Die Stadtpolizei – Zwischen Gewerkschaftsarbeit und Rechtspopulismus

Die Polizei der Stadt Zürich ist verärgert. Verständlich: Sie erfüllte eine komplexe, belastungsreiche Aufgabe – die immer schwieriger wird. Gleichzeitig wird ihr – von der Sparallianz unter SVP-Diktat – der finanzielle Goodwill der politischen Führung entzogen.
Dagegen wehrte sich die Stapo nicht, indem sie sich mit den anderen städtischen Angestellten solidarisierte und demonstrierte (mit der fadenscheinigen Begründung, der Schwarze Block könnte anwesend sein – als ob z.B. die SP den Schwarzen Block kontrollierte).
Sie setzt erst jetzt ein Zeichen: Und zwar verteilt sie 90 Tage keine Bussen mehr. Das scheint zunächst sehr clever zu sein: Wenn die Stadt uns kein Geld gibt, verdienen wir keins für sie.
Aber eigentlich ist es politisch ein falsches Signal: Wenn die SVP uns kein Geld gibt (obwohl sie das immer verspricht), belohnen wir ihre Wähler mit dem, was sie schon immer wollten: Keine Bussen. Für die SVP win-win.
Mein Tipp an die StaPo: Im Kampf für Arbeitnehmer muss man etwas linker denken, als es stramme PolizistInnen wohl gerne tun. Auch wenn die Linke vieles falsch zu machen scheint: Für Arbeitende setzt nur sie sich ein.

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