Der iPad als Brettspiel – Medici und Carcassonne

Während Leute wie Frank A. Meyer und Roger Schawinski immer noch wahnsinnig Geistreiches über Sinn und Zweck des iPads verbreiten, warten die iPad-User auf gleichermassen originelle wie sinnvolle Applikationen, mit denen man das iPad für Dinge brauchen kann, die man weder mit einem Laptop noch einem Smartphone tun kann.

Ein solches Beispiel sind Brettspiele: Der iPad übernimmt dabei die Funktion des Spielbrettes, der Computer erledigt Aufgaben wie das Zählen der Punkte, Mischeln von Karten etc. Nun kann man sagen, damit falle eine wichtige Komponente eines Brettspiels weg: Das Anfassen von Kärtchen, die physische Präsenz des Spiels. Andererseits entwickelt auch das iPas eine sinnliche Präsenz – »die Finger gleiten lustvoll über das glänzende Schwarz des Screens«, stand in »Z«.

Beispiele für gelungene Brettspielumsetzungen sind:

  • Carcassonne: Die Umsetzung für das iPhone (die iPad-Version wird erst noch erstellt, die iPhone-Version ist aber auf dem iPad bestens spielbar) ist absolut gelungen. Nicht nur kann man sich an einen Tisch setzen und mit Freunden spielen, man kann beliebig auch Computerspieler dazunehmen und es gibt einen Solitär-Modus, der sehr knifflig ist und alle Carcassonne-SpielerInnen herausfordert.
  • Medici: Von Reiner Knizia gibt es eine Reihe von Spielen fürs iOS, aber die meisten davon spielt man am besten alleine (eine Ausnahme ist Money). Medici ist aber sehr gelungen umgesetzt und eignet sich für Reisen, weil es sehr schnell gespielt ist. Wenn alle Spieler zügig verfahren, hat man eine Runde in 10 Minuten gespielt. Auch hier bietet es sich an, zusätzliche Computer-Player einzubeziehen.

3 thoughts on “Der iPad als Brettspiel – Medici und Carcassonne

  1. Ich finde es wesentlich geistreicher, was Roger Schawinski geschrieben hat. Wie bitte? Die Eipad-Besitzer warten auf Applikationen, die den Kauf ihres Spielzeugs nachträglich rechtfertigen sollen? Weil es bisher nichts gibt, das man mit dem Compi nicht auch machen kann? Dann wünsch ich viel Spass beim Warten… Aus diesem Blogpost spricht nackte Verzweiflung über zum Fenster herausgeworfenes Geld für ein Gerät, das offensichtlich niemand braucht. Wie gesagt: Bedauernswertes Opfer des Konsumterrors.

  2. Ist in den letzten Jahren dieser „Anti-Konsum“ wieder in Mode gekommen? Wenn jeder Selbstversorger auf einem Kartoffellaker wäre, würde sich unser Staat aber sicher mächtig freuen.

    @Bobby
    Du scheinst das Prinzip vom iPhone nicht verstanden zu haben. Es geht nicht darum den Preis im Nachinein zu rechtfertigen (bist du übrigens Android-User?) Man kauft das Gerät mit dem Wissen das sicherlich regelmässig immer wieder top nützliche Programme rauskommen. Genau so wie mit dem PC. Man kauft ja einen PC ja auch nicht einfach so um nichts mehr zu installieren. Man kauft einen leistungsstarken PC um später gute Programme draufzuladen.

    Ich hoffe du kannst nachvollziehen dass ich meinen PC-Kauf nicht zwei Jahre nach Kaufdatum rechtfertige nur weil ich eine neue Bilderbearbeitungssoftware runtergeladen habe.

  3. Bronko > «Ist in den letzten Jahren dieser „Anti-Konsum“ wieder in Mode gekommen»: Keine Ahnung, ist mir egal. Ich bin nicht anti-Konsum. Ich bin anti-immer-absurderer-Konsumterror, i.e. ich bin dagegen, dass man ein neues Telefon kauft, das einem keinen Nutzen bringt.

    «Wenn jeder Selbstversorger auf einem Kartoffellacker wäre»: Gemach. Man braucht ja nicht vom einen Extrem ins andere Extrem zu fallen.

    «Es geht nicht darum den Preis im Nachinein zu rechtfertigen»: Doch, genau das sagte Philippe: Man kann mit dem Eipad nichts machen, was man mit Compi und Eiphone nicht auch machen könnte. Also warten die Eipad-Besitzer jetzt auf «Applikationen, mit denen man das iPad für Dinge brauchen kann, die man weder mit einem Laptop noch einem Smartphone tun kann.» Steht alles genau so weiter oben.

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