor dem Glauben ano eine perfekte Problemlösungsmaschine namens Markt hat er sicher auch recht. Linke Denker warnen hingegen selten vor der perfekten Problemlösungsmaschine namens Staat.
    Das Grundproblem, das ich bei linken Intellektuellen sehe, ist die Annahme, dass a) der Mensch (vornehmlich durch den Staat) formbar ist und dass b) die „Erleuchteten“ die Antwort auf die Probleme haben, wenn man sie denn nur walten liesse.
    Das ist ein grosser blinder Fleck, der dann eben zu solchen selbstüberschätzenden Fragen führt.

    • Ich bin mit der Kritik an diesen Annahmen durchaus einverstanden. Allerdings würde ich weder davon ausgehen, der Mensch solle durch den Staat »geformt« werden, noch behaupten, ich hätte Antwort auf alle Probleme.
      Ich kann mir vorstellen, dass meine Frage so interpretiert werden kann.
      Deshalb noch einmal ganz neutral: Was sind gute Beispiele für differenzierte Problemanalysen, die zu einer Position führen, die klar nicht als »linke« bezeichnet werden kann?

      • Es gibt sehr viele Beispiele, vornehmlich im ökonomischen Bereich. Viele Fehlanalysen werden auch von Rechten geteilt, da ist der Graben eher zwischen Liberalen und Protektionisten/Dirigisten im Allgemeinen zu finden.
        Mein Lieblingsbeispiel ist wohl Freihandel. Klar, er kann kurzfristig negative Effekte für die konkurrenzierte Industrie im Inland haben, mittel- und langfristig ist er aber für die ganze Gesellschaft von Vorteil. Ironischerweise führt Freihandel sogar zu einem Ziel, das von den Linken angestrebt wird, nämlich wachsendem Wohlstand für die Dritte Welt. Agrarfreihandel wird natürlich von links und von rechts bekämpft. Ein anderes gutes Beispiel sind Mindestlöhne, deren schädliche Auswirkung von den allermeisten Ökonomen, links oder rechts, bestätigt wird. Und ein ganz grosser blinder Fleck der Linken ist die Public Choice Theory, die den Traum einer weisen, gütigen Herrscherklasse demontiert.
        Aber eben, wie ars libertatis weiter unten sagt, eine wirklich neutrale Diskussion und Definition des „Wünschenswerten“ ist in der Politik eigentlich per se nicht möglich. Drum sind freie Meinungsäusserung und die Medien (auch dein Blog) so wichtig, weil nur der Dialog die Macht hat, den Glauben an die eigene Unfehlbarkeit zu erschüttern.

        PS: Interessant zum Thema Links-Rechts allgemein ist übrigens dieser Ted-Vortrag von Jonathan Haidt: http://blog.ted.com/2008/09/the_real_differ.php

  4. Lieber Philippe

    Ich störe mich genauso wie Du, an der verkürzten Sicht auf nur eine Achse, bei der politischen Beurteilung eines individuellen Standpunktes. Die Einordnung des politischen Individuums auf nur einer Dimension wird der heutigen Welt kaum gerecht. Einverstanden.

    Doch Du landest mit Deinem Artikel allerdings genau auch wieder dort. Indem Du die Frage stellst, ob „Rechte“ auch denken können, legitimierst Du diese Kategorisierung ja wieder. Kommt dazu, dass diese Frage sehr arrogant ist. Damit wird jedem, der nicht die „linke“ Position einnimmt, unterstellt, dass er entweder nicht nachgedacht hat, oder schlicht nicht dazu in der Lage ist, richtig zu denken. Das ist der Anfang eines totalitären Systems, dass es nur gut meint mit denen, die nicht selber denken können. (Nein, das ist kein unpassender historischer Vergleich, sondern eine Konsequenz dieses Menschenbildes.)

    Dann sei mir noch die Anmerkung erlaubt, dass die Frage ob ein politischer Richtungsbegriff positiv oder negativ besetzt ist, vom persönlichen politischen Standpunkt abhängt. Ein Cédric Wermuth würde Dich kaum negativ beurteilen, wenn Du ihm sagen würdest, dass Du ein „Linker“ seist. Oder anders herum, „Rechts“ ist bei den Leuten, die sich als „Links“ stehend bezeichnen genauso negativ besetzt wie „Links“ bei der SVP.

    Ich bezeichne meine politische Haltung übrigens als „klassisch Liberal mit einem gewissen Hang zum Anarchismus“. Ich fühle mich aber auch als Citoyen im Sinne der Aufklärung. Als Individuum mit sozialer Verantwortung. Als freier Mensch in einer offenen Gesellschaft, die immer von neuem, durch demokratische Prozesse gestaltet werden muss. Bin ich jetzt „rechts“ oder „links“? Eigentlich egal, aber auf jeden Fall würde ich nicht wollen, dass mir jemand die Fähigkeit zur eigenen „intelligenten“ Analyse und Meinungsbildung abspräche, nur weil ich nicht überall auf dieselben Antworten auf unsere gesellschaftlichen Fragen käme, wie Cédric Wermuth, Du, oder wer auch immer.

    Sapere Aude und Diversity rulez!
    Andreas

    • Danke für diesen präzisen Kommentar. Ich bin mit allem sehr einverstanden, auch mit der Kritik an meiner Frage. Ich würde sie sofort umformulieren, nun steht hier aber schon zu viel und ich lasse sie so: Tatsächlich verstärkt sie ein Muster, das ich gerade zu brechen suche.

      Den Vorwurf der Arroganz möchte ich aber von mir weisen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb meine Frage so wirkt. Ich würde sie neu so formulieren: Was sind gute Beispiele für differenzierte Problemanalysen, die zu einer Position führen, die klar nicht als »linke« bezeichnet werden kann?

  5. 1. Links und rechts sind kaum vielsagende Begriffe. Aber so ist es mit vielen politischen Begriffen: Liberal, Konservativ, grün, Kapitalismus, Demokratie, Menschenrechte.

    2. Links und rechts werden auch von Linken sehr gerne als Kampfbegriffe gebraucht. Man sehe sich nur all die Websites an, die „gegen rechts“ sind. Etliche Linke betrachten die rechte Seite des Spektrums auch nicht allzu differenziert, sondern schmeissen alles, was rechts, rechtsextrem, rechtsradikal, erzkatholisch, reaktionär, nationalsozialistisch, faschistisch ist, in einen Topf.

    3. Historisch gesehen sind wir alle links bis linksextrem.

    4. Natürlich gibt es rechte Intellektuelle. Intellektuelle gibt es in nahezu jeder Religion und Ideologie. Auch den Papst könnte man als intellektuell bezeichnen.

    5. Fragen wie die „ob eine präzise, auf Fakten beruhende, intelligente Analyse der gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten nicht automatisch zu einer »linken« Position führt“, lassen sich kaum neutral beantworten, da jeder, der über diese Frage nachdenkt, ideologisch voreingenommen ist. Wermuth genau wie Binswanger genau wie Müller.

    6. Ich halte den politischen Diskurs generell für vergiftet mit Arroganz und fehlender Demut. (siehe Binswanger und Wermuth) Statt sich bewusst zu sein, dass Politik eben viel mit Religion / Ideologie / Glaube / Philosophie zu tun hat, glauben etliche, dass ihre eigene Ideologie auf exakter Wissenschaft aufgebaut ist und frei von Ideologie und Voreingenommenheit und Indoktrination sei.

    • Danke für diesen Kommentar. Der Begriff »Intellektuelle« ist natürlich ebenso problematisch wie alle anderen Begriffe.
      Die Frage, ob Probleme ideologiefrei oder ideologiearm analysiert werden können, halte ich für nicht ganz so selbstverständlich. Mag sein, dass ich zu wenig demütig bin oder zu naiv: Wäre es nicht denkbar, dass sich z.B. die Frage entscheiden ließe, ob Klimaerwärmung teilweise menschengemacht ist? Im Moment tendiere ich dazu, das anzunehmen – weiß aber, dass die entsprechenden Forschungsresultate nicht unbestritten sind. Aber könnten wir nicht ein Kriterium finden, bei dessen Erfüllung wir uns auf diese Aussage einigen könnten – unabhängig von unserer Ideologie?

      • Ich möchte gerne trennen zwischen naturwissenschaftlichen und philosophischen Problemen. Die Erforschung des Klimas liegt in der naturwiss. Sphäre und somit kann man sich prinzipiell sehr gut auf Kriterien einigen, anhand derer man die Frage beantworten kann, ob das Klima tendenziell wärmer wird und inwiefern der Mensch dafür verantwortlich ist. Man kann ja einfach den Massstab nehmen, den man auch im Rest der Naturwissenschaften benutzt.

        Die Frage hingegen, inwiefern Staat und Bürger darauf reagieren sollen, ist philosophischer Natur. Und hier ist es dann ziemlich schwierig, (abstrakt) zu wissen, wie man eine mögliche Antwort überhaupt beurteilen sollte oder kann.

      • Die Trennung würde ich eher zwischen normativen und wissenschaftlichen Problemen ziehen, aber ich sehe ein, was du meinst. Grundsätzlich wäre es aber schon hilfreich, wenn man in wissenschaftlichen Belangen eine rationale Basis fände, um davon ausgehend über politische Konsequenzen zu streiten.

  6. Mir fällt auf, dass sich vor allem Linke schwer tun, wenn man sie entsprechend ihrer politischen Positionierung einstuft. Ich habe kein Problem wenn mich jemand als Rechter bezeichnet. Wenngleich ich mir bewusst bin, dass mir das Nachteile, Anfeindungen, Ausgrenzungen und Mobbing einbringt. Ich bin stolz darauf über genügend Rückgrad zu verfügen zu meiner politischen Position zu stehen. Wert lege ich einzig aufs Detail. So zähle ich mich beispielsweise nicht dem rechtskonservativen sondern dem rechtsliberalen Lager zu. Viele Leute sind leider nicht in der Lage diese beiden Lager zu unterscheiden. Auch Linke kann man differenzieren…es gibt Kommunisten (=internationale Extremisten), Nazis (=nationale Extremisten), PdA, Sozialdemokraten, Grüne, Grünliberale, BDP und CVP usw.

    • Ich muss etwas lachen. Da steht:

      Bürgerlich sein heisst:
      den Gedanken der Freiheit auf allen Stufen, so weit als möglich, vernünftig und anständig zu vertreten,
      Verantwortung übernehmen in Staat und Familie,
      sich demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln unterwerfen,
      überzeugt sein, dass der demokratische Rechtsstaat allein über das Gewaltmonopol verfügt und es einsetzen muss, um dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen,
      Unternehmungslust, Neugier, Fortschrittlichkeit mit positiven Werten kombinieren, Fleiss, Leistungsbereitschaft, Sorgfalt, Qualitätsbewusstsein, Selbstverantwortung, Sparsamkeit, Mässigung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Treue, Mut und Konsequenz sind solche Werte. Es sind Werte, die dauerhaft gültig sind und bleiben, die früher oder später immer zu ideellem und materiellem Erfolg führen.

      Bürgerlich denken heisst:
      unabhängig sein in allen Dingen, die der Bürger selbst tun kann,
      lernwillig und arbeitsfreudig sein,
      ständige Weiterbildung und Entwicklung der Persönlichkeit,
      Elternhaus und Schule müssen Keimzellen bürgerlichen Denkens sein.

      Dann wäre ich also ganz und gar bürgerlich. Da wusste ich bisher nicht.

    • Danke für den Artikel. Jetzt weiss ich auch, dass ich kein Bürgerlicher bin, da ich für die freie und nicht die soziale Marktwirtschaft bin. Und den Ausdruck „Keimzellen bürgerlichen Denkens“ finde ich ziemlich komisch. Fast schon schauderhaft.

  7. Philipp, du und bürglich? Du bist für mich ein Linker, der komplett ins Klischee eines Linken passt. Was schämt ihr euch überhaupt Linke zu sein? Wollt ihr euch von Andrea Stauffacher und Co. distanzieren? Ihr seid doch in bester Gesellschaft…70% der Bevölkerung kann man eindeutig dem linken Spektrum zuordnen. Wer nicht sicher ist, der soll sich im Zweifelsfall dem linken Spektrum zuordnen. Bürglich sein heisst gegen den Mainstream der Massenmedien, der Weltverbesserer, der Obermoralisten und Gutmenschen zu schwimmen.

    Linke sind urbane, junge, weltoffene und internationale Multikulti-Menschen, die sich für etwas Besseres halten. Sie halten sich für Weltverbesserer und haben daher einen höheren moralischen Anspruch für sich gepachtet. Linke kämpfen für Menschenrechte, Umweltschutz, Sozialismus, Nachhaltigkeit, eine offene Schweiz in der jeder Sans Papier und Scheinasylant mit Handkuss aufgenommen wird, Gleichmacherei, hohe moralische Ansprüche, philantrophische Ideale und das Gute.

    Rechte sind böse Menschen. Rechte sind rückständige, rurale alte Männer, meist Bauern ohne Schulbildung, die einen tiefen IQ haben und sich am liebsten in einem Reduit verbarrikadieren. Sie kämpfen für Marktwirtschaft, Demokratie, Liberalismus, das Böse, Umweltverschmutzung, Massenmord, Tyrannei, und alles Umenschliche auf dieser Welt….somit bin ich als Rechter ja so eine Art Antichrist, eine Verkörperung des Bösen…..und natürlich gibt es keine rechten Intellektuellen. Rechte sind ja alles stumpfsinnige Dumpfbacken, die für höhere geistige Weihen gänzlich ungeeignet sind. Fazit: Man sollte alle Rechten in den Gulag schmeissen und auf der Stelle exekutieren…dann hättet ihr Linken eine heile, geile Welt bei der alles perfekt und gut ist….der Heiland könnte dann zurückkehren und mit euch Haleluja singen.

    • Ich weiß nicht genau, was du genau sagen willst. Ich habe mich auf den von dir verlinkten Text bezogen. Darf ich dich bitten, die Fragen zu diskutieren, die hier zur Debatte stehen? Ich möchte hier einen Raum bieten, in der wir uns mit Argumenten austauschen können, in denen alle ihre Meinung sagen können. Mir dabei vorzuwerfen, ich wolle irgendjemanden stigmatisieren oder gar physisch drangsalieren, weil er eine andere Meinung hat, halte ich nicht für angebracht.

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