Willensfreiheit und absoluter Zufall

Wenn man von einem freien Willen als einem unbedingten freien Willen spricht, dann geht man davon aus, dass man zwischen gleichwertigen Handlungsmöglichkeiten auswählen kann – die, gerade weil sie gleichwertig sind, deshalb einer zufälligen Wahl unterstehen und somit ist unser Wille nicht mehr von Zufall zu unterscheiden.
Diese Vorstellung scheint abzulehnen zu sein, stattdessen ziehen wir vor, dass wir von Motiven und äusseren Ursachen gesteuert sind (und diese Motive als „unsere“ bezeichnen können, sie uns aneignen können und deshalb frei sind) – also auf eine Art determiniert, wie die übrige Welt auch.
Nun scheint es aber in der Welt völlig zufällige Phänomene zu geben (man betrachte beim Link die weiterführenden Artikel), für die man sogar beweisen kann, dass keine versteckten Eigenschaften vorliegen. Falls das so wäre, könnte auch der Mensch (auf einer ganz elementaren Ebene) völlig zufälligen Phänomenen unterliegen und daher das als freien Willen (der dann in einem radikalen Sinne frei wäre) erleben – was nicht heisst, dass gewisse Aspekte davon trotzdem determiniert sind. Der freie Wille wäre dann eine Art Kombination von absolutem Zufall und Determination.

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