Coop@Home – die Fortsetzung

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich über die negativen Erfahrungen mit Intrum Justitia berichtet, zu welchen ich dank einem Versäumnis beim Bezahlen einer Rechnung von Coop@Home gekommen bin. Mittlerweile hat das Coop-Team meinen Post kommentiert:

Die Problematik, dass Rechnungen aus unterschiedlichen Gründen übersehen werden können, ist uns bewusst. Wir arbeiten derzeit daran, dass wir wie im Statement von ubuntubru erwähnt eine Erinnerung per SMS verschicken können, wenn eine Rechnung offen bleibt. Wir gehen davon aus, dass wir dieses Tool in absehbarer Zeit werden einsetzen können.

Die zweite Mahnung mit einem eingeschriebenen Brief zu versenden ist neben den Porto-Gebühren mit grossem administrativem Aufwand verbunden. Wir werden evaluieren, ob sich die Problematik mit der SMS-Warnung entschärft. Sollte dies nicht in genügendem Masse der Fall sein, werden wir die Idee mit dem eingeschriebenen Brief sicher weiterverfolgen.

Zusätzlich werden wir aufgrund Ihres Feedbacks die zweite Mahnung überarbeiten und expliziter auf die dadurch entstehenden Kosten hinweisen.

Wir haben Ihre Beanstandung bezüglich der Zusammenarbeit mit Intrum ans Management weitergegeben.

Zudem habe ich per Twitter von Ellen Brasse, der Marketingleiterin von Coop@Home, gehört und von Coop eine Mail erhalten, in der unter anderem stand:

Dass der von Ihnen geschilderte Fall so geendet hat, bedauern wir sehr und ist nicht im Sinne von coop@home.

Heute kam dann in der Post ein Coop-Gutschein.

Meine Bilanz: Da kümmert sich echt jemand um die Anliegen der Kundschaft – wenn diese Anliegen mit genügend Nachdruck formuliert werden. Ich schätze die Reaktion sehr und habe den Eindruck, dass sich Coop@Home bemüht, meine Anregungen aufzunehmen. Aber ein wenig Ärger bleibt, dass eine Rückmeldung per Mail weniger auslöst als ein Blogpost.

13 thoughts on “Coop@Home – die Fortsetzung

  1. Pingback: Coop@home und Intrum Justitia – zum »Verzugsschaden« | Philippe Wampfler bloggt.

  2. Na ja, dann sollte ich in meinem Blog vielleicht einmal bloggen, dass ich es aufgegeben habe, bei Coop einzukaufen, weil die Regale in „meinem“ Coop aussehen, wie ich mir Regale im früheren Ostblock vorstelle: Immer mal wieder sehr, sehr leer. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich angebrannt bin, kann aber sagen, dass ich mich bei mindestens drei Einkäufen an der Kasse beschwert habe (die ersten zwei Mal freundlich, beim dritten Mal nicht mehr ganz so freundlich). Beim dritten Mal bot man mir an, eine Vorgesetzte zu holen, leider waren dann aber alle möglichen Vorgesetzten grad beschäftigt. Und nein, ich wollte es nicht „beim nächsten Mal nochmals probieren“. Ich wechselte den Laden und kaufe seither mehrheitlich beim anderen orangen Riesen ein.

    • Solche Themen finde ich immer etwas heikel, weil sie auf die Angestellten zurückschlagen können (welche vielleicht schlampig arbeiten, vielleicht aber einfach an gewissen Tagen oder zu gewissen Zeiten enorm viel zu tun haben). Aber ich verstehe, dass man da ein anderes Geschäft wählt.

  3. schön. zwei dinge werden so klar: 1. dein blog wird gelesen und hat offenbar gewicht. respekt. 2. coop kümmert erst um seine Kunden, wenn man ihn öffentlich blosstellt. oder gitb vor, sich um die kunden zu kümmernl. eine mail ohne öffentlichkeit, hat keine wirkung. fazit: das sind gut organisierte Schleimer, mit einer wohl wachsenden social media abteilung. werde trotzdem wunde bleiben ;) und zuletzt noch dies: w, bist du jetzt auch ein kassensturz? ;)

    • Sehe das ähnlich. Die letzte Frage impliziert wohl das, was anno 1992 im Tagi-Magi als Bezeichnung für den Kassensturz verwendet worden ist, ergo weise ich diese Unterstellung vehement von mir…

  4. ich habe mit intrum justitia viel spass. seit 2 jahren versuchen sie eine ungerechtfertigte rechnung einzutreiben. sie haben sogar vor etwas mehr als einem jahr betrieben, aber nach dem rechtsvorschlag ging nichts mehr. jetzt habe ich einen herbstrabatt von 30% auf dem schuldbetrag angeboten erhalten. ist doch wirklich süss.
    die betreibung sowie der eintrag in ihrer schuldendatenbank interessiert mich nicht. firmen die auf solche datenbanken zurückgreifen oder bei einer betreibung über 125.00 von der irrtum justitia reagieren, sind nicht wirklich die geschäftspartner mit denen ich zusammenarbeiten möchte. würden diese seriös arbeiten hätten sie intrum justitia längst abgeschossen.

    • Da gebe ich Ihnen völlig Recht. Es gibt Leute, die haben einen Betreibungsregisterauszug mit Betreibungen und Schuldscheinen in Höhe von mehreren hunderttausend Franken, aber keinen Eintrag bei Intrum, weil sie genau wissen, dass sie diese Rechnungen prioritär behandeln, bezahlen aber alles andere unbezahlt lassen wie Steuern, Mieten und Krankenkasse. Die Schulden beim Betreibungsamt, welches sich als einzige Institution in Schuldfragen nach dem Eidgenössischen Schuldgesetz richtet, erscheinen bei Intrum und den anderen Pseudo-Inkasso-Büros nicht. Der einzige Vorteil für einen Gläubiger gegenüber einem Inkassobüro besteht darin, dass ihnen die Schulden eines Schuldners sofort abgekauft werden, dies in der Regel in der Höhe von 20% des Originalbetrages. Dass Coop mit solchen Partnern zusammenarbeitet, erstaunt mich nicht. Eine Bonitätsauskunft bei Intrum ist genau soviel wert, wie die Auskunft über eine Person beim nächsten Kindergärtler auf dem Nachhauseweg. Nämlich absolut nichts.

  5. Es schein mir Sie haben bei Coop nichts dazu gelernt. Im Gegenteil, es werden sogar bereits sogenannte Abrechnungen von Intrum vor Ablauf der Zahlungsfrist versandt. Zusätzlich zu den horenden Verzugsschäden sind die Zinsberechnungen jenseits von den in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erwähnten 5% pro Jahr. Die Reaktionen von Coop sind mehr als dürftig. In diesem Sinne verzichte ich in Zukunft gerne auf die Dienstleistungen von Coop.

  6. Die Intrum hätte Sie niemals betrieben, da die Intrum selber weiss, dass sie mit dieser Forderung niemals durchkommt. Falls es dennoch soweit gekommen wäre und Sie Rechtsvorschlag auf die Zusatzkosten erhoben hätten, wären bei einem Rechtsöffnungsgesuch durch die Intrum diese Zusatzkosten durch jedes Gericht abgeschmettert worden und die Intrum hätten die CHF 400 Gerichtskosten in den Sand gesetzt. Ärgerlich ist nur, dass Sie nun diese unberechtigten Kosten bezahlt haben und Intrum Ihnen eine negative Bonität ausstellt bei künftigen Anfragen, auch wenn Sie alles bezahlt haben. Die Intrum streitet dies zwar ab, doch bei Anfragen durch Kunden ist dies die nächsten Jahre noch ein Negativkriterium. (Ich hatte mal in einem Job Zugang zu den Intrum-Daten). Machen Sie sich aber keine Gedanken, die Intrum hat keinerlei rechtliche Kraft und Relevanz und ist eine Privatfirma, wie der Babykleiderladen um die Ecke. Das Erschreckende ist ja, dass Sie gegenüber Intrum behaupten könnten, Coop schulde Ihnen 100’000 Franken. Intrum würde diese Forderung nie prüfen und Sie müssten keinen rechtsgültigen Beweis dafür erbringen. Coop könnte sich die nächsten 5 Jahre abmühen, dies an Intrum zu erklären und mit Sicherheit die Zusammenarbeit mit dieser Firma kündigen. Der Intrum geht es nur um das Geld und niemals um ein angebliches „Fairpay“ zugunsten Ihrer Kunden. Und ich behaupte, dass Intrum an Coop Ihre Rechnung für 1/5 des Betrages abgekauft hat. Was sie schlussendlich bezahlt haben, gelangte nicht zu Coop, sondern direkt in die Taschen von Intrum. Schade.

  7. Nur, weil Coop im Falle dessen reagiert, ist das noch nicht „sehr zu schätzen“, finde ich. Denn es ist an die anderen 99,99% der Kunden zu denken, die nicht bloggen und einfach zahlen.

    Coop sollte – im Kundeninteresse – eine seriöse Inkassofirma nehmen und nicht eine, vor der sämtliche Konsumentenschützer warnen. So einfach. Mehr nicht, weniger nicht. Einfach eine seriöse Inkassofirma nehmen.

  8. Leider musste ich auch die schlechte Erfahrung mit coop@home machen. Jahrelang habe ich regelmässig bei coop@home bestellt und die Rechnungen immer bezahlt. Aufgrund einer Ferienabwesenheit, habe ich dann eine vergessen. Diese wurde gemahnt und anschliessend vor Ablauf der gesetzten Zahlungsfrist inkl. der noch nicht geschuldeten Rechnungen an die Intrum Justitia weitergeleitet.. Von coop@home kam nur eine patzige Antwort wieviel ich einzahlen soll damit dies erledigt sei. Da ich den Rechnungsbetrag nicht nachvollziehen konnte, fragte ich nach um welche Rechnungen es sich handelt. Dies vor ca. 3 Wochen, bis heute keine Antwort. Ich werde sicherlich nichts bei Intrum Justitia einzahlen und ich werde auch nie wieder bei Coop einkaufen. Ich kann nicht verstehen wie man so kundenunfreundlich und unprofessionell sein kann.

  9. Hab auch grad einen „Irrtum Justitia“ Fall mit coop@home.ch – hab ich doch glatt eine Rechnung von Fr. 122.– nicht gezahlt :-) Nun kam der ganze Karsumpu wie bei allen anderen. Hab jetzt mal den Musterbrief vom Konsumentenschutz geschickt und Fr. 2.50 Zinsen gezahlt, was ich ja rechtlich auch verpflichtet bin (die 122.– sind mittlerweile längst beglichen) – allerdings hab ich auf der Post eingezahlt so dass Intrum mit den Postgebühren sogar noch in’s Minus kommt hahahahahaha

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