Heuchler und Zensur

Einer der größten Ignoranten und Faktenverzerrer im Blogbusiness ist Alexander Müller. In seiner Selbstbeschreibung meint er zwar:

Freie Meinungsäusserung und Dialog sind die Grundlage einer funktionierenden Demokratie.

In seinem Blog veröffentlicht er dann aber Kommentare nach Belieben nicht: Ein erstes Beispiel habe ich hier erwähnt, heute habe ich ihn in diesem wirren Post zum Thema Freidenker darauf hingewiesen, dass die These, wonach Freidenker sich alleine gegen das Christentum wendeten, nicht aber gegen andere Religionen, insbesondere gegen den Islam, völlig haltlos sei, wie man an Andreas‘ Kyriacous Post über den »Everybody Draw Muhammad Day« leicht ablesen kann. Was passiert: Der gute Herr Müller zieht vor, den Kommentar nicht zu veröffentlichen. (Ja, der Begriff »Heuchler« im Titel spielt darauf an.)

Während er in den Kommentaren regelmäßig als Lehrer, Historiker und Religionswissenschaftler auftritt, um seine Sicht auf die Welt mit Pseudoargumenten zu belegen, spielt sich bei Ugugu ein ganz anderes Drama ab: In diesem Post zur Migros und ihrem »Reputation Defender«, Herr Naef, rollt er eine auf dem Kult-Blog präsentierte Geschichte auf, wonach das Migros-Magazin einen Text über Marianne Weissberg auf Anweisung des Chefredaktors nicht gedruckt habe. Darauf entwickelt sich in den Kommentaren eine gleichermassen unterhaltsame wie dynamische Diskussion mit dem Blog-Kritiker Bobby California (nicht ganz klar, ob es sich dabei um ein Pseudonym handelt), die nichts für schwache Gemüter ist. Resultat: Auch Bobby darf keine Kommentare mehr bei Ugugu posten: Allerdings wird das nicht allzu schlecht begründet…

(Hier werden selbstverständlich alle Kommentare veröffentlicht, außer solchen, die immer mal wieder anzutreffen sind:

kAmUf1 ekeyiegqdegy, [url=http://uriuxswryxwm.com/]uriuxswryxwm[/url], [link=http://wlpaukcjevgv.com/]wlpaukcjevgv[/link],http://wjgkpwdkjhjn.com/

) Klammer geschlossen.

25 thoughts on “Heuchler und Zensur

  1. Unliebsame Kommentare nicht veröffentlichen, weil sie ein andere Meinung als diejnige des Blogbetreibers wiederspiegeln ist das eine, aber dann gibt’s ja auch diejenigen, die einfach nur beleidigen/nerven/Unwahrheiten wiedergeben – „muss“ man die aus deiner Sicht als Blogbetreiber wirklich tolerieren bzw. freischalten? Schliesslich ist ein Blog ja nicht unbedingt ein „öffentliches Angebot“ – wo jedermann das verbriefte „Recht“ zusteht, zu kommentieren?
    Es steht jedem frei seinen Blog als jekami zu defnieren – aber doch ebenso, dass jeder mit seinem eigenen Blog machen kann, was er will? Also auch die Kommentare zu moderieren und gegebenfalls gewisse Dinge auszusortieren?

    • Ich finde nicht generell, dass Kommentare unmoderiert sein sollen und man die erwähnten negativen Kommentarformen tolerieren muss oder soll.
      Aber ich würde erwarten, dass man klar angibt, was man in den Kommentaren nicht toleriert und warum.
      Im konkreten Fall würde ich Herrn Müller zugestehen, Kommentare, die nicht zum Thema gehören zu löschen – das war aber in meinem Fall nicht das Problem: Sondern schlicht, dass ihm der Inhalt nicht ins Konzept gepasst hat.

  2. Ich möchte nun nicht urteilen welcher dieser beiden Herren nun im Recht ist und wer nicht. Meiner Meinung nach ist Herr Wampfler auf seinen Blog aber auch ein Faktenverzerer. Ich bin dann auch zu 85% nicht einverstanden mit seinen Aussagen. Ich halte ihm aber ausdrücklich zu gute, dass er wenigstens andere Meinungen auf seinen Blog nicht zensiert und diese auch anhört. Herr Müller aber bekundet grosse Mühe mit anderen Meinungen und ist in der Tat ein Ignorant der gerne zensiert.

    Poltische habe ich natürlich eher Schnittmengen mit Herrn Müller, als mit dem Blogbetreiber Philipp Wampfler. Ich kenne, bzw. ich kannte den Alexander Müller höchst persönlich. Das Problem ist dann einfach so, dass Herr Müller sehr persönlich werden kann im Blog, wenn man einmal nicht die selbe Meinung teilt wie er. In der Realität lässt er sein Gegenüber in einer Diskussion kaum einmal zu Wort kommen. Fast schon monologhaft und missionarisch, was mir mit der Zeit auf den Wecker ging. Es werden dann auch ständig die gleichen Blogthemen aufgewärmt. Ein gutes und interessantes Blogthema wird dann aber nach der vierten oder fünften Neuveröffentlichung nicht besser. So gesehen ist sein Blog nicht so abwechslungsreich und unterhaltsam wie er das wohl ständig behauptet. Obwohl ich gegenüber dem Islam auch sehr kritisch bis ablehnend eingestellt bin, möchte ich nicht zum zwanzigsten mal die ein und die selbe Kritik über Mohammed lesen. Kein Wunder interessieren sich dann so wenig Leute für seine Plattform.

    Ich wurde dann aus seinem Forum verbannt weil ich nicht alle seiner Standpunkte teilen wollte. Ich war wohl auch zu pointiert. Die Mehrheit der User hat dann auch zu meiner Freude diese Sanktion massiv verurteilt. Davor und danach wurden dann auch noch unliebsame User hinausgeschmissen. Wiederum solche die viele politische Gemeinsamkeiten mit Alexander Müller hatten, die aber gewisse Dinge etwas anders sahen.

    Oftmals ging es aber dann gar nicht mehr um das links-rechts Schema. Seine Positionen entsprachen hier dann mehr seiner Ich-Ego-Partei. Ich entdeckte dann auch seine Widersprüchlichkeit. Vor über einem Jahr legte er den Lesern nahe, dass er nun genug hatte von einer gewissen Realpartei und deshalb diese verlassen werde. Vor einigen Monaten dann aber war er plötzlich wieder an der kantonalen Delegiertenversammlung dieser Partei…

    So lange keine Kraftausdrücke fallen und kein Rassismus getätigt wird, würde ich als Blogbetreiber nicht Beiträge zensieren die nicht meiner Gesinnung entsprechen. Gerade Gegensätze sind das was mich anzieht und nicht unbedingt User die mir ständig zunicken. Obwohl es auch andere Foren gibt wo ich sehr bekannt bin und grossen Zuspruch erhalte. Nach der Minarettabstimmung wurde ich sogar von einer Journalistin telefonisch kontaktiert. Herr Brennwald hat dann neulich in einer Sendung einen User zitiert und dessen Frage in die Runde gestellt. Der zitierte User war dann ich. Und nach der Sendung mit Blancho wurde dann wieder ein Blog-Zitat von mir in der Zeitung abgedruckt. Man kann mir das abnehmen oder nicht. Ich bleibe aber immer auf dem Teppich und muss mich nicht gleich als Journalist bezeichnen wie andere User…

    Auch wenn man einer Partei angehört die man sehr toll findet, gibt es auch Themen wo man nicht die selbe Haltung einnimmt wie die Partei. Herr Müller ist dann auch nicht immer Linientreu mit seiner Partei, so wie ich nicht immer die selbe Meinung habe wie die Politiker die ich wähle. Grotesk wird es einfach dann, wenn jemand von seinem Gegenüber eine 100% Übereinstimmung nahelegt und absolutistische Züge einnimmt. Dann muss man auch nicht mehr die Meinungsfreiheit für seinen Blog in Anspruch nehmen.

    P.S. Womöglich werde ich hier für meine Kritik an Herrn Müller von diesem hart angegangen. Das wurde ich aber schon mehrfach, nachdem ich auf anderen Blogs war und Herr Müller mir nachstellte. Dazu lies er immer noch einen Hetz Thread auf seinen Forum gegen mich laufen, nachdem ich aber schon gesperrt wurde und ich mich somit nicht mehr verteidigen durfte.

    • Das ist ein langer Kommentar – und zeugt von einer längeren Geschichte: Danke für die Aufarbeitung.

      Nur zum Thema »Faktenverzerrer« möchte ich Stellung nehmen: Ich interpretiere hier einige Sachverhalte – die man auch anders interpretieren könnte. Aber ich unterschlage nicht Sachverhalte und stelle sie auch nicht falsch dar – falls Sie das anderer Meinung sind, bitte ich Sie, mich darauf hinzuweisen. Herr Müller tut aber beides regelmäßig.

      • Aufgearbeitet habe ich das ganze schon längst. Ich war einfach erstaunt das schon wieder jemand mit Alexander Müller so viel Mühe bekundet. Von links bis rechts sagen so viele Leute das selbe über A.M.aus. Aber natürlich sind aus seiner Sicht immer die Anderen die Dummen und die Schuldigen. Ich habe nur meine eigenen Erfahrung mit A.M Ihnen mitteilen wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

        Über die Unterschlagung von Sachverhalten möchte ich mit Ihnen aber jetzt nicht mehr reden. Bei der Islamdebatte haben wir nämlich schon mehr als einmal darüber gestritten.

  3. Im konkreten Fall würde ich Ugugu zugestehen, Kommentare, die nicht zum Thema gehören zu löschen – das war aber in meinem Fall nicht das Problem: Sondern schlicht, dass ihm der Inhalt nicht ins Konzept gepasst hat.

    • Das ist eine Interpretation. Um das Thema noch einmal aufzugreifen:
      1. Weißberg schreibt bei Kult, dass Zensur.
      2. Ugugu schreibt einen Migros-Post und bezeichnet 1. als »dreckige Zensurnummer«, mit der die Migros Ringier einen Gefallen tue.
      3. Bobby California reagiert, indem er Weissberg u.a. als »publizistisches Leichtgewicht« bezeichnet.
      4. Die Diskussion eskaliert.
      Mein Fazit:
      Offenbar ist der Sachverhalt unklar, und man hat keine objektiven Informationen, welcher Text aus welchen Gründen nicht im Migros-Magazin erscheinen durfte. Nun kann man das ja feststellen und branchenüblich zuspitzen, wie das Ugugu gemacht hat. Dass man sich dann aber daran stören kann, dass Weissberg diskreditiert wird, damit irgendwie impliziert werden kann, die Nichtveröffentlichung des Artikel könne durch publizistische Kriterien gerechtfertigt werden, scheint mir zumindest nachvollziehbar. Wenn das bedeutet, der »Inhalt passt nicht ins Konzept« – dann ja, dann war das so.

      • phwampfler > Das wird ja langsam richtig krimi-mässig. Aber ganz so kompliziert ist es doch nicht. Halten wir fest:
        1. Als Zensuropfer sollten Sie einen Hauch Mitleid haben mit einem anderen Zensuropfer, statt zu sagen: Selber schuld.
        2. Ugugu gibt inzwischen selber zu, dass er nicht weiss, was im Artikel stand.
        3. Alle bekannten Indizien sprechen gegen Ugugu’s These (Weissberg, die den Artikel kennt, sprach von einem «grossen Porträt»).
        4. Selbst wenn es branchenüblich ist, sollte man Migros nicht anschwärzen, wenn man die Fakten nicht kennt. Ich schreib ja auch nicht in meinem Blog: «Philippe Wampfler verspeist Babys zum Frühstück», wenn ich meinen Vorwurf nicht beweisen kann.
        5. Nachdem ich nachweisen konnte, dass Ugugu seine irrwitzige These («dreckige Zensur» eines Ringier-kritischen Artikels) nicht belegen kann, wurde ich rausgeschmissen. Schmöcksch de Töff?

      • 1. »selber schuld« habe ich nicht gesagt. Aber »nachvollziehbar«. Ich würde es auch in meinem Fall nachvollziehbar finden, wenn ich in den Kommentaren Drittpersonen angreife – und meine Kommentare dann nicht publiziert werden.
        2. Das weiß ja niemand, sonst wäre der Artikel publiziert. Ich habe nie behauptet, jemand wüsste, was drinsteht.
        3. »Indizien« – zudem: Wo gibt es bei Ugugu die These, es handle sich nicht um ein Portrait?
        4. Wenn aber irgendwo die authentische Aussage eines Babys zu lesen wäre, es sei von mir angeknabbert worden – dann fände ich es legitim, das zu schreiben. Ugugu stützte sich auf die Aussage Weissbergs.
        5. Wie gesagt: So interpretiere ich den »Rausschmiss« nicht. Wahrscheinlich bin ich naiv.

      • 1. Ich habe Weissberg nicht einfach so aus Spass «angegriffen», sondern weil ein Blick auf ihr Schaffen zeigt, dass der Entscheid des Migros-CR, das Porträt nicht zu veröffentlichen, verständlich ist. Denn der CR hat die Pflicht, die 1 Mio. Leser nicht mit einem Porträt über eine wenig interessante Person zu langweilen.
        2. Richtig, niemand weiss, was im Artikel steht. Und wenn man die Fakten nicht kennt, sollte man eben schweigen. Solange ich nicht beweisen kann, dass Sie Babys zum Frühstück verspeisen, werde ich Sie nicht als Kinderfresser bezeichnen. Ein blosser Verdacht genügt nicht, um jemanden öffentlich zu kritisieren: 1. weils unfair ist, und 2. zum Selbstschutz: Wenn ich Sie in einer Zeitung als Kinderfresser bezeichnen würde, kämen Sie nachher zu Recht mit einem Anwalt auf mich los. So was könnte bald auch Bloggern blühen, wenn die Blogger weiterhin so unbedarft arbeiten.
        3. «Wo gibt es bei Ugugu die These, es handle sich nicht um ein Portrait?» Z.B. hier: «…sollte es in dem Artikel in erster Linie um die Mechanismen einer Massenentlassung bei einer Zeitung (Blick) und dann noch etwas um Frau Weissberg gehen.»
        4. «Ugugu stützte sich auf die Aussage Weissbergs»: Nein, das tat er eben nicht. Er hat sich nicht darauf gestützt, sondern er hat sie falsch verstanden. Weissberg schrieb, es sei ein «grosses Porträt» geplant gewesen. Wenn man die «Mechanismen einer Massenentlassung» kritisieren will, ist Weissberg einfach die ungeeignetste Auskunftsperson. Ihre Kolumne wurde abgesetzt, so what? Jede Kolumne wird früher oder später abgesetzt. Wenn man wirklich die «Mechanismen einer Massenentlassung» hätte kritisieren wollen, hätte man die wegen des Newsrooms entlassenen ca. 40 Blick-Redaktoren fragen müssen, sicher nicht eine Kolumnistin, die keine Insiderin ist, die bei Ringier gar kein Büro hatte, sondern ihre Kolumne zuhause schrieb.
        5. Mein Rausschmiss ist keine Frage der Interpretation, denn Ugugu hat die Zensur wie folgt begründet: «Weil unsere Dialoge meist nicht sehr fruchtbar sind.»

      • 1. Ohne Fakten nicht zu beurteilen.
        2. Meine Pointe: Ugugu hat sich auf die Aussage einer direkt Beteiligten und Betroffenen verlassen. Sie haben aber keine Aussage von jemandem informierten zitiert, sondern sich in wilde Spekulationen und Wertungen verstiegen.
        3. »sollte…« = Konjunktiv II. Möglichkeitsform, in diesem Fall.
        4. dito
        5. Doch – das bedeutet so viel wie: Es geht nicht ums Thema. (In meiner Interpretation).

    • @B.C: Jetzt geht Bobby & Me also in die zweite Runde? Für mich ist die Zensur auch nicht gerechtfertigt, aber a) ist es Ugugus gutes Recht „nutzlose“ Kommentare (eben nicht andere Meinungen) zu stoppen (ist sein Blog) und b) würde ich die gleiche Geschichte dann nicht in einem verwandten Blog nochmals in den Kommentaren aufrollen.
      Doch auch @ugugu: Bin mit den Zensurmöglichkeiten von WordPress nicht vertraut – aber passt „künftige Kommentare nicht von ihm freischalten“ nicht mit der „Lüge“ Sie würden Kommentare von ihm zensurieren zusammen?

      • Dron > «Es ist Ugugus gutes Recht, nutzlose Kommentare zu stoppen»: Ja klar. Aber es passt ziemlich schlecht zusammen, wenn man die Migros der «Zensur» beschuldigt, und im Kommentarfeld des gleichen Blogposts unliebsame Kritik zensuriert.
        «Ich würde die gleiche Geschichte nicht in einem verwandten Blog nochmals in den Kommentaren aufrollen»: Ich hab die Geschichte nicht aufgerollt. Ich wurde hier attackiert und verteidige mich jetzt. Das ist wohl mein gutes Recht.

      • @Dron: Wie gesagt, ich habe in besagtem Blogpost keinen einzigen von Bobbys Kommentaren zensuriert. Warum er hier und anderswo die Lüge verbreitet, dies sei geschehen, ist grundsätzlich sein Problem – für mich allerdings ein weiterer Grund, ihm künftig keine Plattform mehr für seine Rundumschläge zu bieten.

      • Wer lügt hier? In meinem Fremdwörterbuch wird «Zensur» wie folgt definiert: «Behördl. Prüfung des Inhalts von Druckerzeugnissen sowie Film-, Theater- u.a. Aufführungen, im Strafverfahren auch Prüfung des Inhalts von Briefen.» Genau das läuft im Journalistenschredder jetzt: Bobby Californias Kommentare werden von Ugugu konsequent zurückgehalten und nur mit grosser zeitlicher Verspätung freigeschaltet und auch nur dann veröffentlicht, wenn es Ugugu passt. Für mich ist das ein weiterer Grund, künftig keine Kommentare mehr im Journalistenschredder zu schreiben.

      • Da hat Herr California grundsätzlich etwas falsch verstanden, seine Kommentare landen, seitdem er wider besseres Wissen und Gewissen sämtliche Fakten nach belieben verschwurbelt und verdreht, direkt in der Tonne. Mein Kommentarformular ist kein Ponyhof, Herr Blobby.

      • wenn claudio und comnieus haben es probiert,wissen danach alle sie habens studiert.wenn sie sich danach auch noch bedanken,denken sich alle, die habens gut die beiden kranken.wir freuen uns auf deine geschenk,beim verspeisen an dich denk.der beitrag sei dir dann garantiert,und hoffen dass uns kein malheur passiert.

  4. Im Grunde bat ich Bobby lediglich darum, seinen Spam anderswo abzuladen. Warum sollte ich jemanden kommentieren lassen, der, wie hier, die Lüge verbreitet, ich hätte Kommentare von ihm zensuriert? Was nicht heisst, dass ich künftige Kommentare von ihm freischalten werde.

  5. phwampfler > 1. «Ohne Fakten nicht zu beurteilen»: Doch, es ist zu beurteilen, die Fakten sind da. Das Gesamtwerk von Marianne Weissberg ist auf ihrer Internetseite greifbar. Ich habe mich damit auseinander gesetzt.
    2. «Ugugu hat sich auf die Aussage einer direkt Beteiligten und Betroffenen verlassen»: Nein, das hat er nicht. Es gibt keine solche Aussage. Herr Wampfler: Wo hat Weissberg geschrieben, dass es im Artikel «in erster Linie um die Mechanismen einer Massenentlassung bei einer Zeitung (Blick) und dann noch etwas um Frau Weissberg» geht? Ich sags Ihnen: Das hat Frau Weissberg gar nie geschrieben. Das ist nur ein Produkt von Ugugus überhitzter Fantasie.
    «Sie haben aber keine Aussage von jemandem informierten zitiert, sondern sich in wilde Spekulationen und Wertungen verstiegen»: Stimmt nicht. Ich habe Frau Weissberg wörtlich zitiert: Es war «ein grosses Porträt» geplant.
    3./4. «sollte = Konjunktiv II. Möglichkeitsform»: Ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen???
    5. «Es geht nicht ums Thema. In meiner Interpretation»: Ihre Interpretation trifft nicht zu. Tatsache ist: Ich habe mich in meinen Kommentaren eingehend mit dem Vorwurf der Zensur auseinander gesetzt, das war eines von zwei Themen in Ugugu’s Post (er warf der Migros «dreckige Zensur» vor).

    • Ich bin geneigt zu sagen: Whatever.
      Aber mache noch einen Anlauf:
      1. »Wenn ich es richtig verstehe, sollte es in dem Artikel in erster Linie um die Mechanismen einer Massenentlassung bei einer Zeitung (Blick) und dann noch etwas um Frau Weissberg gehen«, hat Ugugu geschrieben. Wir können die Grammatik kippen – aber festhalten, dass da einiges zu einer Behauptung fehlt (»wenn ich es richtig verstehe«, »sollte es«, …)
      2. Frau Weissberg schreibt: »Es sollte schonungslos gezeigt werden, wie Firmen, auch die Schweizer Medien, mit ihren Angestellten umgehen: Hire and fire.« So viel zu den direkten Aussagen.
      3. Die Frage, ob Frau Weissberg gerechtfertigt entlassen worden ist, können Sie aufgrund der Faktenlage nicht beurteilen. Sie wissen nicht, wozu sie angestellt worden ist, ob befristet oder nicht – und es kann gut sein, dass sie genau das gemacht hat, was Ringier von ihr wollte. Auch wenn das Ihren Qualitätsansprüchen nicht genügt (und meinen auch nicht, aber ich lese den Blick auch nicht) – dann ist das doch kein Grund, sie zu entlassen. Das sind keine Fakten: Sondern – wie schon einmal geschrieben – »wilde Spekulationen und Wertungen«.

      • phwampfler > Und ich bin geneigt zu sagen: Wenn es Ihnen Freude macht, an die Fata Morgana einer «dreckigen Zensurnummer» zu glauben, dann will ich Ihnen nicht länger diese Freude vermiesen.
        1. «Wir können festhalten, dass da einiges zu einer Behauptung fehlt»: Egal, ob man das nun eine Behauptung nennt oder nicht – dass über die «Massenentlassung» berichtet werden sollte, ist eine Vermutung von Ugugu, die durch keinerlei Beweise gestützt wird.
        2. «Es sollte schonungslos gezeigt werden, wie Firmen mit ihren Angestellten umgehen»: Herr Wampfler, jetzt aber mal Hand aufs Herz: Was hat denn Frau Weissberg Interessantes zu «Hire and fire» zu erzählen, ausser ein bisschen Gejammer über die ach-so-fiese Einstellung ihrer Kolumne? Die Einstellung von Frau Weissbergs Kolumne ist keine «Massenentlassung», und zur tatsächlichen Massenentlassung anlässlich er Einführung des Newsrooms hat Frau Weissberg ungefähr so viel Interessantes zu sagen wie die erst beste Putzfrau. Abgesehen davon hat Frau Weissberg das Wort «Massenentlassung» gar nie verwendet.
        3. «Sie wissen nicht, wozu sie angestellt worden ist, ob befristet oder nicht»: Jede Kolumne ist naturgemäss befristet. Es gibt keine Kolumne, die bis zum Tod des Kolumnisten läuft.
        «Wenn das Ihren Qualitätsansprüchen nicht genügt, dann ist das doch kein Grund, sie zu entlassen»: Das habe ich auch nie gesagt. Ich sagte nur: Frau Weissberg ist nicht die wichtigste Journalistin, über die man zwingend ein Porträt im Migros-Magazin schreiben muss. Und weil das so ist, habe ich vollstes Verständnis für den Entscheid des Migros-CR, das Porträt nicht abzudrucken. Wenn Sie, Herr Wampfler, finden, Frau Weissberg sei eine sehr wichtige, pulitzerpreis-würdige und nobelpreis-verdächtige Journalistin, über die man zwingend ein Porträt schreiben muss, dann sag ich nur: à la bonne heure, vaya con dios, good night.

      • phwampfler > In meinem Blog schreibe und lösche ich, so wie es mir passt, ich bin Ihnen keine Rechenschaft darüber schuldig. Ich habe den Post gelöscht, weil ich ihn löschen wollte, Ende der Durchsage. Gegen Ihre Kommentare hatte ich nichts, aber man kann bekanntlich nur alles zusammen löschen, Post und Kommentare, es ist nicht möglich, nur den Post zu löschen und die Kommentare stehen zu lassen.

  6. Also gut, sobald ich Zeit finde, werde ich den gekippten Text, natürlich kommentiert, in meiner Rubrik „weissbergs weissheiten“ bei kult.ch allen Neugierigen zugänglich machen, hübsch bebildert natürlich – man gönnt sich ja sonst gar nichts…

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