Anleitung: iPhone und iPad jailbreaken

Anleitung: Jailbreaken

Was ist jailbreaken? Grundsätzlich die Modifikation der Software auf Apple-Geräten (iPhone, iPod touch, iPad), so dass Programme und Dateien geladen werden können, die Apple nicht im AppStore zulässt.

Mit gewissen Methoden ist es zudem möglich, die Bindung des iPhones an bestimmte Mobilcarrier (Swisscom, Orange) zu umgehen, und das iPhone mit einer beliebigen SIM-Karte zu benutzen. — Diese Anleitung wurde auf Wunsch von Anonymous erstellt.

  1. Methode für einen dauerhaften Jailbreak aller Apple-Geräte inklusive iPad, unabhängig von der Firmware-Version:
    a) Voraussetzungen: iTunes Version 9, aktiviertes Gerät (iPhone), kein Jailbreak installiert
    b) Gerät synchronisieren mit iTunes
    c) Hier die richtige Version runterladen: http://spiritjb.com/ (Windwos, Mac oder Linux) und installieren
    d) Gerät anschließen und auf den Knopf drücken.
  2. Methode um iPhone unter einem anderen Carrier laufen lassen zu können:
    a) ist eine komplizierte Geschichte, abhängig von der aktuellen Firmware (geht einfacher mit Firmware 3.1.2 als 3.1.3) und vom Gerät (neueste Modelle 3GS erschweren den Jailbreak)
    b) deshalb: Möchte ich keine Verantwortung übernehmen und verlinke auf:
    c) Redsnow: http://wikee.iphwn.org/howto:rs9
    d) Pwnage-Toold: http://blog.iphone-dev.org/post/376648600/pre-game-show
    e) Kommentar: Beide ermöglichen m.E. brauchbare, aber aufwändige Jailbreaks. Mit jedem Update der Firmware sind aufwändige Updates verbunden, ich brauchte mit diesen Methoden jeweils bis zu einem Tag, um das Gerät wieder voll funktionstüchtig hinzukriegen.

Diese Informationen sind heute, 17. Juni 2010 aktuell. Das Erscheinen von OS 4.0 für mobile Apple-Geräte wird das ganze Spiel verändern.

7 thoughts on “Anleitung: iPhone und iPad jailbreaken

  1. Hier der erwähnte Anonymous – Erstmal vielen Dank für die Anleitung! Habe mich inzwischen allerdings auch ein wenig informiert (Google wird zum Synonym für Recherche), und bin auf folgende Links gestossen:

    1. http://www.youtube.com/watch?v=zt2B4zDiM2M
    - Beispielanleitung um Spirit zu installieren
    2. http://apptrackr.org/
    - Bester Anbieter von gehackten Apps, fast sämtliche Apps gibts dort gratis zum Download (Anm: Chrome speichert die von Appscene nicht als .ipa, benutze deshalb Safari. Ausserdem kann Apptrackr mit Cydia hinzugefügt werden, mit Installous kann man die Apps gleich vom Gadget aus installieren.
    3. http://songr.co.cc/ – Bester Musikdownloader, macht das Bezahlen in iTunes eig unnötig.
    4. Wie sieht das Ganze rechtlich aus? Jailbreak müsste legal sein, der Download gestohlener Dateien in der Schweiz wohl auch..
    Lg, D.

  2. Grundsätzlich finde ich Jailbreaking legitim, wenn man das Gerät für etwas brauchen will, was Apple verunmöglichen will – weil einem das Gerät gehört, mit all seinen Funktionen.
    Es zu tun, um Apps gratis laden zu können, halte ich für weniger legitim. Wie legal das ist, kann ich nicht beurteilen: In der Begründung, warum man Musik aus dem Internet laden darf, ohne belangt werden zu können, spielen v.a. zwei Argumente eine Rolle:
    1.) der Benutzer kann nicht wissen, was sich hinter einem Link verbirgt
    2.) wenn man Daten erworben hat, dann darf man sie auch innerhalb des Haushalts »teilen«, d.h. kopieren für den eigenen Gebrauch.

    Beide Argumente treffen für mich bei Apps nicht zu, die man gratis lädt.

    Musik muss man nie mit iTunes kaufen, aber oft finde ich, die Künstler hätten es verdient, entschädigt zu werden, und kaufe die Titel deshalb bei iTunes. Wie man sonst zu Musik kommt, habe ich im Post übers Runterladen schon erklärt… 

  3. “legitim, wenn man das Gerät für etwas brauchen will, was Apple verunmöglichen will – weil einem das Gerät gehört, mit all seinen Funktionen.” Etwas, das Apple verunmöglichen will, wäre zum Beispiel der Download gehackter Apps.. Welche Funktionen meinen Sie? Und wenn diese unbedenklich sind (bsp. Gebrauch als Memory-stick), fragt man sich, was Apple denn dagegen hat.
    Ihre beiden wichtigsten Argumente verstehe ich auch nicht – Ich habe Musik noch nie unabsichtlich runtergeladen, und bei Downloadseiten kann von “eigener Gebrauch” nicht die Rede sein – Das ist nicht nur bei Apps der Fall.
    Und weiss jemand, wieviele Rappen Ihrer bei iTunes gekauften Songs tatsächlich in der Tasche der Künstler landen?

    • Der Download gehackter Apps wird von Apple aber legitimerweise verhindert – weil die Hersteller von Apps ein Recht darauf haben, dass diese nicht gehackt werden; wie ich finde.
      Ein Gerät berechtigt einen, es zu benutzen – nicht aber, die Rechte anderer zu beeinträchtigen. Z.B. einen Memory-Stick anschliessen zu können, um eigene bzw. gekaufte Daten zu transferieren – das verhindert Apple aus zwielichtigen Gründen (natürlich deshalb, weil sie wollen, dass nur aufs Gerät kommt, was in iTunes läuft).
      Die Argumente von mir sind der Hintergrund der heutigen Regelung, dass nämlich der Download von Filmen und Musik aus dem Internet legal ist. Der Grund ist, dass man es nicht verbieten kann, weil eben:
      1.) man u.U. auf einen Link klickt, und man sofort was runterlädt, was illegal sein könnte; d.h. im Extremfall könnte ich hier irgendwas verlinken und wenn Sie draufklicken machten Sie sich strafbar ==> dieses Gesetz wäre problematisch
      2.) man darf Datenträger kopieren (für den privaten Gebrauch, z.B. möchte ich vielleicht nicht meine Lieblingscd mit in die Ferien nehmen, sondern eine Kopie, oder ich möchte sie auf mein iDevice laden); und also darf man auch Kopien aufs Internet laden für den privaten Gebrauch ==> man kann schlecht kontrollieren, wo dieser Gebrauch anfängt und aufhört.
      Das sind nur die Argumente, warum man das nicht per sofort verbieten kann, wie das die Industrie gerne täte.

      • Wenn die Hersteller von Apps ein Recht darauf haben, dass ihre Apps nicht gehackt und weiterverbreitet werden, sollten das konsequenterweise auch Musikproduzenten haben – Oder Sie haben dieses Recht eben beide nicht und der Download ist legal. Wieso, verstehe ich aber immer noch nicht:
        1.) Siehe Kinderpornographie. Wenn Sie einen solchen Link zum Download illegaler Inhalte posten und ich ihn anklicke, mache ich mich meines Wissens strafbar, ob ich wusste, was beim Klick passiert oder nicht. Eine strafbare Handlung wird nicht legal, nur weil der Handelnde nicht wusste, dass sein Tun illegal war.
        2.) Man könnte ohne Probleme vorschreiben, dass man Datenträger in die Ferien nehmen kann, Daten im inet aber nicht öffentlich verbreiten darf. “Öffentlich” wäre dann alles, das jeder herunterladen kann, ob er den Anbieter kennt oder nicht. Dieses Herunterladen könnte man ebenfalls verbieten, doch wie immer im Internet – Sehr schwer zu kontrollieren. Momentan sieht es ja ähnlich aus – Raufladen illegaler Dateien (Copyright-geschützte oder sonstwie verbotene Inhalte) darf man nicht, runterladen von Ersteren in der Schweiz aber schon. Und beides wird fleissig gemacht.
        Die ganze Geschichte zeigt eine Grundproblematik des Internets auf – Man (auch der Staat) weiss nicht, wer am anderen Ende sitzt. Gesetze im Internet gibt es kaum. Obwohl das Web in der heutigen Gesellschaft extrem wichtig geworden ist (nicht nur wirtschaftlich), wird es wenn von der Wirtschaft kontrolliert, Länder haben hier nicht viel zu sagen. Menschen mit genügend Fachwissen können machen, was sie wollen, ohne belangt zu werden. Und tun das auch.

      • Musikproduzenten haben ein Recht darauf, dass ihre Musik nicht verändert wird – aber ich sehe den Punkt schon; eigentlich handelt es sich um das gleiche Problem.
        Die beiden Aspekte habe nicht ich erfunden, sondern die werden in den juristischen Diskussionen immer erwähnt. Ich bin ziemlich sicher, Sie würden straffrei ausgehen, wenn Sie auf einen Link klicken, hinter dem sich (ohne, dass es so aussieht) Kinderpornographie verbirgt und sie die geladenen Inhalte sofort wieder löschen. Das Problem mit der Musik ist ja, dass sie der Musik nicht anhören können, ob jemand gerne dafür Geld hätte – oder sie Ihnen gratis anbietet.
        Das zweite Problem ist nicht so einfach lösbar: Wenn ich gekaufte Daten kopieren darf, dann kann ich sie auch per Computer kopieren und also auch per Internet. Wenn dadurch nun eine Art Veröffentlichung erfolgt, dann ist das zwar meine Schuld, wenn ich sie hochlade: Aber nicht die Schuld der Person, die sie runterlädt.
        Ich denke nicht, dass es für das Internet ein neues Recht braucht. Man hat schon immer Kassetten, CDs etc. kopiert – und lädt sich nun halt die Musik per Internet runter. Und was verboten ist (z.B. KP) kann problemlos verfolgt werden, auch im Internet.
        Das Problem finde ich eher, dass die Zuständigkeiten von einzelnen Ländern nicht mehr ausreichen – aber nicht nur beim Internet, sondern in vielen anderen Belangen auch.

        P.S. Wie viel Geld in den Taschen der Künstler landet, weiß man sehr genau: Apple verlangt 30% des Preises. Wenn ich also einen Song veröffentliche, der 1.50 kostet, erhalte ich davon 70%.

      • Wenn Sie mir Ware anbieten, und diese vermutlich illegal ist – Darf ich sie annehmen? Oder muss ich erst angemessen prüfen, ob die Ware nicht gestohlen wurde?
        Diebesware gibt es nun auch im Internet angeboten – Muss ich mich dort auch informieren, ob sie legal ist oder gehackt wurde? Wenn ich Musik gratis downloade, weiss ich fast immer, dass der Hersteller dafür eigentlich gerne Geld hätte; muss annehmen, dass vermutlich nicht der Künstler selber das Lied ins Internet gestellt hat – Sondern ein Dieb. Und dieses Downloaden könnte man unter Strafe stellen.
        “Man hat schon immer Kassetten, CDs etc. kopiert – und lädt sich nun halt die Musik per Internet runter. Und was verboten ist (z.B. KP) kann problemlos verfolgt werden, auch im Internet.” – Yeah, right. Kassetten und CDs wurden für den privaten Gebrauch kopiert, mit Internetpiraterie lässt sich das nicht vergleichen.
        Und zu “Illegales kann problemlos verfolgt werden” … Vielleicht schauen Sie sich mal Seiten wie Rapidshare oder Schlimmere an. Wie viele der 160 Mio gratis und für jedermann zugänglichen Files verletzen wohl kein Copyright?
        Doch noch einmal: Ich bin nicht dafür, den Download kopierter Dateien zu verbieten, auch wenn der Musik- und Filmindustrie dadurch Milliarden an Einnahmen verloren gehen – Einfach weil ich es geniesse, immer und überall sämtliche Dateien gratis zur Verfügung zu haben. Denn das bevorzuge ich zur einzigen Alternative, bei der ich zusätzlich zu den ohnehin teuren Dateien noch einen Drittel Apple spenden muss.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s