Alternativen zur Corona Soforthilfe

Das Virus Covid-19 hat nahezu weltweit große Nachteile für Unternehmer, Arbeitnehmer und die Gesellschaft bewirkt. Geschäfte mussten schließen, Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und es ist ein deutlicher Rückgang des Konsums bemerkbar. Das hat viele negative Folgen für jeden von uns.

Wenn Unternehmen keinen Umsatz mehr verzeichnen können, fällt es ihnen schwer die Gehälter der Mitarbeiter zu bezahlen und sie entrichten keine Steuern mehr. Die Wirtschaft kommt zum Erliegen, Jobs werden abgebaut und es fehlen Steuereinnahmen für Bildung, Umweltschutz und das soziale Sicherungsnetz.

Die Lösung: Eine Soforthilfe

Die Tische sind gedeckt, doch wegen Corona kommt kein Gast
Die Tische sind gedeckt, doch wegen Corona kommt kein Gast

Der Bund hat sich im Zuge dessen dazu entschieden die kleineren Unternehmen mit einer finanziellen Soforthilfe zu unterstützen. Wer von Corona betroffen ist, bekam die Möglichkeit zwischen 9.000€ und 25.000€ zu erhalten. Es ist sehr lobenswert, dass eine schnelle und unbürokratische Hilfe geschaffen wurde, doch nun gibt es Nachbesserungsbedarf.

Entscheidend dafür, ob man die Soforthilfe erhält, ist das Erfüllen einer der vier Kriterien:

  1. Wegfall mehr als der Hälfte der Aufträge
  2. Halbierung des Umsatzes im Vergleich zum Vormonat
  3. Verordnete Schließung durch die Behörden
  4. Keine Liquidität um Mieten, Kredite, oder Leasingraten zu bezahlen

Leider erfüllen viele Betriebe, die dringend Hilfe benötigen, diese Anforderungen nicht. Das ist vor allem bei jungen Unternehmen der Fall, wenn sie im Laufe des letzten Jahres gewachsen sind. Wer beispielsweise den Umsatz verdoppeln konnte und somit eine große Hoffnung für die deutsche Wirtschaft darstellt, wird trotz großer Probleme im Stich gelassen.

Auch Unternehmen, die erst im Jahre 2020 gegründet wurden, dürfen keinen Antrag auf Soforthilfe stellen. Wer beispielsweise im Januar ein Restaurant eröffnet hat, dafür einen Kredit in Höhe von 100.000€ aufnehmen musste und im März zum Schließen gezwungen wurde, erhält keine Corona-Soforthilfe.

Alternativen zu der Soforthilfe

Wenn ein eigentlich gesundes Unternehmen in eine finanzielle Schieflage gerät, ist das ein Drama für den Unternehmer, die Angestellten und den Staat. Hier muss schnell eine Lösung gefunden werden. Wir leben jedoch in einem kapitalistischen System und nicht im Sozialismus. Das bedeutet, dass Unternehmer selbst dafür verantwortlich sind das Unternehmen zu retten und die Kosten nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden dürfen. In immer mehr Fällen geschieht das dennoch.

Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten eine Insolvenz zu vermeiden, auch wenn keine Corona-Soforthilfe ausgezahlt wird. Anbei einige Anregungen:

  • Stundung von Zahlungen – Als Unternehmer kann man vor allem in Krisenzeiten mit Verpächtern, Lieferanten und Partnern eine Stundung der Zahlung aushandeln, um Liquidität zu schaffen.
  • Eigenkapital erhöhen – Durch die Veräußerung von Anteilen am Geschäft, kann neues Eigenkapital in die Firma gebracht werden.
  • Fremdkapital erhöhen – Banken und Privatpersonen können um einen Kredit gebeten werden. Ein gesundes Unternehmen wird hier meist vernünftige Konditionen erhalten.
  • Alternative Einnahmequellen – Jede Krise ist stets eine Chance. Vor allem in Notzeiten wird man kreativ und findet neue Wege um Einnahmen zu generieren.
  • Hilfe der Mitarbeiter – Die Mitarbeiter sind vor allem in der Krise daran interessiert, dass das Unternehmen Bestand hat. Eventuell sind sie kurzfristig damit einverstanden auf einen Teil des Lohnes zu verzichten, oder mit Anteilen am Unternehmen bezahlt zu werden.

Crowdfunding als Einnahmequelle

Investoren und Kunden treiben sich gerne auf Crowdfunding-Plattformen herum. Sie suchen nach guten Gelegenheiten ein Geschäft zu machen und hier ist vor allem die Krise attraktiv. Auf Startnext, Kickstarter, 99Funken oder Steady kann man als Unternehmer seine Dienstleistungen, Waren oder Anteile anbieten und von vielen Menschen kleine Beträge erhalten, die den Fortbestand sichern.

Vor allem für kreative Ideen kann man hier innerhalb kürzester Zeit viel Liquidität erhalten. Lokale Unternehmen sollten hier in erster Linie auf die Bewohner der eigenen Stadt setzen. Auch nach der Krise wollen die Menschen ausgelassen in einem Biergarten sitzen wollen. Auf Crowdfunding-Plattformen kann man beispielsweise ideal Gutscheine vertreiben und so auch in diesen schweren Zeiten Umsätze generieren.

Kennst du weitere Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen!