Souveräner Umgang mit Kritik – und noch was zur Weltwoche

Meiner Meinung nach ist folgende Strategie im Umgang mit Kritik erfolgreich und souverän:

  1. Unsachliche und rein polemische Kritik ignorieren – und zwar konsequent.
  2. Alle anderen Arten von Kritik zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie unzutreffend, nur bedingt sachlich und teilweise polemisch ist.
  3. Nachfragen, wie die Kritik genau gemeint ist. In einen Dialog treten, wie das Moritz Leuenberger in einer interessanten Rede empfohlen hat.
  4. Die Kritik würdigen und bekannt geben, welche Aspekte man bedeutsam findet.
  5. Konkrete Massnahmen vorschlagen, um kritisierte Probleme zu lösen.
Man signalisiert, dass man sicher und kompetent genug ist, um sich Kritik auszusetzen. Zudem ist man willig, eigene Haltungen und Handlungen zu überdenken und zu überprüfen. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen (3.), erlaubt einem auch, widersprüchliche oder unzutreffende Kritik als solche zu entlarven.

Zwei Dinge müssen unter allen Umständen vermieden werden:

  • Zu sagen, die KritikerInnen hätten nicht Recht.
  • Zu sagen, die eigenen Fehler seien nicht so schlimm, weil auch andere sie machten.

Damit versetzt man sich in eine Abwehrhaltung. In einem früheren Post habe ich geschrieben: »Wer Kritik reflexartig abweist, bestätigt sie implizit immer.«

* * * 

Ausriss aus der Weltwoche vom 26. Januar 2012

Vor diesem Hintergrund möchte ich die Strategie der Weltwoche im Fall Hildebrand kurz kommentieren. Mittlerweile finde ich die Publikation der Dokumente und die damit verbundenen, übertriebenen und falschen Aussagen in der Ausgabe vom 12. Januar nicht mehr besonders problematisch. Es wurden journalistische Standards verletzt und Fehler gemacht: Allerdings hätten wohl alle Wochenpublikationen der Schweiz diese Geschichte in ähnlicher Form gebracht, hätten sie diese Daten, Informationen und diese Quelle gehabt.

Problematisch finde ich die Verbohrtheit, mit der die Verantwortlichen damit ringen, ihre Fehler zuzugeben und sich der Kritik zu stellen. Auch hier bin ich mir nicht sicher, ob andere Zeitungen und Zeitschriften das besser könnten – eine gewisse Immunität gegen Kritik scheint unter Journalistinnen und Journalisten zu den Gepflogenheiten zu gehören. Aber in der Weltwoche wird diese Sturheit noch mit dem übertriebenen Herausstreichen der eigenen Leistungen und dem Wiederholen zumindest problematischer Aussagen garniert.

Hier einige Beispiele:

Urs Paul Engeler auf persoenlich.com:

Sie spielen auf die Hildebrand-Affäre an. Verschiedene Seiten werfen Ihnen vor, Sie hätten unjournalistisch gearbeitet, weil Sie Ihre Information nicht von einer zweiten Person verifizieren liessen. Werden Sie beim Referat darauf eingehen?

- Vielleicht frage ich in einem Nebensatz, wie viele Zweitquellen die andern Medien konsultiert haben, als sie kritiklos das lügenhafte Communiqué von Bundesrat und Bankrat vom 23. Dezember 2011 abdruckten. Oder aus wie vielen Quellen die (vom Gesamtmedienverbund wiederholte) Falschmeldung der “NZZ am Sonntag” geschöpft wurde, Frau Hildebrand habe die umstrittene Transaktion auf ihrem eigenen Konto durchgeführt. Wahrscheinlicher aber ist, dass ich schlicht darauf hinweise, dass meine Darstellung der Hildebrandschen Devisengeschäfte richtig war, zweitens einen Transparenz-Schub ungeahnten Ausmasses bewirkt und dringend nötige personelle Folgen ausgelöst hat.

Alex Baur in der Weltwoche vom 26. Januar zur Kritik des Informanten R.T.:

Auch das wäre ein interessantes Thema für den Presserat: Dürfen Journalisten den Sarasin­-Informatiker R[…]. T. , der zu seinem eigenen Schutz in einer psychiatrischen Klinik interniert wurde, mit Interviews be­drängen? Wie sind die Aussagen eines psy­ chisch angeschlagenen Mannes zu werten, der um seine Existenz kämpft? Sind sie journalistisch überhaupt verwertbar? Wie weit dürfen Medien in eine Strafuntersu­chung eingreifen? Man würde zumindest eine gewisse Zurückhaltung erwarten.

Und noch ein Beispiel aus dem Text von Roger Köppel, ebenfalls aus der Weltwoche vom 26. Januar:

Die nach dem Weltwoche­-Artikel veröffentlich­ten E­-Mails belegten schliesslich, dass Hilde­brand sehr wohl im Bild gewesen war und auch die fragliche Transaktion über seinen Bankbe­rater und die Frau höchstpersönlich angeord­net hatte. Die Recherchen waren richtig.

Dazu ein kurzer Kommentar: Anstatt zuzugeben, die Weltwoche habe Aussagen gemacht, die sie nicht habe belegen können, unternimmt Köppel eine rhetorische Volte, die nicht gelingen kann: Dokumente, welche erst nach der Publikation der Weltwoche veröffentlicht worden sind (und welche die Weltwoche nicht kannten), belegten etwas, was in den Recherchen gar nicht zum Ausdruck kam – und das so nicht einmal stimmt: Es gibt keinen Beleg dafür, Hildebrand habe die »fragliche Transaktion […] höchstpersönlich angeordnet«. Das Wort ist strapaziert: Aber diese Aussage ist eine Lüge.

Ein sehr genauer Kommentar zur Ausrichtung und zum Vorgehen der Weltwoche findet sich in der heutigen Ausgabe der Zeit Schweiz.

Eine Art Antwort der Weltwoche

Roger Köppel schreibt im Editorial der morgigen Weltwoche (19. Januar 2012):

Grundsätzlich sind wir gegen politische Einmischungen in die Zeitungswirtschaft. Aber wir haben keine Bedenken, offenzulegen, was wir seit Amtsantritt wiederholen: Die Weltwoche ist im alleinigen Eigentum des Verlegers und Chefredaktors. Es gibt keine anonymen Geldgeber oder Einflussnehmer, wie die grossen Medienhäuser zu betonen nicht müde werden, um einen erfolgreichen Konkurrenten im Markt anzuschwärzen. Wir sind gerne bereit, die Karten auf den Tisch zu legen. Aber selbstverständlich nur, wenn die Lex Weltwoche für alle Zeitungs- und Medienunternehmen in der Schweiz gilt. Alle Zeitungen und Medien sollen ihre Aktionäre und Teilhaber outen, ihre Finanzierungen bekanntgeben, die Kreditbedingungen und Subventionen sowie, wo vorhanden, alle verbindlichen Abmachungen, die Einfluss haben auf die künftige Eigentümerstruktur. Wir sind überzeugt, dass da sehr aufschlussreiche Informationen ans Licht kämen.

Ich lese diesen Schlussabschnitt als Antwort auf meine erste Frage. Die Antwort hieße dann: Es gibt Karten, die man auf den Tisch legen könnte. Die Tatsache, dass die Weltwoche Roger Köppel gehört, ist nicht die ganze Wahrheit.

Die Forderung, dass die anderen zuerst die Karten auf den Tisch legen müssen, scheint für mich dagegen zu sprechen, dass Köppel (wen er mit »wir« meint, ist mir nicht ganz klar geworden) zur Transparenz »gern bereit« ist.

Er wiederholt damit ein ähnliches Spiel, wie das Helmut-Maria Glogger heute im Blick am Abend spielt: Der Tagi-Chefredaktor Res Strehle dürfe nur dann das Nettogehalt von Roger Köppel publizieren (Maurice Thiriet schreibt, es betrage über 400’000 Franken netto), wenn er gleichzeitig auch sein eigenes Gehalt offen lege. Damit müsste wohl auch Glogger selbst sein Gehalt publizieren – und ich meines:

Es wäre doch ganz einfach: Mal mit gutem Beispiel vorangehen. Legen Sie doch die Karten auf den Tisch, Herr Köppel. Nur so setzen Sie die anderen unter Druck.

* * *

Mittlerweile ist es Donnerstag, deshalb muss ich hinzufügen, dass die heutige Weltwoche eine zweite Antwort enthält, und zwar in der Kolumne von Kurt W. Zimmermann. Zimmermann behandelt das Thema Besitzverhältnisse in den Medien konkret und abstrakt. Interessant in ist dabei, dass er ein anderes Gehalt nennt, als Thiriet im Tagesanzeiger:

Zuerst zum Konkreten. Als Roger Köppel 2006 die Weltwoche kaufte, musste er nach meinen Informationen gegenüber dem Verkäufer Tito Tettamanti eine fünfjährige Sperrfrist eingehen, während deren er nicht an Dritte ver- kaufen durfte. Dafür sicherte Tettamanti die Bankkredite ab, weil keine Bank einem Journalisten einfach so zwölf Millionen leiht. Seit 2007 hat Köppel jährlich zwischen ein und zwei Millionen Franken verdient und die Kredite zu gutem Teil zurückzahlen können. Levrat und Darbellay dürften enttäuscht sein: Das Blatt gehört heute seinem Herausgeber. Wenn er jetzt verkaufen würde, läge sein Profit bei etwa fünfzehn Millionen.

Nun zum Generellen. Hier haben für einmal die Populisten recht. Medien können nicht Transparenz bei Dritten verlangen, sich diesem Gebot aber in eigener Sache verweigern.
Medienhäuser müssen heute schon ihre «namhaften Beteiligungen» öffentlich machen, wobei als «namhaft» mehr als rund zehn Prozent des Aktienkapitals gelten. Dieselbe Regelung erscheint auch gegen innen sinnvoll. Ich würde ein Gesetz unterstützen, wonach Medienhäuser all ihre Aktionäre benennen müssen, die mehr als zehn Prozentihres Kapitals halten. Wünschenswert wäre auch Transparenz über Kredite, Aktienrechte und Bürgschaften. Aber das werden die Branchengrössen wie Tamedia, Ringier und NZZ nicht zulassen.
Medien müssen laut sein. Darum brauchen sie keine stillen Teilhaber.

Fragen an die Weltwoche – eine offene Mail

Am 16. Januar 2011 habe ich eine offene Mail an die Weltwoche abgeschickt. Mir scheint, einem Medienunternehmen Fragen zu stellen ist die sinnvollere Vorgehensweise als ein Gesetz zu entwerfen, um Transparenz herzustellen.

An: redaktion@weltwoche.ch.

Sehr geehrter Herr Köppel,
sehr geehrte Redaktionsmitglieder

Als medien- und politikinteressierter Mensch nimmt es mich schon seit längerem wunder, wie der Kauf der Weltwoche durch Roger Köppel finanziert worden ist. Konrad Weber hat diese Frage untersucht und bilanziert (pdf):

Roger Köppel hat einen Preis gezahlt , der deutlich unter dem Marktpreis lag. Oder er muss Konditionen haben, die unter denen liegen, die der Markt sonst fordern würde. Oder er muss eine Bürgschaft oder andere Garantien haben. (Das allerdings hat Köppel nach entsprechenden Behauptungen Roger Schawinskis scharf zurückgewiesen.) Wie auch immer: Der Markt allein reicht für die Finanzierung nicht.

Ich kann seine Überlegungen nachvollziehen, mir aber kein Urteil bilden. Deshalb bitte ich Sie, diese Frage in einer Ihrer nächsten Ausgaben zu thematisieren. Vielleicht gibt es gute Gründe, warum Sie diesbezüglich keine Transparenz herstellen möchten – und ich verstehe diese Gründe nicht.

Dann hätte ich noch eine weitere Frage, die damit nichts zu tun hat: Sie, Herr Köppel, verteidigen die Wehrpflicht in der Schweiz vehement, obwohl Sie selbst – so viel ich weiß – keinen Militärdienst geleistet haben. Warum nicht? Ganz allgemein würde ich einen autobiographischen Essay von Ihnen sehr gerne lesen – und ich denke, ich bin damit nicht allein.

Ich freue mich auf die Beantwortung meiner beiden Fragen und grüße Sie freundlich, Philippe Wampfler

Noch ein Hinweis (nur für die Leserinnen und Leser des Blogs, habe ich nicht per Mail verschickt): Maurice Thiriets Kommentar zu den Besitzverhältnissen bei der Weltwoche. 

Edit 18. Januar 2012: Hier gibt es einen Follow-Up-Post.

Bachelorarbeiten in den Medien

In der letzten Woche haben zwei Bachelorarbeiten ein großes mediales Echo ausgelöst:

Ich habe beide Arbeiten gelesen, einzelne Abschnitte nur angelesen. Es handelt sich meiner Meinung um seriöser, differenzierte Arbeiten – wobei ich keine Möglichkeit habe, die statistischen Aussagen genauer zu prüfen.

Die Frage, ob diese Arbeiten und ihre Resultate aber in medial zugespitzter Form einem breiten Publikum zugängig gemacht werden sollen, würde ich eher skeptisch beantworten. Ich möchte das an zwei Beispielen zeigen:

    1. Die Weltwoche schreibt in ihrer gestrigen Ausgabe: »Eine neue Studie zeigt: Journalisten wählen und denken links. […] Eine Mehrheit gibt an, ihre politische Einstellung «unbewusst» einfliessen zu lassen.«
      Diese »Studie« ist eben eine Bachelorarbeit. Was die Weltwoche bewusst unterschlägt (zumindest im online verfügbaren Teil), ist die Tatsache, dass der Rücklauf bei 24% lag. D.h. von 76% der Schweizer JournalistInnen weiß der Verfasser der Studie nichts über ihre politischen Präferenzen. Mehr noch: Er weiß auch nicht, ob die 24% repräsentativ für die Schweizer JournalistInnen sind.
      Zudem müsste man zu dieser Studie die Fragen stellen, ob denn JournalistInnen die gesamte Bevölkerung repräsentieren sollen (es gibt gute Gründe dafür, die Frage zu bejahen – aber auch gute, sie zu verneinen) und ob denn eine Befragung von JournalistInnen die geeignete Methode ist, um ihre Themenwahl und die politische Prägung ihrer Texte zu untersuchen.
    2. 20 Minunten zitiert Kullmann mit der Aussage: »Facebook bringt pro 200 Anhänger gar 160 Stimmen.«
      Diese Aussage ist, liest man seine Arbeit, statistisch nicht zu erhärten. Kullmann untersucht die Korrelation zwischen der Anzahl Gruppenmitgliedern auf FB und der Anzahl Stimmen. Diese Korrelation liegt bei 0.786 bei einer Standardabweichung von 0.361. Der Vergleich zwischen Kandidieren mit und ohne FB wurde nicht vorgenommen, zudem liegt hier wohl ansatzweise eine Verwechslung von Korrelation und Kausalität vor, wie Kullman selbst einräumt:

      So muss eine grosse Facebook-Fangemeinde eines Kandidaten ihm nicht zwingend mehr Stimmen bringen, sondern kann einfach auch Ausdruck von seinem grösseren Bekanntheitsgrad sein. (S. 36f.)

      Kurz gesagt: Was 20 Minuten schreibt, ist falsch. Die Untersuchung ist für den behaupteten Zusammenhang zu wenig genau, sie bezieht sich auf die Berner Grossratswahlen und nicht auf die eidgenössischen Parlamentswahlen und ist operiert in einem statistischen Graubereich.

Wie gesagt – diese Kritikpunkte möchte ich den Arbeiten und ihren Autoren nicht anlasten. Aber ich möchte davor warnen, dass Bachelorarbeiten als ausgewogene Studien betrachtet werden, die den letzten Stand der Forschung repräsentieren. Bachelor-Studierende stehen am Anfang ihrer Hochschulausbildung. Sie gehen Fragen an, die interessant sind – aber auf welche die Antworten unter Umständen komplexer sind, als man denken könnte.

Das sda-Problem und die Qualität der Medien

Urs Paul Engeler versteht entweder von den politischen Abläufen in der Schweiz wenig – oder tut zumindest journalistisch so. Er ist das beste Beispiel für einen Journalist, der sich willig einer Ideologie unterordnet, um letztlich nicht Texte zu verfassen, welche Probleme reflektieren und analysieren, sondern eine Perspektive transportieren, welche gerade verhindert, dass die Probleme in den Blick genommen werden können.

Worum geht es?

Seit Beginn dieses Jahres gibt es nur noch eine Nachrichtenagentur in der Schweiz, die sda. Aus wirtschaftlichen Überlegungen hat sie ihre Konkurrenz aufgekauft – und so ausgeschaltet. Diese Vorgänge wurden kritisch durchleuchtet und analysiert, insbesondere im Medienmagazin Klartext. Niemand, der etwas von Medien versteht, bestreitet, dass eine Situation mit mehreren Nachrichtenagenturen besser ist als eine Situation mit einer.

Urs Paul Engeler will nun gleich zwei Dinge erreichen:

  1. Er versucht einen Zusammenhang zu erfinden, in dem die Monopolstellung der sda im Kontext einer linken Verschwörung stehen könnte.
  2. Könnte die Monopolstellung der sda auch noch etwas mit Kurt Imhof (»altlink«) zu tun haben, der sich kritisch über die Qualität der Schweizer Medien geäußert hat.

Beides gelingt ihm nicht. Seine Methoden sind denn auch denkbar primitiv: Auf die Person spielen. Imhof und de Weck. Und dann noch ein bisschen von dem, was alle wissen: Medien, SF, Tagi, you name it, nur nicht die Weltwoche: Allesamt links.

Urs Paul Engeler schlägt selbst als Qualitätskriterien für Medien »Debatte und Wettbewerb« vor, wirft Imhof mangelnde Kompetenz sowie einen politischen Bias vor: Die Erwähnung der Minarett-Initiative allein habe für den Vorwurf mangelnder Qualität gereicht. Neben der ironischen Pointe, dass gerade der Wettbewerb dazu geführt hat, dass die sda als Monopolistin dasteht (was würde denn eigentlich Herr Engeler zur Lösung des Problems vorschlagen?), verfehlt er so völlig, was Imhofs Studie beabsichtigt oder geleistet hat. (Da Weltwoche-LeserInnen Fakten weniger bedeuten als stramme bürgerliche Parolen, mag ihm das seine Leserschaft verzeihen.)

Hier sei doch noch kurz zitiert, wie denn das Jahrbuch von Imhof die Minarett-Initiative einbezieht:

Die Qualität öffentlicher Kommunikation bemisst sich hinsichtlich ihrer Forumsfunktionan der Meinungsvielfalt, d.h. der Vielfalt und Relevanz der Akteure und Argumente, die zu dieser Vorlage zur Sprache kommen, an der Begründung und wechselseitigen Berücksichtigung dieser Argumente und an der Vermittlung von Hintergrundinformationen.

Hinsichtlich der Integrationsfunktion öffentlicher Kommunikation bemisst sich die Qualität medienvermittelter Kommunikation an der Art und Weise, wie gesellschaftliche Normen und Werte sowie die Fragen der Zugehörigkeit reflektiert und begründet und damit Vereinseitigungen verhindert werden. Problematisch sind im Fall der Minarettinitiative vor allem Pauschalisierungen in der Wahrnehmung muslimischer Akteure.

Die Weltwoche als KMU – eine iApp als Geschäftsmodell

Apps sind – wie die FAZ im »Netzökonom«-Blog darlegt – ein »Übergangsphänomen«: In der Zukunft werden Inhalte nicht in Programmen dargestellt, die nur auf spezifischen Plattformen laufen, sondern im Internet – so dass man von jeder Plattform darauf zugreifen kann.

Gleichwohl steigt die Weltwoche ins App-Business ein und lanciert nach dem Tages-Anzeiger, dem Blick und der NZZ auch eine iPhone-App. Das Spezielle daran: Während der Blick alle Inhalte gegen eine Monatsgebühr zur Verfügung stellt (inklusive pdf-Download), der Tagi eine Gratis-App anbietet und die NZZ zwar nicht die ganze Ausgabe in der App abbildet, aber sehr viel Content in der App abrufbar ist – hält die Weltwoche ihren Paywall auch in der App aufrecht: Obwohl die App stolze 5.50 kostet. Sprich: Für 5.50 kann ich die wenigen schlechten online-Texte lesen und zusehen, wie Köppel seine »Eloquenz«  seinen Nonsense (immer wieder lustig und so »bloggig«, das Durchstreichen von Wörtern, oder?) in Videokommentaren verbreitet. Alle anderen Texte sind nur Abonnenten zugänglich – die also zusätzlich zu ihrem Abo 5.50 zahlen müssen, um ihr Abo auch aufs iPhone auszudehnen.

Nicht, dass irgendjemand die Weltwoche lesen möchte, der sie nicht jetzt schon liest, also handelt es sich auch um kein Problem. Aber die wirtschaftliche Logik ist zumindest fragwürdig. Auf meine Nachfrage schreibt die Weltwoche per Twitter:

Weil wir als KMU uns diesen Kanal nur leisten können, wenn er auch Einnahmen hat, und die iApp ein grosses Kundenbedürfnis ist.

Offenbar hat da jemand einen Auftrag bekommen, das Kundenbedürfnis abzuschätzen und dann gerechnet, wie viel einen Informatiker die iApp kostet, dividiert und voilà: 5.50. (Eine iPad-App wird es nicht geben, weil eben: Kein Kundenbedürfnis oder sich das nicht rechnet. Wie einfach es gewesen wäre, gleich auch ein Angebot in groß, sprich eine universale App zu basteln, kann ich nur vermuten: Sehr einfach.)

Aber die finanziellen Nöte der Weltwoche haben mich dann doch noch etwas zum Schmunzeln gebracht, vor allem weil es in der Beschreibung der App heißt:

Die Weltwoche ist das einzige unabhängige Polit- und Themenmagazin der Schweiz.

So unabhängig, dass sie nicht einmal sagen muss, welcher SVP-Exponent Köppel das Geld gegeben hat, um die Weltwoche ideologisch ganz nach rechts-außen zu rücken.

Update: Um noch etwas Konstruktives anzumerken – so würde ich vorgehen:

  • Die Kosten für die App auf die Abogebühr vom nächsten Jahr daraufschlagen – und eine Gratis-App veröffentlichen (Mehrwert für Abonnenten, viele Downloads von Interessierten).
  • Die App gratis anbieten und einzelne Ausgaben (oder Texte) für Nicht-Abonnenten als In-App-Purchase anbieten und die Sache so finanzieren.

Die »Gratiskultur« - erste Resultate von Kurt Imhofs Forschergruppe

Kurt Imhof hat Mittel gesucht, um mit einer Forschergruppe die Schweizer Medienlandschaft unter die Lupe zu nehmen. Er kommt zu folgenden Befunden:
  • In allen Mediengattungen wächst das Angebot an Klatsch bzw. an Softnews, welche die klassischen publizistischen Kernthemen Politik, Wirtschaft und Kultur zurückdrängen.
  • Die Nachhaltigkeit der Berichterstattung lässt nach. Episodische, auf Personen, Konflikte und Katastrophen zugespitzte Informationen nehmen zu.
  • Obwohl die Welt zusammenwächst, schotten sich die Medien ab, indem sie die Auslandberichterstattung stark abbauten.
  • Die Wirtschaftsinformation bleibt mangelhaft.
  • Der Erfolg der Gratiszeitungen und die Gratisangebote im Internet senkten unter den Konsumenten das Bewusstsein dafür, dass Informationsqualität etwas kostet.
  • Die Einbruch bei den Werbeeinnahmen erschwert die Finanzierung der redaktionellen Leistungen.
  • Die Bedeutung derjenigen Medientitel, die wenig zur Informationsqualität beitragen, wird weiter wachsen.
  • Der recherchierende, einordnende Journalismus gerät weiter unter Druck.
  • Auch die Presse orientiert sich vermehrt an den Unterhaltungsbedürfnissen der Medienkonsumenten.

Bezeichnenderweise wurde diese wissenschaftliche Untersuchung von rechter Seite schon torpediert, bevor sie Resultate vorgelegt hat. Dafür gibt es gute Gründe: Rechtspopulistische Politik profitiert davon, dass Medien episodisch, isoliert und billig arbeiten – da ihr langfristiges Ziel gerade die Gefährdung des »Funktionieren der Demokratie« (Imhof) ist.

Die Ursachen liegen für die Forschergruppe in der »Gratiskultur« – sprich in der Tatsache, dass in einem traditionellen Modell die Werbung die Redaktionen finanziert hat und die AbonnentInnen oder KäuferInnen einer Zeitung lediglich für die Druck- und Vertriebskosten aufkommen mussten. Da nun der Werbemarkt eingebrochen ist, reicht das Geld nicht mehr für die Finanzierung von qualitativ hoch stehend arbeitenden Redaktionen.

Eine Konsequenz wäre die der NZZ:

«Wir müssen für hochwertige Inhalte Geld verlangen», sagt Peter Hogenkamp; er ist neuer Leiter Digitale Medien beim Verlagshaus. «Sonst können wir künftig die Redaktionen nicht finanzieren.»

Hogenkamp will also die LeserInnen an den redaktionellen Kosten beteiligen – sprich: Man müsste als LeserIn für das gleiche wie früher neu mehr bezahlen, weil eine andere Einnahmequelle versiegte.

Ich überlege schon seit längerem, ob es einen vergleichbaren Fall gibt, in dem KonsumentInnen bereit waren, für ein Produkt mehr zu bezahlen, weil jemand anderes es nicht mehr im gleichen Ausmass finanziert hat.

Andererseits kann man auch einen anderen Blickwinkel wählen: Die digitale KonsumentIn finanziert zwar »Druck« und Vertrieb (indem sie ein Endgerät kauft und den Datentransfer zumindest teilweise bezahlt), könnte aber gerade gleich viel wie bisher bezahlen – weil er/sie ja auch gleich viel erhält auf dem Netz.

Die Kritik am Vorgehen der NZZ wurde von Marcel Weiss auf Netzwertig.com schon detailliert formuliert. Sie lässt offen, welche Alternativen bestehen. M.E. sind es nur zwei:

  1. Der Staat ermöglicht eine funktionierende (und die Demokratie ermöglichende) Medienlandschaft, indem er beispielsweise mit Billag-Gebühren (die als umfassende »Medien-Steuer« erhoben würden«) eine nachhaltig operierende, politisch neutrale Nachrichtenagentur aufbaut, die starke Wirtschafts- und Auslandredaktionen hat. Diese Agentur würde Tageszeitungen, Onlineportale und audiovisuelle Medien gleichermassen und gratis bedienen. (Die Unterstützung für das Schweizer Fernsehen viele weg – diese Unterstützung mutet in Zeiten von Medienkonvergenz ohnehin anachronistisch an.)
  2. Der Online-Werbemarkt legt zu und ermöglicht dank neuer Modelle eine ähnliche Finanzierung wie sie bisher möglich war. Wenn Werbung bisher meine Zeitung finanziert hat – warum sollte sie es in Zukunft nicht mehr tun?
    (Hier gibt es dann wohl das Problem, dass Internetwerbung ihre Wirksamkeit zu gut messen kann – und so günstiger verkauft werden muss als Printwerbung.)

Das Bussenproblem – und Hildegrad Fässler for Bundesrat

Die Weltwoche bedient wieder mal Bauchgefühle: Wer keine Bussen mag, wird wohl damit einverstanden sein, dass man Bussen auch dann kritisiert, wenn es keine Argumente dafür gibt. Eine Busse kriegt man nach einer Übertretung eines Gesetzes – und die einzige Massgabe, ob die Busse gerechtfertigt ist oder nicht, ist, ob man ein Gesetz übertreten hat oder nicht. Nun scheinen Philipp Gut und Daniel Glaus (Artikel zum Glück hinter dem Paywall) der Ansicht zu sein, Bussen seien immer dann nicht zu rechtfertigen, wenn sie nicht direkt einen Ort geringerer Verkehrssicherheit betreffen oder aber von einer Behörde budgetiert werden.

Damit kommen zwei Aspekte sehr schön zum Ausdruck:

  • Erstens sollen härtere Strafen, die man gerne fordert, bitte einfach die anderen betreffen (z.B. die Raser, weil man fährt selber einfach nur zügig und sicher), die Ausländer (denn die arbeiten zwar hier, sollen sich aber das Leben lang als Gäste fühlen) oder die Jugendlichen (am besten direkt an den Internetpranger stellen).
  • Zweitens soll sich der Staat bitte einfach nicht in unser Leben einmischen. Keine Steuern einziehen. Keine Bussen verteilen. Am besten: Nichts einnehmen. Nichts ausgeben. Nur die Geiseln im Ausland schnell zurückholen. Und die Ausländer ausschaffen. Und die Prostituierten und die Sterbehilfe dorthin schicken, wo wir sie nicht sehen. Und einfach: Sicherheit. Und Strassen. (Das ist so wirr geschrieben, weil es so wirr gedacht ist. Die Form folgt dem Inhalt.)

* * *

Damit wären wir bei Hildegrad Fässler und ihrem brillanten Interview in der WoZ. Sie kann denken und kann ausdrücken, was sie denkt – von mir aus gerne im Bundesrat. Sie sagt zur Frage des Staates:

Das ist der Punkt, der mir am meisten Sorgen bereitet. Vieles wurde in den letzten Jahren salonfähig, was ich nie für möglich gehalten hätte. Das Geringschätzen des Staates und seiner Organe. […] ich habe ein ungutes Gefühl. Was passiert derzeit mit der Schweiz? Werden wir in dreissig Jahren sagen: Das war damals der Moment, wo wir es hätten merken müssen, der Moment, in dem der Sozial staat demontiert wurde und liberale Werte untergingen. Den Begriff «Solidarität» darf man ja kaum noch brauchen. Beim neuen Finanzausgleich heisst es etwa: «Wer zahlt, befiehlt.» Das ist keine Schweizer Maxime. Dass mit den billigsten Sprüchen niedere Instinkte abgerufen und Wahlen gewonnen werden, bereitet Unwohlsein. […]  es kann auch nicht sein, dass die Linken dauernd sagen müssen, wie wichtig der Staat ist, weil ihn die anderen kaputt machen wollen. Der Staat soll ja nicht alles regeln. Er muss aber für einen Ausgleich sorgen, für eine Umverteilung, die zu mehr Gerechtigkeit führt.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

* * *

Als Bonus noch Fässlers Analyse der Leistung von Hans-Rudolf Merz:

Sein politischer Instinkt liegt unter null.

Bundesrat Merz war ein totales Debakel, auch oder gerade als Bundespräsident.

Schon vor drei Jahren sagte ich ihm: Hans-Ruedi, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, aufzuhören. Er schaute mich an und sagte, er sei der erfolgreichste Bundesrat. Er habe immer alles durchgebracht, was er wollte. Ich antwortete: Ja, die Abschaffung des Fünfräpplers zum Beispiel. Auch so eine gute Idee von ihm – wie man sieht

Wie kann man etwa zur Zeit der Rassentrennung in Südafrika arbeiten und behaupten, man habe nie etwas von der Apartheid mitbekommen?

Er blieb ein Vertreter der UBS, er hat diesen Hut nie abgelegt. […] Nein, von Käuflichkeit würde ich nicht reden. Aber Bundesrat Merz ist sicher ein Beispiel dafür, dass es möglich ist, als reiner Lobbyvertreter, der kaum je das Gesamtwohl im Auge haben muss, Bundesrat zu werden.

Wie die Weltwoche einen schlechten Kommentar erarbeitet – oder Wikileaks revisited

Nachdem ich gestern zum Thema Transparenz gebloggt habe, lese ich nun heute ausnahmsweise einen Weltwoche-Kommentar und muss ihn kurz kommentieren.

Man stellt sich den Ablauf so vor:

  1. Redaktionssitzung bei der Weltwoche.
  2. Auf dem Programm: Wikileaks. (Dokumente. Afghanistan. Allgemeine Meinung in der Tagespresse: Wikileaks wird ein neuer Medienplayer. Erstaunliche Dokumente. Kaum zu überblicken, muss man mal auswerten. Differenzierte Analyse – Kritik an Amerikanern und Vorbehalte gegen Veröffentlichung (Gefährdung von Menschenleben).)
  3. »Da müssen wir was machen – aber sowas von Weltwoche-Style: Einfach mal gegen den Strich, das Thema.«
  4. Urs Gehringer – dessen Arbeitsweise bereits andernorts kritisch beleuchtet wurde – meldet sich: »Da lässt sich was machen, so richtig auf die Schnelle. Nein, die Dokumente müssen wir nicht lesen, das haben ja andere Zeitungen schon gemacht. Wir schreiben dort einfach was ab und spielen noch ein bisschen auf den Mann, dieser, wie heißt der nochmal, Assange von Wikileaks, da graben wir schon noch ein paar Leichen auf seiner Wikipedia-Seite aus.«
  5. Er »recherchiert«, sprich, er liest diesen Artikel, übersetzt Teile ins Deutsche und liest bei Wikipedia nach.
    Update
    : Und  übernimmt so 1:1 US-Propaganda.
  6. Dann haut er in die Tasten. Ob das, was da steht, richtig ist, interessiert niemanden – Hauptsache, es ist nicht das, was vernünftige Menschen denken. Und Hauptsache, es ist pro-amerikanisch.

Konkret steht dann da Folgendes:

Assange ist Freibeuter in den Datenmeeren der Mächtigen, von einer Mission getrieben, die Machenschaften der Potentaten zu «demaskieren» und sabotieren.

Das ist, was hinter der »Maskerade« steckt – aber genau das würde wohl Assange selber auch unterschreiben.

Diesen Frühling editierte er ein 38-minuten Video von einem US-Helikopter-Angriff im Irak, verknappte es auf eine 17-minuten Version, welche die Crew als Mörder eines unschuldigen Mannes präsentierte. Das Ganze versah er mit dem Titel «Collateral Murder».

Tatsächlich hat Wikileaks das Video mit diesem Titel veröffentlicht – der allerdings so reißerisch gar nicht ist. Aber auf der entsprechenden Seite ist das Originalvideo (ungeschnitten) und die gekürzte Version zu sehen: Von einer Manipulation kann nicht die Rede sein.

Ronnie Grob bringt in einem Kommentar zum Ausdruck, wie verquer der besagte Kommentar selbst innerhalb dem Weltwoche-Denken selbst daherkommt:

Diese Story steht witzigerweise zwischen “Professor Zensor” und “Indiskretionen – Fluch oder Segen?” – in beiden wird Offenheit gefordert und Zensur verdammt.
Aber beim US-Militär soll alles anders sein? Und Wikileaks furchtbar unverantwortlich?

Die Boulevardisierung der Islamophobie

In der Schweiz herrschen ideale Voraussetzungen für islamophobe Hetze: Eine Abstimmung wurde gewonnen, mit der man es den Muslimen einmal so richtig gezeigt hat, und zudem wird ein Schweizer in einem muslimischen Land festgehalten. Jede Art von anti-islamischer Stimmungsmache würde einen fruchtbaren Boden finden, doch allein: So weit man sucht, man findet keine negativen Erscheinungen des Islams. Man beschwört zwar Burkas herauf (»Da, eine Burka!« titelt der Tagi), aber man sieht keine, man rechnet mit Terroranschlägen, nach der Abstimmung sowieso, aber keine Terroristen interessieren sich für die Schweiz, und auch sonst passiert nicht das, womit man beim Islam offenbar ständig rechnen muss: Einführung einer neuen Rechtsordnung, Zwangsverheiratung sämtlicher Frauen, religiöse Diktatur, Tötung aller Ungläubigen und Ähnliches. Passiert einfach nicht. Aber irgendwie wissen doch die sich völlig rational gebenden Islamkritiker, dass da irgendwo eine Art Parallelgesellschaft lauert, dass Zwangsverheiratungen an der Tagesordnung sind und gerade wenn man eben nichts davon mitbekommt, die Gefahr am größten ist.

Was also tun, wenn man die Islamophobie noch etwas anheizen will? Richtig: Ihr ein Gesicht geben, wie das das Boulevard schon seit Urzeiten tut. Man gehe wie folgt vor:

  1. Man suche einen Muslim, der a) etwas durchgeknallt aussieht, b) etwas durchgeknallt ist und c) das Rampenlicht sucht.
  2. Man hieve ihn durch ein islamophobes Hetzblatt (die Weltwoche) ins Rampenlicht, so dass dann staatliche Medien (die Arena) nachziehen und letztlich die Sonntagspresse den Steilpass aufnimmt.
  3. Der Öffentlichkeit ist klar, dass es a) den radikalen Islamismus in der Schweiz gibt, b) Islamist und Muslim Synonyme sind und c) jeder, der an den Koran glaubt, die Menschenrechte mit Füssen tritt und lieber heute als morgen eine Frau steinigt.
  4. Man kann die Story beliebig erweitern und zur Kampagne ausbauen: Eine »Konvertitin« taucht ab und auf, die natürlich einer »Gehirnwäsche« unterzogen worden sein muss (Tagi), weil wer würde schon freiwillig zum Islam konvertieren, zudem lebt sie in »muslimischer Käfighaltung«, wie die Weltwoche weiss.

Dazu kann dann abschließend (das Muster dürfte klar geworden sein: man hat keine relevanten Sachverhalte, also spielt man auf den Mann und die Frau) die Weltwoche zitiert werden, die zu Blancho schreibt:

Wer den Studenten und zweifachen Familienvater ohne Einkommen finanziert, ist unklar.

Was mir daran gefällt, ist, dass ebenso unklar ist, wer den »Journalisten und einfachen Familienvater« Roger Köppel finanziert (und damit auch das Hetzblatt Weltwoche) – und warum das nicht transparent gemacht werden kann, wie hier (NZZ), hier (Tagi) und früher schon (2007) in Blogs (Netzwertig von Ronnie Grob u.a.) nachzulesen war.

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