Münz

Nicht nur trage ich ständig mehr Münz in meinen Taschen, als akkustisch und physikalisch angenehm wäre, sondern mir gefällt irgendwie auch das Wort Münz, das ich so noch in keiner anderen Sprache angetroffen habe.
Ich mag aber auch andere Dinge, z.B. Glacé (auch ein Wort, das durch Eis irgendwie nicht adäquat wiedergegeben werden kann). Neuerdings (d.h. wohl seit ca. fünf Jahren, so kurz werden fünf Jahre, wenn man selber alt wird), neuerdings werden also solche Glacés an Kiosken (noch so ein Wort) eingescant und weil parallel Leute noch Lebensversicherungen abschliessen und Reisen buchen können an Kiosken, kann das Einkaufen von einem Glacé länger dauern, als die Wartezeit auf den Zug zuliesse. Deshalb habe ich kaum die Musse, auf das Wechselgeld zu warten, das ich erhalte, und renne weg. Dieses Wechselgeld ist wirklich unnötig: Warum kostet meine Glacé nicht 3 Franken oder 2 Franken, sondern 2.90 oder 1.90? Trivialpsychologisch mag das wohl ein Kaufanreiz sein, der sich aber wohl mittlerweile etwas abgenutzt hat.
Deshalb: Schaffen wir doch Münz ab. Es gibt Länder (e.g. Norwegen), in denen die kleinste Münze auch noch Kaufkraft hat. Eigentlich brauchen wir keine Unterteilungen, die kleiner als ein Franken sind. Warenhäuser können runden, billige Waren einfach so gebündelt werden, dass ihre Preise in ganzen Franken zu bezahlen sind. Das Rätsel, das sich nebenher noch stellt, ist: Warum entspricht das »Füfzgi« nicht proportional seinem Wert?

5 thoughts on “Münz

  1. Da werden die Raucher aber keine Freude haben, wenn bei einer Steuererhöhung, die Packungen immer einen ganzen Franken teurer werden.

  2. Das mit dem "füfzgi" kommt daher, dass Münzen ursprünglich und sehr lange Zeit genormten Gewichten von bestimmten Metallen entsprachen (oder dies zumindest hätten tun sollen). Eine grössere (=schwerere) Münze repräsentiert nur einen höheren Wert, wenn sie aus dem gleichen Material besteht. Irgendwann wirds unhandlich, man beginnt dann sozusagen wieder mit einer kleineren Münze aus wertvollerem Metall. So ist das Glolvreneli (=20er Münze) auch kleiner als ein Fünfliber.

  3. Gut geht es allen gleich. Ich habe auch immer zu viel Münz im Portemonaie. Ganze Fünflieber in fünfziger und zwanziger Münzen.. Dann stehe ich an der Kasse und alleine die Entscheidung, ob ich jetzt mein Münz loswerden sollte, oder doch lieber mit Note bezahle, dauert Ewigkeiten. Dann die Zeit das Münz zusammen zu kramen, zu zählen und bestimmt verrechne ich mich… Oder es geht gar nicht auf und ich zücke doch die Noten.
    Dann der Blick der Kassierer, wenn sie die Geldstücke nachzählen müssen, die kaum in ihre Hand passen. Ein richtiges Abenteuer!

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