Alles getan

Wenn man sich ein Ziel setzt und es nicht erreicht – dann hat man entweder nicht alles dafür getan, Fehler gemacht, oder sich ein illusorisches Ziel gesetzt.
Dass bei der Schweizer »Natzi« beides der Fall war, dürfte spätestens jetzt allen klar sein. Dass eine Mannschaft, die zwar zu den besten 20 in Europa gehört, aber nicht zu den besten 10, vom Europameistertitel spricht, ist lächerlich genug. Dass man dafür aber die Verantwortung in die Hände eines Greisen (Zloczower), eines aargauischen SVP-Polterers (Lämmli: »Das kanns doch nicht sein. Ich bin ein guter Autofahrer. Ich musste zum ersten Mal in meinem Leben blasen.«) und eines sympathischen Ex-Fussballers legt, zeugt von beeindruckender Kurzsicht. Wer von diesen Leuten hat schon mal mit einem Spitzenfussballer zu tun gehabt? So richtig, Siege errungen, hart trainiert, sowas? Taktisch etwas geleistet, gelernt?
Gut, ich rege mich am. Symptomatisch aber diese Äußerung Kuhns, wonach alle alles richtig gemacht haben:

Gibt es nichts, was Sie sich vorwerfen müssen? In der Vorbereitung, in der Auswahl der Spieler …

(unterbricht) Dann muss ich zurückückfragen: Wen hätte ich denn sonst aufbieten müssen?

Aber ist da nichts, was Sie anders machen müssten, wenn Sie das könnten?

Ich glaube, wir haben alles dafür getan, dass wir Erfolg haben können. Wir haben im Trainingslager vor der EM sehr gut gearbeitet, und wir haben unseren Staff erweitert.
(Tagi von heute)

Antwort auf die Zurückfrage: Vielleicht so viele Stürmer, dass im zweiten Spiel mehr als ein nomineller Stürmer einsetzbar ist? Vielleicht erfahrene Spieler wie Vogel? Vielleicht einen Co-Trainer, der taktisch geschult ist? Vielleicht Rakitic und Petric, die sicher für die Schweiz gespielt hätten… Der Antworten sind viele. Der Fragen auch.

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