Die Altkleiderlüge - oder: Wohltätigkeit gibts nicht gratis
Geschrieben am 1. März 2012
Peter Singer mag ein streitbarer Philosoph sein. Seinen Aussage zur Verpflichtung, mit Spenden Menschen in Not zu helfen, kann man jedoch kaum gültige Argumente entgegensetzen. Singer forderte in einem Interview mit dem Tages Anzeiger-Magazin (nicht mehr online) beispielsweise: Das Magazin: Also eine Art obligatorische Entwicklungshilfe, ein Lohnabzug oder eine Steuer? SINGER: Manche Banker machen das — Bear Stearns etwa, bevor das Institut in der Finanzkrise an JPMorgan ging. Rund tausend der höchstbezahlten Angestellten waren verpflichtet, vier Prozent ihres Einkommens und Bonus an Non-Profit-Organisationen zu spenden. Sie mussten ihre Steuererklärung vorlegen zum Beweis, dass sie es getan hatten. Es war Teil der Unternehmenskultur — 2006 gingen so 45 Millionen Dollar an die Wohlfahrt. Goldman Sachs macht etwas Ähnliches, Google ebenso. Eine Pflicht zu spenden gibt es natürlich…